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Business Transformation Summit in Berlin: Unternehmergeist wecken

Feature | 17. November 2014 von Jeff Reich 0

Innopreneurship hilft großen Unternehmen dabei, im hart umkämpften, globalen Markt von heute die Nase vorn zu behalten.

Innopreneurship, die strategische Kombination aus Innovation und Entrepreneurship, war das Thema des Business Transformation Summit 2014. Die zweitägige Veranstaltung mit Präsentationen und Workshops wurde vom SAP Business Transformation Service (BTS), der SAP Business Transformation Academy (BTA) und dem SAP Value Partnership Service (VPS) ausgerichtet. Die Teilnehmer erfuhren, wie sie mit einer Start-up-Kultur auf dem hart umkämpften, globalen Markt von heute bestehen können und erfolgreich sind.

Innovationen schaffen oder untergehen

Unternehmen müssen heute langfristige, nachhaltige Innovationen entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In der Vergangenheit genügte vielen Unternehmen ein geringes Innovationsspektrum, um auf dem Markt zu überleben. Doch in einer Zeit, in der globaler Wettbewerb den Markt bestimmt und anspruchsvolle Kunden immer schneller den Anbieter wechseln, erweisen sich bewährte Strategien in allen Branchen immer häufiger als wirkungslos.

In seiner Eröffnungsrede betonte Lars Gollenia, globaler Leiter von SAP Business Transformation Services, dass viele große Unternehmen aufgrund des immer höheren Innovationstempos und des raschen technischen Fortschritts gezwungen sind, ihre Denk- und Arbeitsweise zu ändern und Innovationen zu schaffen. „Jedes große Unternehmen war zu Beginn ein kleiner Betrieb. Wer es schafft, den anfänglichen Unternehmergeist zu erhalten, bleibt auch erfolgreich“, so Gollenia.

Lars Gollenia: „Jedes große Unternehmen war zu Beginn ein kleiner Betrieb. Wer es schafft, den Unternehmergeist zu bewahren, bleibt auch erfolgreich.“

Lars Gollenia: „Jedes große Unternehmen war zu Beginn ein kleiner Betrieb. Wer es schafft, den Unternehmergeist zu bewahren, bleibt auch erfolgreich.“

Freidenker für freie Märkte: Eine Innovationskultur schaffen

In großen Unternehmen ist es wesentlich einfacher, eine gute Idee auf dem Reißbrett zu entwerfen, als sie in den zuständigen Gremien zu entwickeln. Dort wird sie häufig abgeschmettert.

Otmar Ehrl, Vorstandsvorsitzender der Ideenschmiede Querdenker, erklärte den Teilnehmern, dass der Markt sich wandelt und alte Grenzen mehr und mehr verschwimmen. Um weiterhin erfolgreich zu sein, müssen Unternehmen deshalb neue Wissenssysteme entwickeln. Er betonte, dass visionäre Unternehmen heute mithilfe moderner Plattformen zum Informationsaustausch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Unternehmensbereichen fördern und so festgefahrenen, veralteten Denkweisen entgegenwirken können. „Unkonventionelles, innovatives Denken ist eine Herausforderung, doch es lohnt sich“, so Ehrl.

Der deutsche Physiker und Extrembergsteiger Alexander Huber sprach darüber, wie Einzelpersonen und Unternehmen sich der Schwerkraft des Status Quo entziehen können. Er riet den Teilnehmern, Hindernisse vorauszuahnen, Pläne im Blick zu behalten und sich hohe Ziele zu stecken – mit der Absicht, sie schnellstmöglich zu erreichen. In der Geschäftswelt wie beim Klettern helfen die richtige Mentalität und erfahrene, verlässliche Partner dabei, Grenzen zu überwinden.

„Mit der richtigen Mentalität und erfahrenen, verlässlichen Partnern können Unternehmen Grenzen überwinden.“

Alexander Huber: „Mit der richtigen Mentalität und erfahrenen, verlässlichen Partnern können Unternehmen Grenzen überwinden.“

Doch es genügt nicht, wenn ein Unternehmen Innovationen entwickelt. Letztlich müssen die Kunden sie auch annehmen. Der Zukunftsforscher und Autor Dr. Matthias Horx stellte auf dem Business Transformation Summit „Synnovation“ vor, einen integrativen Denkansatz, mit dem Unternehmen komplexe Innovationsmuster entschlüsseln und nützliche Vorhersagen über künftige Trends treffen können.

