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Prozessindustrie: Wege aus der Compliance-Klemme

Feature | 18. Januar 2018 von SAP News 0

Globale Lieferketten und eine Flut neuer Regularien setzen die Prozessindustrie unter Druck. Chemie- und Pharmaunternehmen suchen Kompromisse zwischen Compliance-Treue und Kosteneffizienz. Ein steiniger Pfad – besonders für den Mittelstand.

Chemie- und Pharmaunternehmen tragen eine hohe Verantwortung: Ihre Produkte wirken sich unmittelbar auf Gesundheit und Umwelt aus. Medien und Öffentlichkeit sind hochsensibilisiert und schauen den Firmen genau auf die Finger. Darüber hinaus macht die Forschung zu den Effekten verschiedener Stoffen rasante Fortschritte. Das hat immer komplexere Regularien zur Folge, die sich noch dazu von Land zu Land unterscheiden. Für die Unternehmen bedeutet das enorme organisatorische Aufwände.

Chemieunternehmen in der Bringschuld

Seit 2007 bündelt REACH (Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) die Regularien der Chemieindustrie. Die Verordnung verpflichtet Produzenten, alle relevanten Daten vorzulegen, wenn sie neue Stoffe registrieren lassen.

Auch die Weitergabe von Informationen an Zulieferer und Geschäftspartner unterliegt strengen Richtlinien. Gleiches gilt natürlich für den Umgang mit Gefahrenstoffen – am Arbeitsplatz, während des Transports, bei der Lagerung und der Kennzeichnung. In der gesamten Wertschöpfung ist Transparenz ein Muss.

Pharma- und Kosmetikunternehmen unter Zugzwang

In jüngster Zeit setzt eine ganze Reihe neuer Gesetze, Verordnungen und Richtlinien die Pharma- und Kosmetikunternehmen unter Druck.

Die Richtlinie 2011/62/EU regelt die Kennzeichnung von Produkten und die Verantwortlichkeiten in der Lieferkette. Seit 2016 verschärft das Anti-Korruptionsgesetz die Strafen für unlautere Geschäftsbeziehungen mit Ärzten. Und ab 2019 müssen Firmen fälschungssichere Produkt-Serialisierungen und Sicherheitsmerkmale sicherstellen. Außerhalb der EU wiederum herrschen vielfach andere Verordnungen.

Das Ergebnis sind hochkomplexe Compliance-Anforderungen in der gesamten Lieferkette, die den Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen bereiten.

Compliance steht und fällt mit der IT

Wie können Unternehmen diese Mammutaufgabe stemmen? Es reicht nicht aus, Mitarbeiter zu schulen. Zuverlässige und automatisierte Prozesse sind gefragt – also das richtige IT-System. Welche Funktionen muss es mitbringen?

Eine gute Software bildet jederzeit sämtliche aktuellen Compliance-Vorgaben ab, auch international. Außerdem verzahnt sie alle Abteilungen miteinander und ermöglicht auf diese Weise automatisierte Abgleiche. Das senkt die Aufwände drastisch und beugt Übertragungsfehlern vor.

SAP-Standardlösungen für Governance, Risk and Compliance sind dafür die ideale Ausgangsbasis. Mit den passenden Zusatzfunktionen lassen sich die Lösungen schnell für branchen- oder unternehmensspezifische Compliance-Anforderungen fitmachen.

Standardlösungen sinnvoll ergänzen

Durch Branchenlösungen wie it.chemicals erweitern Unternehmen die SAP-Standardfunktionen mit geringem Aufwand. Voreingestellte Prozesse decken sämtliche Regularien ab, von der Produktentwicklung bis zum Qualitätsmanagement. Auch die ordnungsgemäße Kennzeichnung von Verpackungen sowie Handhabung, Lagerung, Versand und Chargenverwaltung von Gefahrenstoffen lassen sich deutlich komfortabler gestalten.

Unternehmen verwandeln damit ihre SAP-Standardlösung in ein noch effektiveres Werkzeug, um Compliance-Vorgaben in jedem Land zuverlässig einzuhalten.

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