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Das Oktoberfest im digitalen Zeitalter

Blog | 18. September 2015 von Susan Galer 0

O’zapft is – Das Oktoberfest steht an. Auf die saisonal hohe Nachfrage nach Bier können sich Unternehmen mit modernster Technik vorbereiten.

Das Oktoberfest, das mittlerweile auch fernab seiner deutschen Heimat gefeiert wird, steht vor der Tür. Anlass für mich, darüber nachzudenken, wie moderne Unternehmen auf solche saisontypischen Bräuche reagieren – Bierliebhaber eingeschlossen. Dank fortschrittlicher Technik haben Unternehmen innovative Tools in der Hand, um der Nachfrage voraus zu sein. Ganz nebenbei bemerkt: SAP-Kunden produzieren über 77 Prozent des weltweit gebrauten Bieres. Die erfolgreichsten Unternehmen agieren an der Schnittstelle zwischen Angebot und Nachfrage. Ist es möglich, dem noch einen Schritt voraus zu sein? Pünktlich zur Bier-Hochsaison verlassen einige Unternehmen gewohnte Handels- und (Geschmacks-)routen.

Amazon liefert Alkohol frei Haus

Mich faszinieren Amazons innovationsgeladene Vorstöße in Sachen Produkt und Service: Die letzte Errungenschaft des Online-Händlers enttäuscht wirklich nicht. Bier-, Wein- und Spirituosentrinker in Seattle bekommen ihren Lieblingstrunk von Amazon geliefert – auf Abruf, in einer Stunde. So etwas gab es noch nie: Eine garantierte Lieferfrist für Alkohol. Zweifelsohne werde einige Branchen diese Entwicklung sorgfältig im Auge behalten.

Wheaties: Bier zum Frühstück?

In einer exklusiven Partnerschaft mit einer ortsansässigen Handwerksbrauerei in Minneapolis brachte der amerikanische Frühstücksflockenhersteller Wheaties kürzlich ein Bier auf den Markt: das HefeWheaties. Es wird mit dem gleichen zu Malz verarbeiteten Weizen hergestellt wie das in Deutschland allseits bekannte Hefeweizen. Das gibt der altbekannten Frühstücksflockenmarke „Breakfast of Champions“, die in Amerika jedes Kind kennt, gleich eine völlig neue Bedeutung. Eine Frühstücksrevolution im Großhandel?

Bier trifft auf amerikanisches Kultgebäck

Die kalifornische Brauerei 21st Amendment sprengt die Festivitäten auf typisch amerikanische Art und bringt ein Bier auf den Markt, das nach Pop-Tarts, dem zuckersüßen amerikanischen Frühstücksgebäck, schmeckt. Das kommt wahrscheinlich nicht von ungefähr, denn im neuen Werk der Brauerei war früher der Pop-Tarts-Hersteller Kellogg’s zuhause.

Erfrischend sauber: Die Harpoon-Brauerei nutzt Wasser aus dem Charles River

Die Harpoon-Brauerei in Massachusetts, nahe meines Heimatortes, stellt aus dem gereinigten Wasser des legendären Charles River sein neues Pale Ale her. Da freuen sich vielleicht auch Freunde des deutschen Reinheitsgebots.

Welche von diesen Innovationen eine Durchbruchschance haben, ist unmöglich vorauszusagen. Die Reinigung des Charles River ist zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung. Es gibt da draußen sicherlich Leute, die auf der Suche nach einem schnellen Lieferdienst für alles und jedes sind, auch Alkohol. Zudem sind Pop-Tarts und Wheaties namhafte Marken. Und die Moral von der Geschicht: Der Kunde ist Nummer 1 oder auch nicht.

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Bildquelle: Shutterstock

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