Auf Unternehmen zugeschnittene IT-Landschaften

Wer Unternehmensprioritäten und IT genau aufeinander abstimmt, wird besonders erfolgreich sein. Alexander Scholz, Direktor für den Bereich Global Supply Chain bei BMW, und Jeremy Michael Vincent, IT-Leiter bei Jaguar Land Rover, führten aus, wie ihre Partnerschaften mit BTS ihre IT-Landschaften und Geschäftsmodelle nachhaltig verändert haben. Jetzt sind sie deutlich flexibler, besser steuerbar und wettbewerbsfähiger.

Derzeit nutzt BMW seine optimierte SAP-Landschaft, um einer zukünftigen Wirtschaftskrise schnell entgegenwirken und Logistikprozesse straffen zu können. Bei Jaguar Land Rover hat ebenfalls ein BTS-Team vor Ort mitgearbeitet, um das Unternehmen „auf dem Weg zur Spitze“ zu unterstützen. Die modernisierte und vereinfachte IT-Architektur des Automobilherstellers lässt nun eine Produktivitätssteigerung zu und wirkt sich positiv auf die Finanzergebnisse des Unternehmens aus.

Große IT-Projekte mit durchschlagendem Erfolg

Im Laufe der Jahre haben Projektleiter gelernt, dass Projekte immer dann scheitern, wenn Erwartungen überzogen, Ausführungen mangelhaft und Methoden wenig ausgereift sind.

Hartmut Wegener, ehemaliger Innenstaatssekretär und Chef von Helmut Wegener Project Consulting, stellte zwei große Hamburger Bauprojekte mit unterschiedlichem Ausgang vor: die erfolgreiche Erweiterung des Airbus-Standorts und die stockende und ausufernde Realisierung der Elbphilharmonie. Von beiden Projekten kann man viel über größere IT-Implementierungen lernen: Es ist wichtig, realistische Erwartungen bei den Stakeholdern zu setzen, eine Aufgabe stets an die geeignete Person zu vergeben und konsequent eine wohlbedachte Strategie zu verfolgen.

Bei großen IT-Implementierungsprojekten führen ausgezeichnete Methoden oft zu ausgezeichneten Ergebnissen. Im Vorfeld zu den Olympischen Sommerspielen 2000 ließ die australische Gastgeberstadt Sydney einen großen Tunnel am Hafen bauen. Bei diesem Projekt kam ein innovativer Managementansatz, die sogenannte Future-Perfect-Methode, zum Einsatz. Der australische Wirtschaftsprofessor Stewart Clegg berichtete, dass die Stadt das Projekt dank dieser Vorgehensweise zum vorgesehen Termin abschließen konnte. Das Budget sei ebenfalls nur mit vier Prozent überzogen worden.

SAP-Awards: Veränderung lohnt sich

Jedes Jahr wird der SAP Business Transformation Award an drei SAP-Kunden verliehen, die einen wesentlichen Beitrag zum Thema betrieblicher Wandel geleistet haben. Der Automobilkonzern BMW war in diesem Jahr Preisträger des SAP Business Transformation Excellence Award. Den SAP Business Transformation Achievement Award erhielt das Unternehmen SICK AG, das Sensoren für industrielle Anwendungen in der Automatisierungstechnik herstellt. Die staatliche Eisenbahngesellschaft von Italien, Rete Ferroviaria Italiana (RFI), nahm den SAP Business Transformation Distinction Award mit nach Hause.

Alexander Scholz (links), Direktor für den Bereich Global Supply Chain bei BMW, erhält den SAP Business Transformation Excellence Award von Lars Gollenia, dem globalen Leiter von SAP Business Transformation Services.

Alexander Scholz (links), Direktor für den Bereich Global Supply Chain bei BMW, erhält den SAP Business Transformation Excellence Award von Lars Gollenia, dem globalen Leiter von SAP Business Transformation Services.

Alexander Scholz, Direktor für den Bereich Global Supply Chain, nahm den Preis für BMW entgegen. Dabei betonte er, dass BTS dem Automobilhersteller dabei geholfen habe, als Firma zunehmend flexibler zu werden. „Wir haben nun weltweit unsere Geschäftsprozesse über die gesamte Logistikkette hinweg optimiert“, so Scholz.

Sumithasri Venkataramagupta Eranti, globaler Leiter von SAP Value Partnership, schloss die Veranstaltung mit einem Appell an BTS‑Kunden, ‑Berater und ‑Partner. Er rief dazu auf, die Innovationsmentionalität auch in den kommenden Wochen und Monaten zu bewahren.

Weitere Informationen: SAP Business Transformation Summit

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