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Cloud-Lösungen: Der Kunde bestimmt Richtung und Geschwindigkeit des Einstiegs

9. September 2013 von Martin Stocker 0

Wie können Kunden mit der Cloud-Strategie von SAP Geschäftsziele punktgenau umsetzen? SAP-Experte Sven Denecken zeigt verschiedene Einsatzszenarien auf.
Lösungen aus der Cloud – was bringt das den Kunden?

Denecken: Es gibt drei Hauptvorteile von Lösungen aus der Cloud: Sie sind schneller, flexibler und skalierbarer. SAP fasst das unter dem Begriff „Business Velocity“ zusammen: Kunden können mit Lösungen aus der Cloud ihr Geschäft unkompliziert und mit der gewünschten Geschwindigkeit in die richtige Richtung entwickeln.

In der Regel bietet es den Unternehmen keinen Mehrwert, eine bestehende On-Premise-Lösung einfach durch eine entsprechende Lösung in der Cloud zu ersetzen. Vielmehr müssen die Leiter der Fachbereiche und der IT gemeinsam bei den Investitionsentscheidungen in Ergänzungsszenarien oder Weiterentwicklungen denken.

Das bedeutet?

Denecken: Wir von SAP sehen hauptsächlich drei Szenarien für den Einsatz von Cloud-Lösungen. Zum Ersten wäre hier die Ergänzung bestehender Prozesse: Hier hat beispielsweise die Nestlé-Tochter Nespresso mit Lösungen aus der Cloud bestehende Prozesse für die Anwendung SAP Customer Relationship Management schnell optimieren und erweitern können.

Zum Zweiten lassen sich mit Lösungen aus der Cloud einzelne Geschäftsbereiche oder Niederlassungen rasch mit den nötigen Prozessen ausstatten. So geschehen beim Werkzeugmaschinenhersteller Hilti, der für einige seiner Niederlassungen rein auf Cloud-Lösungen setzt, weil klassische Lösungen in puncto Kosten und Geschwindigkeit nicht mithalten konnten. Dank der umfangreichen Cloud-Lösungen für die Anwendung SAP ERP haben die Niederlassungen auch den notwendigen Freiraum.

Das dritte Szenario ist ein voller Umstieg in die Cloud. Als Beispiel wären hier Unternehmen wie Clariant, die Deutsche Bank oder SAP selbst zu nennen, die mithilfe der Cloud-basierten Plattform Ariba an ein bestehendes Geschäftsnetzwerk anknüpfen konnten und so den strategischen Einkauf grundlegend neu gestalten.

Und wie sehen das Bestandskunden, die lange Zeit in die On-Premise-Lösungen von SAP investiert haben?

Denecken: Im On-Premise-Modell betreiben die Kunden Lösungen, die ganz genau auf ihre Anforderungen abgestimmt sind und die sie voll unter eigener Kontrolle haben. Und diese funktionierenden Lösungen möchten die Kunden ja keineswegs einfach abschalten. Dennoch gehen wir hier sehr offensiv vor und geben unseren Kunden die Möglichkeit, über ein sogenanntes Cloud-Extension-Programm nicht genutzte Wartung und bestimmte On-Premise-Lösungen in Cloud-Lösungen umzuwandeln.

Denn für bestimmte Aufgaben ist die Cloud der bessere Ansatz – das bestätigt uns auch der Markt. Und wir geben den damit verbundenen Mehrwert an unsere Bestandskunden weiter. Das haben beispielsweise Nestlé oder Hilti erkannt.

Unterm Strich ist es wichtig, dass die Kunden auf den richtigen Mix achten: von On-Premise-Lösungen über Anwendungen, die sie im Hosting von einem Partner betreiben lassen, bis hin zu Cloud-Lösungen. Unsere Kunden haben den Vorteil, dass SAP diesen Mix aus einer Hand bieten kann. Wir sehen zudem, dass die Kunden lieber bei einem Hersteller investieren, der eine Plattformstrategie hat, der Integrationsszenarien bietet und der vor allem auch Innovation kann.

Und diese Innovation kommt aus der Cloud?

Denecken: Ja, als Erstes über die Cloud. Cloud-Lösungen setze ich entweder ein, wenn ich eine Best Practice für Geschäftsprozesse haben will, die mir keine Differenzierung im Markt bringen. Aber mit Cloud-Lösungen kann ich auch folgendes Szenario abdecken: Unternehmen setzen auf Lösungen in der Cloud, wenn sie schnell von Innovationen profitieren und sich im Markt Vorteile verschaffen möchten. Daher kommen die Innovationen von SAP alle zuerst über die Cloud – jedes Quartal.

Doch wer Cloud-Lösungen betreiben will, muss bestehende Systeme integrieren. Sonst wird auf Kundenseite hinterher die Zeche gezahlt, wenn ein Geschäftsprozess, der on Premise beginnt, ein mobiles Endgerät einbezieht und in eine Cloud-Lösung münden soll, nicht ganzheitlich verstanden wird. Unsere Komponenten für Cloud, Mobilität und analytische Anwendungen sind allesamt mit der SAP-HANA-Plattform verknüpft – deshalb können unsere Kunden diese Innovationen auch unmittelbar und integriert mit unseren On-Premise-Lösungen nutzen.

Zum Abschluss eine ganz andere Frage: Wie sicher ist die Cloud?

Denecken: Die Lösungen aus der Cloud bieten hohe Sicherheit, wenn die Kunden drei verschiedene Aspekte bezüglich des Herstellers sorgfältig beachten. Zuerst ist da natürlich der Aspekt der physischen Datensicherheit: Wer wie SAP über 6.000 Kunden und mehr als 30 Millionen Anwender in öffentlichen Cloud-Lösungen hat, kann für Datensicherheit, Zugriffssicherheit und Abwehrmechanismen mehr investieren als manch große Firma – und diese Sicherheit den Kunden weitergeben.

Der zweite wichtige Aspekt umfasst Fragen wie: Wo liegen meine Daten? Kann ich unternehmenskritische Daten im Haus behalten, ohne dass hierfür der gewünschte Cloud-Prozess unterbrochen wird? Oder: Wo liegen die „Cloud-Daten“? Wir haben beispielsweise Kunden, die wollen ausdrücklich, dass ihre Daten in deutschen Rechenzentren vorgehalten werden.

Der dritte Punkt ist die Portabilität. Kann ich die Daten schnell aus der Cloud zurück- oder zu einem anderen Anbieter transferieren, wenn ein Wechsel gewünscht ist?

Viele Unternehmen sehen diese drei Aspekte zu ihrer Zufriedenheit gelöst – wie sich alleine an der Reihe namhafter Kunden aller Größen und Branchen zeigt, die SAP gewinnen konnte.

Weitere Informationen:
Wie der Vertrieb bei ContiTech mit der Lösung SAP Cloud for Sales seine Kundendaten strukturiert und gebündelt hat – hier das Video anschauen.
SAP runs Ariba: SAP-Einkaufsleiter Marcell Vollmer erläutert im Video, wie SAP mit dem Ariba-Netzwerk den eigenen Einkauf gestrafft hat.
Die Zukunft ruft: Willkommen in der vernetzten Wirtschaft – Video anschauen.

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