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SAP Japan – Mit IoT die Gesellschaft verändern

Feature | 20. März 2017 von Michael Nuesslein, Miriam Rosenbusch 2

Auf der diesjährigen CeBIT präsentiert SAP Japan die neuesten Projekte rund um das Internet der Dinge.

Japan, eine der größten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt, ist Gastland der CeBIT 2017. Auch SAP Japan wird auf der Messe, die vom 20. bis 24. März in Hannover stattfindet, vertreten sein und Anwendungsbeispiele für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ausstellen. Dazu gehören unter anderem Transportsicherheit, Erdbebenkatastrophenschutz und Schwangerschaftsdiabetes. Das folgende Video, das auch auf der Messe gezeigt wird, stellt diese drei Projekte vor.

Vernetzte Transportsicherheit

Obwohl die Verkehrssicherheit in Japan generell sehr hoch ist, warf 2016 ein Busunglück mit vielen Toten die Frage nach mehr Sicherheit im Busverkehr auf. SAP Japan und das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT arbeiten gemeinsam an einer Lösung, die die häufigsten Ursachen von Busunfällen verhindern soll, wie zum Beispiel Fahrfehler durch Müdigkeit, Krankheit oder Stress oder das Unterschätzen gefährlicher Verkehrssituationen. Dies wird durch Echtzeit-Überwachung der Fahrzeugparameter und des physischen Zustands des Fahrers erreicht. Die Lösung kann sogar gefährliches Fahrverhalten aufdecken. Dadurch kann das Busunternehmen Schritte einleiten, um die Fahrsicherheit zu verbessern, und mit Hilfe eines intelligenten Warnsystems entscheiden, ob ein Fahrer Unterstützung benötigt.

My Shindo – Vorsorge gegen Erdbebenkatastrophen

Japan ist eine der am erdbebengefährdetsten Regionen der Erde. Erdbebensichere Gebäude werden hier schon lange gebaut, aber bisher war es schwierig die tatsächliche Schwankung dieser Gebäude bei Erdbeben zu messen. SAP Japan und Hakusan, der Hersteller seismischer Messgeräte in Japan, entwickelten gemeinsam eine App, die genau das tut. Dieses Netzwerk „tragbarer Seismometer“ sammelt seismische Daten nicht nur vom Boden, wie es herkömmliche Messgeräte tun, sondern auch von innerhalb eines Gebäudes. Die Daten werden mit der SAP Cloud Platform analysiert, was wiederum die Konstruktion erbebensicherer Gebäude ermöglicht. Die App befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und wird derzeit in etwa hundert Gebäuden, in denen SAP-Mitarbeiter leben, getestet.

Schwangerschaftsdiabetes

Etwa zehn Prozent aller schwangeren Frauen in Japan leiden unter Gestationsdiabetes, einer Form von Diabetes, die nur während der Schwangerschaft auftritt. Unbehandelt kann dies zu Komplikationen bei Mutter und Fötus führen. Ab diesem Jahr arbeitet SAP gemeinsam mit dem „National Center of Child Health Development“ (NCCHD) gemeinsam an einer Lösung, mit der medizinische Daten betroffener Frauen, wie zum Beispiel der Blutzuckerspiegel, beobachtet und analysiert werden, um mit SAP Health Management eine intelligente medizinische Versorgung zu unterstützen. Außerdem ist geplant, die Lösung auch auf andere gesundheitliche Störungen während der Schwangerschaft wie etwa Bluthochdruck oder Depressionen auszuweiten. Mit der Analyse dieser Daten zielt das Team darauf ab, diesen Komplikationen vorzubeugen und sie besser zu behandeln.

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