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Das beste Geschäftsmodell für den digitalen Wandel im Personalwesen

Feature | 20. Mai 2016 von Susan Galer 0

Laut Mike Ettling, President SAP SuccessFactors, ist die Digitalisierung das Phänomen, dem sich Unternehmen heutzutage stellen müssen. Die Herausforderungen dabei sind weniger die Technologie, sondern die Veränderung von Geschäftsmodellen und die Bedeutung für die Mitarbeiter.

„Die Digitalisierung steht für einen grundlegenden Wandel: Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle umgestalten und das wirkt sich natürlich auf die Aufgaben der Mitarbeiter und die Abläufe am Arbeitsplatz aus. Personaler stehen jetzt vor der Frage, wie Mitarbeiter trotz stetig neuer Geschäftsmodelle einen Sinn in ihrer Tätigkeit finden können – das ist das Wichtigste, worum sie sich kümmern müssen“, so Ettling.

Mit diesen Worten begann er seinen Vortrag für Personalfachleute bei der internationalen SAP-Kundenkonferenz SAPPHIRE NOW und der Jahreskonferenz der SAP-Benutzergruppe ASUG. Die Veranstaltung fand diese Woche in Orlando statt. Ettling lud verschiedene Gäste zu einer Diskussion darüber ein, wie sich Personalabteilungen auf die Anforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt vorbereiten können. Der Titel seines Beitrags lautete „Preparing to Meet the Needs of A Digitally Transforming Workforce“. Seine Gesprächspartner waren Shakti Jauhar, Vice President des Bereichs Global HR Operations und Shared Services bei PepsiCo, Robert Arbogast, Bereichsleiter für HR/OA Systems and Strategy der Timken Company, und Loral Blinde, Vice President des Bereichs People & Employee Services bei American Airlines.

Neue Personalprozesse für den beruflichen Alltag

Blinde berichtete, dass Mitarbeiter von American Airlines nach dem Zusammenschluss mit US Airways mobile Lösungen einsetzten. Die Fluggesellschaft wollte dadurch die Services für Mitarbeiter verbessern.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Grundlage für ein serviceorientiertes Unternehmen zu schaffen“, sagte er. „40.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter nutzen für ihre Tätigkeiten bereits iPads. Wir möchten sie dabei unterstützen, denn das entspricht ihrem Alltag. Sie wünschen sich einfache, mobile Abläufe und wir haben jetzt die Möglichkeit, den ersten Schritt in diese Richtung zu machen.“

Arbogast sagte, dass sich das Geschäftsmodell des US-Wälzlagerherstellers Timken grundlegend wandelte, als sich die Unternehmensgröße änderte. „Wir handeln und arbeiten nun anders, wir überdenken Personalprozesse und Systeme und auch, was wir tun und wie wir es tun“, erklärte er. „Wir müssen unsere Abläufe verbessern und unsere Tätigkeiten so einfach wie möglich gestalten.“

Der US-Getränke- und Nahrungsmittelkonzern PepsiCo entwickelt zurzeit eine Personalstrategie, die den Wandel für 300.000 Mitarbeiter ermöglichen soll. Für Jauhar ist das eine Aufgabe, die nie abgeschlossen sein wird, da sich der Markt und die Technologie stetig weiterentwickeln. „Zunehmend entscheiden die Mitarbeiter, wie sie ihre Arbeit erledigen wollen“, sagte Jauhar. „Wir fördern diese Veränderung, damit Innovationen entstehen und unsere Mitarbeiter in den verschiedenen Ländern ihre vielfältigen Talente einbringen können.“

Das Geschäftsmodell entwickeln

Alle Sprecher waren sich darüber einig, dass es sehr schwierig ist, ein Geschäftsmodell für den digitalen Wandel im Personalwesen zu entwickeln. Dass sein Unternehmen das geschafft hat, schreibt Blinde sowohl den Funktionen von SAP SuccessFactors als auch der Geschäftsleitung von American Airlines zu.

„Uns war klar, dass dieses System skalierbar ist und dass diese Investition der Airline auch künftig nützen wird“, erklärte er. „Wir hatten außerdem Glück, dass bei unserem CEO die Mitarbeiterbindung und die Unternehmenskultur an erster Stelle stehen. Er hat sich dafür eingesetzt und eine Basis für den Austausch im Unternehmen geschaffen. Dies wird das erste unternehmensweite Cloud-System bei American Airlines sein.“

Auch bei PepsiCo war die Unterstützung der Führungsebene ausschlaggebend dafür, dass das Unternehmen dank SAP SuccessFactors nun über einheitliche Prozesse in 80 Ländern verfügt.

Laut Arbogast hatte die Timken Company nach dem Erwerb von mehreren kleineren Firmen ähnliche Schwierigkeiten dabei, die unterschiedlichen Systeme zu standardisieren. Sein Team nutzt ebenfalls die Optimierungsberatung von SAP SuccessFactors Employee Central, damit das Unternehmen auch im Wachstum von Funktionen des Systems bestmöglich profitieren kann.

Konfigurieren anstatt programmieren

Auch zukunftsorientierte CIOs hatten einen großen Anteil an Transformationsprojekten im Personalwesen. „Unser CIO denkt sehr vorausschauend. Er erkannte, dass wir durch die Cloud schnell und flexibel sind. Genau das brauchten wir“, erläuterte Blinde. Das ausschlaggebende Argument für alle war, dass wir nur konfigurieren und nicht programmieren müssen und damit auch die Personalabteilung weniger Aufwand hat.“

Laut Arbogast vereinfachte es den Prozess, die IT außen vor lassen zu können. „Die IT spielt bei uns nun fast keine Rolle mehr. Dies war aus unserer Sicht entscheidend“, betonte er. „Es zeigte sich, dass dies kein IT-Projekt war. Da wir die Cloud und SAP SuccessFactors eingeführt haben, brauchen wir nun keine Unterstützung mehr von der IT-Abteilung. So ist es für unsere Personaler gar kein Problem mehr, das System zu betreiben und zu pflegen.“

Ein Modell für die Zukunft

Als Antwort auf eine Publikumsfrage zum Thema Shared Services bat Ettling die anwesenden Personalfachleute, sich die intelligenten Services in der SAP SuccessFactors HCM Suite anzusehen. „Wenn Sie über ein Shared Service Center nachdenken, können Sie mit Hilfe der intelligenten Services Prozesse zusammenzuführen. Damit sind Sie in der Lage, ein Shared-Services-Modell für die Zukunft zu entwickeln und eine Plattform zu betreiben, mit der maschinelles Lernen möglich ist.”

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

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