Webshop und Laden: Daten bündeln

29. Oktober 2013 von Derek Klobucher 0

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Kunden sind Vertriebskanäle egal – oder sind sich gar bewusst, dass es verschiedene gibt. Für sie macht es keinen Unterschied, ob sie im Laden, online oder mit ihren mobilen Endgeräten einkaufen – für den Einzelhändler aber sehr wohl.

Viele Einzelhändler halten Daten ihres Online-Shops komplett getrennt von ihren Daten aus den Ladengeschäften. Manche trennen sogar strikt zwischen Warenbeständen von Laden und Webshop. Das Ergebnis ist oft ein heilloses Durcheinander.

Neue Anwendung bündelt isolierte Daten

In beiden Fällen fehlt Händlern der Fokus auf den Kunden.Der ist allerdings nötig. Genau dafür hat SAP eine Anwendung angekündigt, mit der Einzelhändler isolierte Kunden-, Vertriebs- und Bestandsdaten an einer Stelle bündeln können. Das hilft ihnen, das Verbraucherverhalten besser zu verstehen und darauf zu reagieren – und ihren Kunden ein konsistentes Einkaufserlebnis auf allen Kanälen zu bieten.

Video-Interview von Derek Klobucher auf dem SAP Retail Forum in Dallas/USA:

 

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Customer Activity Repository deckt ineffiziente Abläufe auf

Dieser Artikel ist Teil unseres Themenschwerpunkts Handel. Alle Beiträge zum Thema finden Sie in unserem Special.

„Haben Sie alles, was Sie über Ihren Kunden wissen müssen, in jedem Ihrer Kanäle zur Stelle?“ Diese Frage stellte Lori Mitchell-Keller, Leiterin des Bereichs Global Retail Industry Business Solutions bei SAP, einer Gruppe von Einzelhändlern kürzlich auf dem SAP Retail Forum 2013 in Dallas/Texas. „Genau hier setzt CAR an.“

Bei dem Customer Activity Repository (CAR) gehe es aber um mehr als nur um die Nutzung von Kunden- und Transaktionsdaten in allen Kanälen, ergänzte Mitchell-Keller. Im Blickpunkt stünden auch Informationen wie Bestandsdaten, der Zugriff auf Lager- und Ladenbestände und das Erkennen von ineffizienten Abläufen.

Customer Activity Repository bezieht Social-Media-Daten ein

CAR kombiniert diese Daten mit Kundenfeedback aus sozialen Medien wie Twitter, Facebook und anderen Quellen. Auf diese Weise entsteht eine einheitliche und zentrale Informationsgrundlage, mit der ein Händler Branding, Marketing, Werbung, Preisen, Merchandising, Bestandsverwaltung und vieles mehr zielgerichtet ausgestalten kann.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: CAR läuft auf SAP HANA

„Wenn Unternehmen erst einmal wissen, wer ihre Kunden sind – und welche Vorlieben sie haben – können sie entsprechend vorgehen“, sagte Sandra ten Brink, SAP Solution Engineer, in einem Video-Interview mit „SAP Business Trends“. Hierzu gehören zielgerichtete personalisiertee Sonderangebote und andere Marketingmaßnahmen.

CAR läuft auf der In-Memory-Plattform SAP HANA und ermöglicht Einzelhändlern damit einen besseren Einblick in die Kundennachfrage. Durch den Echtzeit-Überblick über die Verkaufsdaten können Einzelhändler das Verhalten ihrer Kunden besser vorhersagen, denn sie wissen, was ihre Kunden wann und wo kaufen.

Analytics: Vorhersagemodelle von CAR sollen erweitert werden

CAR wird im ersten Quartal 2014 auf den Markt kommen. Für die Zukunft sind ein besserer Zugriff auf Bestandszahlen sowie optimierte Vorhersagemodelle und operative Analysefunktionen geplant.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Alle Informationen auf einem Dashboard

Dennoch wird es kein leichtes Spiel für die Einzelhändler, da sie in ihrer Branche nicht mehr länger die „Alleinherrscher“ sind.

„Sie müssen akzeptieren, dass es ein harter Kampf ist“, sagte Ariel Luedi, CEO von hybris, auf dem SAP Retail Forum. „Sie haben den Kunden nicht mehr länger unter Kontrolle.“

CAR stellt zwar alle Information auf einem Dashboard zusammen – der Kunde bestimmt allerdings, wohin die Reise geht.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf SAP Business Trends.

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