Dabei sein ist alles

Feature | 12. August 2012 von Andreas Schmitz 0

Foto: istockphoto

„Noch nicht, aber wir werden in die Cloud gehen, schauen nur noch, wann und womit“ antwortet kürzlich ein IT-Verantwortlicher auf die Frage, wie man im Hause mit Cloud Computing umgehe. Wenn er an der oben gemeinten Studie teilgenommen hat, würde er zu einer kleinen Minderheit gehören, die in Hinsicht auf eine Cloud-Strategie offenbar noch massiv Nachhilfe brauchen. Das kann aber nicht ganz stimmen, denn der Herr gehörte zu einem großen weltweit tätigen Konzern. Er dürfte also recht gut informiert sein.

Mal kurz telefonieren

In einer anderen Studie befragte das Ponemon Institute über 4000 Führungskräfte zu dem größten bekannten Hemmschuh in Sachen Cloud – Sicherheit. Und was ist das Ergebnis? Die Befragten geben sich mit dem Thema Sicherheit gar nicht ab, sondern überlassen die Verantwortung einfach mal ihrem Service-Provider. Das ist ungefähr so, als würde man seinem vierzehnjährigen Sohn sagen: „Fährst Du mal das Auto in die Garage, ich muss noch mal kurz telefonieren“. Es kann gut gehen, muss aber nicht. Und letztlich trägt der Vater die Verantwortung – oder der CIO, der seinen Autoschlüssel kurzerhand seinem externen Dienstleister in die Hand drückt.

Letztendlich steckt in der Notverlagerung von Verantwortung ein Signal: CIOs sehen sich unter Druck gesetzt, Cloud-Lösungen einzusetzen, sind aber selbst gar nicht auf dem Stand, zu übersehen, welche Risiken sie in sich bergen und probieren es einfach aus. Nach dem Motto: Wird schon gut gehen. Oder eben: Ich bin in der Cloud, ich bin state-of-the-art.

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