CIOs trauen sich nicht

Feature | 14. August 2012 von Sebastian Nikoloff 0

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Unternehmen fordern von ihren Mitarbeitern zunehmend mehr Flexibilität beim Arbeiten im Büro, zu Hause und von unterwegs. Die Unterstützung mit Tools ist diesbezüglich jedoch gering. Kein Wunder also, dass sich Mitarbeiter zunehmend auf benutzerfreundliche, cloud-basierten Speicherdienste verlassen. Mit 50 Millionen Usern ist „Dropbox“ der wohl bekanntesten Ableger. Hiermit lassen sich Dateien in der Cloud speichern und über mehrere Computer hinweg synchronisieren.

Dropbox-Accounts waren vier Stunden lang öffentlich zugänglich

70 Prozent aller Unternehmen sehen die Vorteile von cloud-basierten Dateisynchronisationsdiensten und wünschen sie sich für ihre Mitarbeiter. Dies ergab eine Studie von IDG Connect und Varonis Systems, das Data-Governance-Lösungen anbietet, bei der 100 Entscheider Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt wurden.

Die Vorteile der Dienste – ihre Benutzerfreundlichkeit und ihr praktischer Nutzen – sind zugleich ihre größte Schwäche. Sie bringen Sicherheitsrisiken in sich und machen im schlimmsten Fall vertrauliche Informationen abrufbar. Beispielsweise waren im Juni 2011 alle Dropbox-Accounts für vier Stunden jedermann zugänglich.

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Vor dem Hintergrund ist es umso erstaunlicher, wie wenig sich Verantwortliche um Sicherheit zu scheren scheinen: 61 Prozent gaben an, sich um die Authentifizierung bei solchen Diensten keine Sorgen zu machen. Lediglich 51 Prozent sorgen sich um die korrekte Vergabe von Zugriffsrechten.

31 Prozent der Befragten planen mit Cloud

31 Prozent der Unternehmen planen, den Einsatz von cloud-basierten Diensten zur Dateisynchronisation zu ermöglichen. Dem gegenüber stehen 69 Prozent, die dies nicht in Erwägung ziehen – trotz der Vorteile, die sie sehen.

Sie fürchten, extern liegende Daten nicht mehr ihren Vorgaben und Richtlinien unterwerfen zu können. Entsprechend verhindern beinahe 60 Prozent der Unternehmen die Verwendung mittels Richtlinien oder blockieren die Dienste komplett. Insbesondere wünschten sie sich eine Anbindung an Verzeichnisdienste, Zugriffe überwachen und regeln zu können. Wäre das gegeben, zöge es ganze 70 Prozent in die Cloud-Dienste.

Gute Nachrichten für alle Freunde von Dropbox und Co.: 20 Prozent der Unternehmen fürchten sich nicht vor dem Angebotsdickicht und planen, die Tools schon jetzt einzusetzen – und für die übrige Mehrheit abzuklopfen.

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