Luxus für den Vierbeiner

Feature | 25. Juli 2007 von admin 0

Zum exklusiven Kundenkreis von Marjorie Scholtz zählen modebewusste Hundebesitzer mit supercoolem Geschmack für Wohnungseinrichtung und stylischem Outfit. Doch die stolzen Hundehalter hatten einst ein Problem: Der Versuch, ihre Vierbeiner ebenso cool aufzupeppen, schlug fehl. Da kam Scholtz Anfang 2006 die zündende Idee: „Meine Intuition sagte mir, dass die entsprechenden Produkte zu haben waren, nur wo? Ich musste einen Informationskanal schaffen – und gründete Pooch Online.“ Von Anfang an wollte sich Scholtz auf das konzentrieren, was sie kann: Auf Vertrieb und Marketing. „Backend-Logistik, Ablaufsteuerung, Lagerbestände und Buchhaltung – das schreckt mich ab”, so die 42-jährige Kalifornierin.

Unternehmerschaft im Blut

Scholtz liegt der Entrepreneur im Blut, sie hat bereits mehrere Unternehmen aus der Taufe gehoben. Mit diesem Wissen erstellte sie – unterstützt von ihrer 70 Kilo schweren Deutschen Dogge Gus – zunächst eine Marktanalyse. Das Resultat: Praktisch niemand bediente die Bedürfnisse von Luxushunden, einem Markt, den sie auf sagenhafte eine Milliarde Dollar schätzt. Scholtz zögerte nicht lange, eröffnete bei sich „zu Hause“ in San Franzisko Pooch Online und begann damit, diese Marke zu etablieren.

Jahrelang hatte sich Scholtz als Führungskraft in der Werbebranche mit Excel-Tabellen herumgeschlagen. Doch angesichts zu verwaltender Lagerbestände und der Vertriebs-Logistik schien es ihr unmachbar, den Shop dauerhaft ohne ausgereifte ERP-Funktionalität am Leben zu erhalten.

Jagdhund auf Datensuche

Auf ihrer ERP-Wunschliste ganz oben standen Best Practices, möglichst von einem Markt führenden Software-Anbieter zu einem Paket geschnürt. Scholtz brauchte eine Lösung, die für sie und ihre künftigen, technik-unkundigen Mitarbeiter einfach zu bedienen ist. Zudem sollte die Start-up-Phase ohne große Anlaufschwierigkeiten zu bewältigen sein. „Außerdem bin ich wie ein Jagdhund – allerdings auf der Suche nach Daten”, sagt Scholtz. „Daher wollte ich Dateneingabe und Analyse in einer Hand.” Von Beginn an verstand sie SAP Business One als Vorteil für sich als Unternehmensgründerin. „Ich will Pooch an die Spitze dieses Marktes für ganz spezielle Luxusartikel setzen, die Software sorgt für starke interne Abläufe. Als Kleinunternehmen sind wir durch SAP Business One nicht etwa eingeschränkt, sondern können vielmehr unser Potenzial voll entfalten.”

„Als ich anfing, mich über SAP zu erkundigen, hieß es immer: ‘UPS verwendet SAP, Nike setzt SAP ein, die Lösung wird für Dich wahrscheinlich eine Nummer zu groß sein.’” Doch Scholtz wusste, dass SAP den wachsenden Markt der kleinen und mittelgroßen Unternehmen stark unterstützt. „Scott McMann von Apollo Consulting, einem SAP Gold Partner, überzeugte uns dann endgültig davon, dass SAP Business One genau unseren Anforderungen, unserem Budget und unserem Zeitrahmen entspricht”, so Scholtz.

