Bundeswehr setzt auf umfassende SAP-Lösung

Feature | 15. November 2004 von admin 0

Die Bundeswehr, Vorreiter bei der Entwicklung von SAP for Defense & Security für die Unterstützung von Einsätzen und Übungen, steht damit in einer Reihe neben den Streitkräften aus USA, Dänemark und Neuseeland, die das SAP-Lösungsportfolio einsetzen. SAP for Defense & Security unterstützt die Planung und Durchführung von Operationen, ermöglicht den globalen Zugriff auf Information zur Ressourcenlage und Einsatzbereitschaft, erleichtert die Zusammenarbeit einzelner Verbände und unterstützt die militärische Führung bei ihren Entscheidungen. SAP for Defense & Security wurde entwickelt, um den technologischen Anforderungen von Verteidigungs- und Sicherheitsorganisationen in aller Welt gerecht zu werden und wird bereits in über 14 NATO-Staaten eingesetzt.
Die SAP-Software ist Basis des Bundeswehr-Modernisierungsprogramms SASPF (Standard-Anwendungs-Software-Produktfamilien), mit dem die Integration zentraler logistischer und administrativer Abläufe sichergestellt werden soll, um Einsätze und Operationen innerhalb sowie außerhalb der Landesgrenzen zu unterstützen. Dabei kommen auch mobile Anwendungen sowie dezentrale Systeme zum Enterprise Resource Planning (ERP) zur Anwendung. Für die Bundeswehr ist der zeitgerechte Zugriff auf verlässliche Information zur Führung ihrer Kräfte von entscheidender Bedeutung. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, implementiert die Bundeswehr derzeit unter anderem die SAP Mobile Infrastructure. Mit dieser Technologie können innerhalb des Einsatzgebietes die unterstützenden Prozesse initiiert und abgewickelt werden.
Mit der SAP Mobile Infrastructure lassen sich logistische und administrative Abläufe auch unabhängig von einer Anbindung an ein zentrales oder dezentrales ERP-System steuern. Je nach Operationslage erfolgt die Synchronisation des Endgerätes zu einem späteren Zeitpunkt über taktische Kommunikationskanäle. Beim Ausfall eines Waffensystems zum Beispiel kann sich der militärische Führer vor Ort direkt mit einem Servicetechniker in Verbindung setzen, der mit einem mobilen Endgerät ausgerüstet ist. Der Mechaniker erstellt eine Schadensanalyse, ermittelt den Reparaturumfang, identifiziert die nächstgelegene Leitstelle und fordert die benötigten Ersatzteile an, damit das Fahrzeug schnellstmöglich repariert wird und in das Einsatzgebiet zurückkehren kann.
„Wir haben eng mit SAP zusammengearbeitet, um das Gelingen des SASPF-Projekts zu gewährleisten. Mit dem, was wir schon jetzt erreicht haben, sind wir sehr zufrieden“, sagt Hans Herbert Schulz, Brigadegeneral der Bundeswehr. „Das gemeinsame strategische Entwicklungsprojekt wie auch die mobilen Funktionen waren entscheidend, SAP for Defense & Security als Lösung zur durchgängigen Prozessunterstützung zu wählen. Im Rahmen unseres Modernisierungsprogramms werden Prozesse über alle Organisationsbereiche hinweg integriert und optimiert. Darüber hinaus werden Funktionen zur Planung und Steuerung mobiler Operationen bereitgestellt.“

Ressourceneffizienz entscheidet über den Einsatzerfolg

Die erfolgreiche Implementierung der SAP-Lösungen und die Nutzung der mobilen Funktionen von SAP sind das Ergebnis einer strategischen Entwicklungspartnerschaft zwischen SAP und der Bundeswehr. Die Kooperation zielt darauf ab, spezifische Funktionen zu entwickeln, um die Effizienz und Flexibilität bei der Planung und Durchführung von logistischen und administrativen Prozessen zu erhöhen. Gleichzeitig soll den Anforderungen von Streitkräften bei Einsätzen und Übungen durch die mobile Technologie Rechnung getragen werden. Schon in naher Zukunft wird die Bundeswehr Einsätze mit dezentralen ERP-Systemen und der SAP Mobile Infrastructure unterstützen können. Funktionen für Organisation, Personal, Logistik und Rechnungswesen werden bei allen Einsätzen eine effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen ermöglichen.
„Erfolg oder Misserfolg einer Mission hängen häufig vom effektiven Einsatz der verfügbaren Ressourcen ab“, erläutert John Barry, Vice President, SAP for Defense & Security und ehemaliger Generalmajor der U.S. Air Force. „Die integrierten Lösungen der SAP, die bei der Bundeswehr eingesetzt werden, erhöhen die Einsatzbereitschaft, verbessern den umfassenden Austausch von Information und sichern den Wissenstransfer auch über Organisationsgrenzen hinweg. Damit unterstützen sie auch mobile Operationen, in denen verteilte Einsatzkräfte als ein vernetztes Team agieren. Gleichzeitig erhält die militärische Führung vor Ort in Echtzeit Informationen über die verfügbaren Ressourcen.“

Quelle: SAP AG

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