Intelligent durch die Krise

Feature | 30. Juli 2009 von Jeff Reich 0

Zeigt sich die Konjunktur rückläufig, werden IT-Projekte meist auf Eis gelegt. Eine Ausnahme bilden Business-Intelligence-Systeme. Marktbeobachtern zufolge erfreuen sie sich selbst in der Rezession steigenden Interesses. Verlässlicher denn je müssen Firmenlenker derzeit die Kosten senken sowie Umsatz und Ausgaben vorhersagen. Mit BI-Werkzeugen können sie umfangreiche, bislang ungenutzte Datenbestände auswerten, um auf einer konsolidierten Informationsbasis zu entscheiden und sich in einem außergewöhnlich schwierigen Geschäftsumfeld Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Prioritäten setzen

Mit BI-Software lassen sich verteilte Daten zusammenführen, durchsuchen, ausgiebig analysieren und zu Berichten aufbereiten. Dies erleichtert die betriebliche Leistungsmessung und kontrolle. Verständlich also, dass Vorstände und IT-Leiter BI-Lösungen zunehmend als lebenswichtige Investition betrachten, mit der sie Kosten sparen und Geschäftschancen aufspüren können.

Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Gartner unter gut 1.500 IT-Leitern steht Business Intelligence bereits das dritte Jahr in Folge auf der Projektliste an oberster Stelle. Und ein aktueller Bericht der Londoner IT-Beratung Butler Group zitiert Aussagen von Analysten, wonach für viele Unternehmen nicht einmal ein einjähriger Aufschub geplanter BI-Investitionen in Frage kommt.

Mit BI-Software können Firmen unabhängig vom Wirtschaftszweig und Geschäftsmodell

  • Muster im Kaufverhalten ihrer Kunden erkennen und dadurch bessere unternehmerische Entscheidungen treffen – vom Personalbestand bis zur Wahl des Lieferanten mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis;
  • durch Auswertung von Kunden- und Nutzerdaten den Erfolg ihrer Marken steigern sowie neue Produkte und Artikelgruppen entwickeln;
  • Quartalsergebnisse präziser prognostizieren.

Krise als Chance

Marktforscher führen die steigende Nachfrage nach BI-Software unter anderem auf den immer härteren Wettbewerb zurück, auf den Wandel der Märkte, neue Vorschriften sowie den Ruf nach einem besseren Risikomanagement. Überdies fordern sowohl staatliche wie die privaten Anspruchsgruppen eine höhere Transparenz der Finanzen, Geschäftsprozesse, Entscheidungen und Kennzahlen. Zusätzlichen Handlungsdruck erzeugen die krisenbedingten Umsatzeinbrüche.

Statt tatenlos auf bessere Zeiten zu warten, nutzen viele Unternehmen die Flaute dazu, ihren Datenbeständen mit BI-Werkzeugen aktuelle und zuverlässige Informationen zu entlocken. Damit sind sie besser gerüstet, auf den Markt zu reagieren und das Tagesgeschäft an ihrer Strategie auszurichten. Zudem können sie ihre Produkte, Marken und Mitarbeiter für den Aufschwung nach der Krise optimal aufstellen.

Blick nach vorn

Früher beschränkten sich die Analysefähigkeiten der IT darauf, Vergangenes statistisch auszuwerten. Moderne BI-Software leistet mehr. Indem sie Informationen aus einer Vielzahl von Quellen zusammenträgt, gewährt sie Einblick in laufende Prozesse und prognostiziert deren Ergebnisse. Noch liegt das dazu nötige Datenmaterial in den meisten Unternehmen brach. Mit dem richtigen Werkzeug können Entscheidungsträger diese Informationsreserven anzapfen.

Business-Intelligenz

Seit der Übernahme des BI-Spezialisten Business Objects bietet die SAP Unternehmen aller Größenordnungen ein breites Lösungsspektrum zur Analyse betrieblicher Daten an. Die Software wird wahlweise beim Anwender installiert oder als Mietlösung bereitgestellt.

Lösungen für Großunternehmen

  • Business-Intelligence-Plattform
  • SAP BusinessObjects für Normkonformität, Geschäfts- und Risikosteuerung
  • SAP BusinessObjects zur Leistungsmessung und Erfolgskontrolle

Lösungen für den Mittelstand

  • SAP BusinessObjects Edge
  • Crystal Reports
  • Xcelsius

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