Das Prinzip Steve Jobs

Feature | 26. Februar 2010 von Sebastian Nikoloff 0

Apple-Gründer Steve Jobs bei der Pärsentation des iPads (Foto: Apple)

Wagemutig: Eine neue Geschäftsidee kann Unternehmen zu Siegern machen (Foto: Apple)

Um den Wandel kommt niemand herum. Richtig gemacht kann er Unternehmen zu Siegern machen. Ein Beispiel hierfür ist Apple: Die Firma lag brach, machte Verlust. Geschäftsmodell dringend gesucht. Und dann kam der iPod. Doch nicht der neue Player, sein schickes Design oder die intuitive Bedienungsweise waren die Rettung, sondern die Idee dahinter: den MP3-Player und die eigene Musikbibliothek auf dem Computer mit einem Online-Shop für Musik zu verbinden. Mit dem neuen Geschäftsmodell rollte Apple nicht nur den Markt auf, sondern definierte mobile Unterhaltung völlig neu.

„Die neue Idee ist das eine“, sagt Lars Gollenia. Er leitet die Business Transformation Services bei SAP und berät Unternehmen so in ihrer schwierigsten Zeit. „Viel interessanter ist die Umsetzung.“ Man muss Organisationen umbauen, Prozesse neu definieren und Mitarbeiter zum Denken in neuen Welten bewegen. „Die Frage ist doch: Wie hat Steve Jobs das bei Apple gemacht?“

Von anderen Firmen lernen

Im Moment ist „Business Transformation“ noch ein unbeschriebenes Blatt. Wer danach beim deutschen Wikipedia sucht, geht leer aus. Wer das Thema googelt, findet kaum etwas. „Das“, sagt Gollenia, „werden wir ändern. Denn Wandel ist in Unternehmen heute wichtiger denn je“, erklärt er.

Die SAP hat daher jüngst die Initiative in diesem wichtigen Bereich ergriffen und die Business Transformation Academy ins Leben gerufen. In ihr kommen Experten aus der ganzen Welt zusammen. Forscher von Top-Unis tauschen sich mit Profis internationaler Unternehmen und natürlich den Experten der SAP aus. „Mit der Business Transformation Academy möchten wir die Plattform für gegenseitigen und vertrauensvollen Austausch zwischen Forschern und Praktikern bieten“, erklärt Gollenia das Konzept. „Unternehmen können so von der aktuellsten Forschung profitieren, und dank der Erfahrungen aus der Praxis lassen sich Ergebnisse schnell überprüfen.“ So hofft SAP, die Forschung auf dem Gebiet weiterzubringen.

Business Transformation Academy als Netzwerk

Interessanter weise gibt es zu der Thematik bisher kaum Hochburgen der Forschung und auch das Wissen in Unternehmen ist begrenzt. Deshalb kam es zu der Idee mit einem globalen Netzwerk. Axel Uhl, der Leiter der Business Transformation Academy: „Hierfür möchten wir eine Plattform anbieten.“ Unsere Vision ist, die Besten ihres Faches zusammenzubringen und so einen einzigartigen Pool an Expertise zu den Ursachen, Strategien und Methoden erfolgreichen Wandels zu schaffen. Dieses Know-how soll hinterher allen Beteiligten im Netzwerk und natürlich auch der SAP für die Schulung eigener Mitarbeiter zur Verfügung stehen.

Noch gibt es einige Fragen zu klären. „Wir leben vom Feedback und Austausch aller Beteiligten“, erklärt Gollenia. Auch die Beteiligten haben noch Fragen: „Wie jedes Netzwerk lebt auch die Business Transformation Academy von einem gemeinsamen Ziel“, erklärt ein Teilnehmer. „Wenn nicht beide Seiten mitziehen, funktioniert es nicht.“ Gollenia ist sich sicher, dass dies gelingen wird: „Forschung und Praktiker können vom Austausch massiv profitieren. Das Thema ist viel zu wichtig, als dass wir uns erlauben könnten, es zu ignorieren.“

Der Wandel ließ sich noch nie aufhalten.

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3 comments

  1. Dreg Ainellogos

    A future oriented strategy … and manager! Bravo!

  2. Rueth van Nistelrooij

    SAP is certain to score with its clients based on this excitingly new motion for excellence.

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