Der mit den Daten dealt

Feature | 12. April 2011 von Daniel Hardt 0

In tiefer Verbundenheit: Crossgates B2B-Netzwerk bringt Partner zusammen (Screenshot: Crossgate)

In tiefer Verbundenheit: Crossgates B2B-Netzwerk bringt Partner zusammen (Screenshot: Crossgate)

Kleinere und mittlere Unternehmen verzichten bei der Integration von Geschäftspartnern häufig auf elektronischen Datenaustausch (EDI) –  Kosten für Hardware und Implementierung der Partner schrecken ab.

Mit SAP Information Interchange by Crossgate –mit dem Status SAP Solution Extension – werden hingegen  Daten und Dokumente unterschiedlichen Formats über das Business-Ready-Netzwerk transferiert und angeglichen. Niedrigere Kosten durch den Verzicht auf Eins-zu-Eins-Verbindungen zwischen Partnern und der Bezug von EDI-Dienstleistungen on Demand, machen EDI so für den Mittelstand interessant.

Business-Ready-Netzwerk

Über das Business-Ready-Netzwerk lassen sich beispielsweise elektronisch Ausgangsrechnungen verschicken (e-invoicing), wodurch papierbasierte Dokumente überflüssig werden. Insgesamt mehr als 40.000 Unternehmen sind per Standardschnittstelle in die Transaktionsplattform integriert und empfangen beispielsweise Rechnungen als PDF-Dokument.

Zwei Wege stehen dazu bereit:  Unternehmen die keine EDI-Daten empfangen können, erhalten die signierten Rechnungen über eine e-Box auf der Crossgate-Plattform. Die Benachrichtigung erfolgt per E-Mail inklusive PDF-Rechnungskopie.

Ansonsten werden Rechnungen als EDI-Datensatz direkt ins ERP übermittelt. Die e-Invoicing Leistungen von Crossgate decken den Prozess der ein- und ausgehenden Rechnungen inklusive Signatur, Compliance Monitoring und revisionssicherer Langzeitarchivierung ab.

Grundsätzlich läuft der Datenaustausch als Service On Demand ab, Änderungen der hauseigenen Systemarchitektur sind nicht vonnöten, die individuelle Anpassung und Synchronisierung der Lieferkette stellt eine Kostenersparnis von 0,25 bis 1,25 Prozent des Umsatzes in Aussicht.

Unternehmen können Dokumente als Fax, E-Mail, SMS, RFID, GPS über das Web oder als EDI verschicken – das Netzwerk integriert Übertragungswege und vermeidet Inkompatibilitäten. Müssen auf Grund festgelegter Standards Papierrechnungen versendet werden, sorgt ein Print-Service für Erstellung und Versand der Druckdateien.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SAP Information Interchange


So läufts: Intergrationsprozess mit SAP Information Interchange (Grafik: SAP AG)

So läufts: Intergrationsprozess mit SAP Information Interchange (Grafik: SAP AG)

SAP Information Interchange

Seit 2010 steht SAP Anwendern SAP Information Interchange by Crossgate zur Verfügung, inklusive weiterer Vorteile. Als SAP Solution Extension ausgewiesen, ist die Lösung für SAP-Applikationen optimiert.

SAP Information Interchange beinhaltet eine B2B-Content Engine zur Konvertierung von SAP Prozessen und liefert Geschäftspartner-Profile als B2B-Content, was einen Adhoc-Datenaustausch ermöglicht. Vorkonfigurierte SAP Prozessprofile für die SAP Business Suite und SAP Support machen den Gebrauch von Information Interchange komfortabel.

Anwender wählen zwischen zwei Implementierungsarten: Bei der Inhouse-Variante kümmert sich die interne IT um die Anbindung ans Business-Ready-Netzwerk. Beim Managed-Service-Modell übernimmt Crossgate Einrichtung, Betrieb und Anpassungen der Geschäftspartnerprofile.

Integration: NetWeaver PI & IDOC

Für SAP Information Interchange existieren fünf Kommunikationsprofile für unterschiedliche Prozesse und Industrien:

  • Order (Bestellungen)
  • Order Response (Besestellbestätigung)
  • Delivery Forecast (Lieferavise)
  • Advance Shipment Notes/Delivery Notes  (Lieferabrufe/ Lieferscheine)
  • Invoice (Rechnungsstellung)

Der Datenaustausch mit Fremdsystemen erfolgt über IDOC. Mit IDOC als Standardschnittstelle, gelangen Daten direkt aus dem SAP ERP ins Fremdsystem. Für die Integration externer und interner Geschäftsprozesse empfiehlt sich SAP NetWeaver Process Integration (SAP NetWeaver PI).

Mehr als 3.000 Unternehmen haben sich bereits für  NetWeaver PI als SOA Middleware entschieden. Zum Angebot zählen hierbei ein Enterprise Services Repository, ein Enterprise Service Bus (ESB), vorkonfigurierte Integrations-Templates sowie spezifische Adaptoren zur technischen Unterstützung der ‚End-to-End’-Integration.

Tags: ,

Leave a Reply