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Modern Analytics: Selbst ist der Mitarbeiter

19. Dezember 2016 von Stefan Knopf 5

Jahrzehntelang hatten Business Intelligence und Reporting etwas von Flüsterpost. Der Fachbereich wollte Informationen aufbereiten, war dafür aber auf die Hilfe der IT-Abteilung angewiesen. Das dauerte seine Zeit, war unflexibel und führte leicht zu Missverständnissen. Im digitalen Zeitalter kann sich so etwas niemand mehr leisten. Aber es gibt eine Lösung.

Es ist schon ironisch: Uns stehen heute so viele Informationen zur Verfügung wie nie zuvor. Aber anstatt daraus bessere Entscheidungen abzuleiten, bremst Big Data viele Unternehmen aus und die Handlungsfähigkeit leidet. Schließlich ist es wesentlich komplexer geworden, Daten auszuwerten. Hand aufs Herz: Wer einen Bericht erstellen will, muss oft noch immer Tage oder gar Wochen warten, bis die überlastete IT-Abteilung die passenden Templates angelegt hat. Weil das Tempo im digitalen Zeitalter extrem anzieht, kann das verheerende Folgen haben.

Der Flaschenhals ist die Schnittstelle zwischen den Fachabteilungen und der IT. Anfragen aus Vertrieb, Controlling oder Finanzwesen an die IT-Kollegen sind häufig ungenau, beide Seiten verwenden ihr eigenes Fachvokabular und verstehen sich oft nicht, zudem hat die IT zahlreiche Tickets parallel zu bearbeiten, deren Prioritäten unklar sind. All das ist nicht neu. Bisher fehlten allerdings die technischen Möglichkeiten, die Abhängigkeit zwischen den Abteilungen aufzulösen.

Freiheit für Informationen

Inzwischen jedoch stehen moderne Analytics-Lösungen zur Verfügung, mit denen jeder – vom Mitarbeiter bis zum Topmanager – eigenständig komplexe Auswertungen, Berichte und Prognosen erstellen kann. IT-Fachkenntnisse sind dazu nicht länger nötig. Intuitive Benutzeroberflächen helfen dabei, schnell zu den gewünschten Resultaten zu gelangen und diese ansprechend aufzubereiten. Daten aus sämtlichen Systemen lassen sich direkt in individuellen Dashboards integrieren, ohne sie erst langwierig zusammentragen zu müssen. Es entstehen in kurzer Zeit aussagekräftige Analysen, die sich zudem live aktualisieren lassen. Im Hintergrund arbeitet eine Cloud-Architektur, was für Anwender in erster Linie heißt: Modern Analytics ist jederzeit und überall möglich – und mit beliebigen Endgeräten.

Weit mehr als ein Zeitgewinn

Mit Modern Analytics entfällt die Schnittstelle zur IT-Abteilung. Ohne Flüsterpost gibt es keine Missverständnisse mehr und keine Zeitverzögerungen. Das sind praktische Vorteile, doch die Effekte gehen darüber weit hinaus: Die IT-Experten können ihre Zeit mehr denn je wertschöpfend einsetzen und technische Innovationen vorantreiben. Vor allem aber stärken die Self-Services das Standing jedes einzelnen Mitarbeiters. Jeder kann sich in jedem Moment genau die Informationen beschaffen, die er gerade benötigt. Und damit alle Entscheidungen – nicht nur die großen – auf eine fundierte Basis stellen. Business Intelligence wird so von einer Fachdisziplin der Unternehmenssteuerung zum selbstverständlichen Bestandteil unseres Arbeitslebens.

BI braucht eine Strategie

Voraussetzung ist eine Plattformstrategie, die zur bestehenden IT-Landschaft passt. Schließlich startet kaum ein Unternehmen auf der „grünen Wiese“.

Im nächsten Beitrag möchte ich daher aufzeigen, worauf es beim Umstieg auf Modern Analytics im Einzelnen ankommt.

Titelbild: Shutterstock

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