Luxuriöse Produkte, luxuriöser Einkauf

Apollo Consulting installierte SAP Business One innerhalb einer Woche. Die vier Marketing-Mitabeiter, die Scholtz bis dato engagiert hatte, brauchten eine weitere Woche und einige Anrufe bei Apollo Consulting, um die Software mit den notwendigen Daten für die Lagerhaltung und das Finanzwesen zu füttern. Damit lief die Anwendung zunächst. Aufträge nimmt Pooch derzeit noch per Telefon an, doch alle Prozesse sind bereits im Einklang mit dem ERP-Backend. Außerdem treibt Scholtz ihr eigentliches Ziel tatkräftig voran: Die Backend-Prozesse mit einem fetzigen Frontend zu verbinden. Sie rechnet damit, die mehhrstufige Architektur bis Ende August aufgebaut zu haben.

Ihre Architektur besteht aus einer SAP-Datenschicht, einer LDAP- und DNS-Schicht sowie einer Anwendungsschicht, die in .NET programmiert ist und Daten zu einem Flash-fähigen Webservice bringt. Hinter dem Online-Shopping steht die E-Commerce-Software von SAP Business One, mit integrierter Funktionalität für Lagerhaltung und Finanzdaten – etwa ein Katalog, ein Einkaufswagen, Auftragsbearbeitung und Auftragsbestätigung, die Kundenkonfigurationswerkzeuge und Kundendienst. Dann, so ist Scholtz überzeugt, ist aus ihrer spontanen Idee für den Hundebesitzer von heute auch endgültig eine interaktive, luxuriöse Einkaufserfahrung geworden.
Bei Pooch ist beides zu haben: Das elegante Hunde-Kleid für die Gartenparty, mit tausenden Swarovski-Steinen besetzt, 3.500 US-Dollar schwer, während der Katzenkratzbaum aus wieder verwertbarer Pappe für 68 Dollar den Geldbeutel deutlich weniger belastet. Die Produkte, die sie anbietet, müssen gut sein, aber nicht unbedingt teuer: „Unser Ziel ist es, mit Innovativem und Kreativem aufzuwarten“, so Scholz, „und immerhin haben wir mit SAP Business One für unsere internen Zwecke einen guten Riecher bewiesen.“

Von Null auf 300.000

Scholtz selbst profitiert längst von einem umfassenden Blick auf ihr Unternehmen. Von ihrem zentralen Zugang aus kontrolliert sie die Lagerbestände, die Buchhaltung und sogar die Marketingkampagnen. Ihr Team beginnt gerade, sich in das Berichtswesen und die integrierte CRM-Funktionalität von SAP Business One einzuarbeiten. „Ohne SAP Business One hätte ich Pooch in dem einen Jahr nicht soweit bringen können wie es jetzt ist.” Für 2007 rechnet Scholtz mit 300.000 US-Dollar Umsatz, im kommenden Jahr sollen es bereits 1,2 Millionen sein. Für sie sind diese Zahlen ein schlagender Beweis, dass SAP-Software nicht nur für Fortune 500-Unternehmen taugt, sondern auch für Garagen-Startups wie Pooch.

In der Vergangenheit, so Scholtz, hätte sie für eine umfangreiche ERP-Lösung tief in die Tasche greifen müssen. Und das nicht nur für Lizenz und Beratungskosten, vermutlich wäre es ratsam gewesen, einen Software-kundigen Buchhalter und einen IT-Fachmann einzustellen. „Meiner Schätzung nach hätte ich alleine 120.000 Dollar für Ressourcen hinblättern müssen, plus die Kosten für die eigentliche Lösung“, rechnet Scholtz vor. Das Zusammenspiel von SAP und Apollo Consulting jedoch bot ihr eine Lösung plus Support für ein Unternehmen, das noch in den Kinderschuhen steckt. „Apollo hat sich um den unvermeidbaren Kleinkram gekümmert. Wir stießen auf ein Hindernis, riefen bei Scott McMann an und er sagte: ’ihr braucht eine SQL-Lizenz, da und dort könnt ihr sie bekommen.’ So haben wir es selbst als eine Mannschaft von Designern und Vertriebsleuten geschafft”, freut sich Scholtz.

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