Big Data: „Kein recyceltes BI“

Feature | 23. Oktober 2012 von Shandy Lo 0

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So soll der Markt für die neuen Lösungen jährlich um 36 Prozent zulegen und von 3,3 Milliarden Euro (2011) auf 15,7 Milliarden Euro (2016) steigen. Allein Deutschland wird 2012 rund 350 Millionen Euro in Big Data investieren. Laut Experton Group ist Big Data eines der stärksten Investitionsbereiche der nächsten Jahre.

2013 und 2014 werden die Big-Data-Jahre

Der Wachstums-Peak wird in den Jahren 2013 (38%) und 2014 (40%) erwartet. Grund dafür sind die Infrastrukturinvestitionen. In den Folgejahren gibt es jedoch einen kleinen Rückgang: 2016 fällt der Satz auf 31 Prozent zurück. Die Ursachen hierfür sind zum einen der Preisverfall auf der Technologieseite und zum anderen der verstärkte Einsatz von internen Mitarbeitern. Diese sind dann in der Lage, Big-Data-Projekte selbst umzusetzen und benötigen nicht mehr die Unterstützung von Externen.

Der Experton Group zufolge gibt es zwei große Investitionsbereiche. Zunächst müssen die IT-und Netzwerk-Infrastruktur aufgerüstet und angepasst werden. Über neue Anwendungen und Delivery-Konzepte wie SaaS und IaaS steigt das Datenaufkommen in den Unternehmensnetzwerken, was den Bedarf an Bandbreite und zugehörigen Acceleration-Services antreibt.

Der zweite Investitionsbereich sind Datenbank-und Analytics-Techniken. Das findet aktuell schon statt: In den letzten 24 Monaten wurde in über 30 neue Big-Data-Start-ups investiert, um Technologien und Services weiterzuentwickeln.

Laut Experton Group Senior Advisor Carlo Velten „sind spezialisierte Big-Data-Anbieter für rund acht Prozent der globalen Ausgaben und Investitionen verantwortlich und belegen damit die These, dass Big Data ein neues Marktsegment bildet und nicht ein recyceltes ‘BI‘ darstellt, wie mitunter vermutet wird.“

Betrachtet man die Aufteilung der Big-Data-Investitionen nach Hardware, Software und Services, fällt auf, dass der aktuelle Markt mehr auf Infrastruktur- und Software setzt. Die Auf-und Ausrüstung auf Server-/Storage- und Netzwerkseite, sowie die Lizenzierung neuer Software-Lösungen und Tools ist jedoch in den meisten Unternehmen eine Grundvoraussetzung, um Big-Data-Projekte zu realisieren. Erst 2016 wird der Bereich Services der stärkste Markt werden.

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