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Bier-Vielfalt plus Events: Das Unternehmen Ottakringer

Blog | 4. November 2015 von Andreas Schmitz 0

#SAPLIVEBLOG Das „Helle“ als Massenprodukt, das Szenebier XVI für Kenner und das Craft-Beer für Genießer: 77 Millionen Euro Umsatz machte die Ottakringer Brauerei aus Wien 2014 mit Bieren in verschiedensten Geschmacksrichtungen.

530.000 Hektoliter Bier aus dem Hause Ottakringer wurden im vergangenen Jahr getrunken. Mit 77 Millionen Euro Umsatz ist das Unternehmen, das 130 Mitarbeiter beschäftigt, die zweitgrößte Tochter der Ottakringer Getränke AG. Aktuell führt das Ottakringer Helle das Ranking der meistgetrunkenen Biere aus dem eigenen Hause an, vor dem Wiener Original und dem Ottakringer Citrus Radler. Mit Wiener G’mischtes, Marille-Holler Radler, dem Festivalbier Ottarocker oder dem Szenebier XVI, in schwarzen Flaschen abgefüllt, lassen sich die Brauereimitarbeiter immer wieder neue Produkte einfallen.

Craft-Beer: das neue „Muss-Bier“

Obwohl es preislich doch weit über einem„normalen“ Bier angesiedelt ist, ist das so genannte Craft-Beer aktuell das neue „Muss-Bier“. Nicht für den Massenmarkt erdacht, ermöglichen die individuellen Biere neue Geschmäcker, sind gewissermaßen etwas für Genießer, die kein herkömmliches Bier trinken wollen. Auch die Ottakringer Brauerei beschreitet und gestaltet diesen Weg mit, mit den Bieren aus der betriebseigenen Craft-Brauerei „Brauwerk“.

Malz, Hefe, Gerste und Wasser: „Da kann man viel damit machen“, sagt Vorstand Matthias Ortner, „viel mehr als ein Helles oder ein Pils.“ Dieser Ruf, dass der Wein überall gleich schmeckt, haftete einst auch dem österreichischen Wein an. Dann kam der Weinskandal. Gepanschte Weine machten die Runde. Erst danach, so der Eindruck von Ortner, hätten die Winzer „ihren“ charakteristischen Wein gemacht. Das österreichische Bier hat nie einen Skandal erlebt, doch jetzt, mit der Craft-Bier-Bewegung, entdecken viele Brauer die Vielfalt, die im Bier steckt. „Das Bier kann das auch – nicht nur der Wein“, sagt Ortner. Aromahopfen und Röstmalz verändert die „Seele“ des Bieres wie die Erde und die unterschiedlichen Trauben den Wein.

Neue Handwerksbrauerei „Brauwerk“ und jede Menge Veranstaltungen auf dem Brauereigelände

Seit einem Jahr hat Ottakringer mit dem „Brauwerk“ seine eigene „Handwerksbrauerei“ auf dem Gelände. „Hier brauen wir genau diese ausgefallen Biere, etwa ein Belgisch Blond, das mit Trappistenhefe gebraut ist oder ein IPA, ein Indian Pale Ale, das verschiedene Aromahopfen enthält“, erläutert Ortner.

Ergänzend zum Biergeschäft gesellten sich seit einigen Jahren Veranstaltungen, die im vergangenen Jahr über 300.000 Besucher anzogen: Braukultur-Wochen, Konzerte und tägliche Führungen durch die Brauerei brachten dem Unternehmen ein neues Nebengeschäft ein, das nach Vorstand Ortner inzwischen nicht nur „ ein paar Prozent vom Umsatz ausmacht“, sondern auch ein wichtiges Marketinginstrument ist.

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