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Branchenführer setzen auf Cloud-Optimierung

Feature | 24. August 2017 von Pat Bakey 5

Die Cloud ist unverzichtbar für die digitale Transformation in allen Branchen, meint Pat Bakey, President SAP Industries. In seinem Blog erläutert er, wie Nissan und Trenitalia maschinelles Lernen, IoT oder Augmented Reality nutzen.

Der Wunsch nach Geschwindigkeit hat den Wunsch nach einer idealen IT-Landschaft zurückgedrängt. Auf Iteratives Design wird nun viel Wert gelegt. Durch diese Veränderung hat die Cloud an Bedeutung gewonnen und ist zum zentralen Element der digitalen Transformation geworden. Unternehmen in allen Branchen haben die unmittelbaren und die langfristigen Vorteile der Cloud erkannt. Dazu zählen Zugriffsmöglichkeiten, Skalierbarkeit, Sicherheit, Zuverlässigkeit und vor allem Flexibilität.

Dieser Wandel begann erwartungsgemäß in Branchen, die eine größere Nähe zum Kunden haben, zum Beispiel Einzelhandel und Finanzdienstleistungen. Hier war der unmittelbare Bedarf zuerst erkannt worden. Der Schwerpunkt lag auf einzelnen Anwendungen und Geschäftsbereichen sowie auf kunden- und anwenderorientierten Prozessen. Die positiven Effekte des digitalen Kerns sind nun jedoch in anlagenintensiven Sektoren spürbar, wo die Vorteile der Cloud nicht unmittelbar ersichtlich waren, zum Beispiel in der Automobil- und Fertigungsindustrie. Die Auswirkungen der Cloud machen sich auch in zentralen, durchgängigen Geschäftsprozessen bemerkbar, die sich über das gesamte interne und externe Unternehmen erstrecken. Was treibt diese Ausdehnung voran? Natürlich der unstillbare Hunger nach Innovation und die Grundlage, die dadurch geschaffen wird und echte Digitalisierung ermöglicht. Unternehmen müssen wichtige Szenarien anwenden und skalieren, darunter künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und viele weitere moderne Technologien. Sie sind heute von großer Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit, denn sie helfen, Industrie-4.0-Standards zu erfüllen und kundenorientiert zu arbeiten. Agilität und Innovation müssen unternehmensweit die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.

Branchenspezifische Cloud-Optimierung ist das Prinzip auf dem SAP Leonardo basiert. Sie fördert die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produktklassen und Branchen, bietet Kunden Mehrwert und prägt künftigen Markt. All dies sind wesentliche Vorteile. Die Technik- und Automobilindustrie – einst streng getrennte Bereiche – kooperieren nun und es ist die Connected-Car-Branche entstanden, die das Internet der Dinge und maschinelles Lernen nutzt. Durch die einzigartige Kombination der neuesten Entwicklungen aus den Bereichen KI, Analysen, maschinelles Lernen, IoT und Blockchain haben die Firmen der Branche deutlich mehr Möglichkeiten, neue Angebote zu entwickeln und sich neu aufzustellen.

Hier sind Innovationsbeispiele aus verschiedenen Branchen:

Transportwesen modernisieren mit dem Internet der Dinge

Die Erweiterung der Wegstrecke und die Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit bilden einen Schwerpunktbereich im Transportwesen. Hochgeschwindigkeitsbahnen sind eine Lösung, stellen aber für Serviceanbieter eine besondere Herausforderung dar. Trenitalia, Italiens größte Eisenbahngesellschaft, ist ein gutes Beispiel für einen Branchenführer, der neue Technologie einsetzt, um ein hartnäckiges Problem anzugehen und führend in der Branche zu sein. Mit zwei Millionen Passagieren pro Tag und zweieinhalb Millionen Zug-Kilometern pro Jahr ist die Infrastruktur einer erheblichen Belastung ausgesetzt. Trenitalia hat mehr als 30.000 Lokomotiven im Einsatz. Die Wartung könnte jederzeit zu einem Alptraum werden. Deshalb nutzt das Unternehmen die Möglichkeiten des Internets der Dinge und wertet Daten von Tausenden von Sensoren aus, um den Verschleiß zu überwachen. Während die unmittelbaren Vorteile bessere Anlagenoptimierung und höhere Effizienz sind, liegt der größte Nutzen in einem besseren Kundenerlebnis und der dauerhaften Bindung von Privat- und Geschäftsreisenden.

Automobilbranche: Nissan entwickelt Innovationsplattform

Ein Fahrzeugkauf lief früher immer gleich ab: ein Besuch im Autohaus, ein Gespräch mit einem Verkäufer, eine Probefahrt. Und wenn das Auto den Erwartungen des Kunden entsprach, kam es zum Verkaufsabschluss. Heute wird dem Kunden ein einheitliches, kanalübergreifendes Erlebnis geboten und er wird in den Prozess eingebunden. Schon beim Design erhält er eine Vielfalt an Konfigurationsoptionen. Als einer der weltweit größten Autohersteller hat Nissan Motor diesen Trend erkannt und eine digitale Innovationsplattform entwickelt, auf der die Stärken von Cloud, Big Data, IoT und mobilen Lösungen vereint sind. So hat Nissan Motor die Prozesse in der Lieferkette durchgängig verknüpft – vom Zulieferer bis zum Verbraucher zu Hause – und schafft so neue Möglichkeiten für den Einzelhandel ohne Lagerhaltung, besseren Abgleich von Bedarf und Beschaffung und mehr Kundenorientierung dank Datenanalysen.

Diese Investition in eine auf die Bedürfnisse der Automobilbranche zugeschnittene Cloud hat zu mehr Verkaufsabschlüssen und einer Stärkung der Marke geführt. Big Data sind heutzutage die besten Autoverkäufer.

Zusammenhänge herstellen in der Cloud

In Anbetracht all dieser Innovationen fällt mir auf, dass es häufig ein Missverständnis gibt. CIOs und andere IT-Entscheidungsträger glauben fälschlicherweise, dass der digitale Wandel und die Cloud-Einführung im Alles-oder-Nichts-Schema bewerkstelligt werden müsse. Unabhängig davon, wo sich Unternehmen auf der digitalen Reifekurve befinden, ist es wichtig, in Technologien zu investieren, die den digitalen IQ und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens steigern. Die Cloud ist ein unverzichtbares Tool, um dieses Stadium zu erreichen. Und es ist nie zu spät, mit der digitalen Transformation des Unternehmens zu beginnen.

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