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Datenbankmigration zu SAP HANA in wenigen Stunden

Feature | 28. April 2015 von Bärbel Schultz 0

Eine Datenbankmigration ist nichts, was Unternehmen leichtfertig auf sich nehmen. Doch mit einer Rapid Deployment Solution können sie den Umstieg auf die SAP-HANA-Plattform in nur vier Stunden bewältigen.

Aus Angst vor Systemausfallzeiten zögern Unternehmen oft, ihre Datenbank auszutauschen, selbst wenn die Vorteile auf der Hand liegen. Denn die Kosten und Auswirkungen von Systemausfallzeiten für Unternehmen können enorm sein. Viele dieser Ausfälle sind ungeplant, wie zum Beispiel Ausfälle von Flugbuchungssystemen. Es gibt aber auch Ausfallzeiten, die sich planen und steuern lassen, so wie beim Austausch einer Datenbank.

SAP hilft den Kunden der SAP Business Suite nun, ihre Bedenken zu überwinden. Mit einer SAP Rapid Deployment Solution (RDS) können Kunden der SAP Business Suite einen Wechsel zur SAP-HANA-Datenbank noch schneller und einfacher durchführen.

Kürzere Ausfallzeit = weniger Verluste

Die ersten Kunden, die mit dem neuen Verfahren zu SAP HANA migriert sind, konnten die Systemausfallzeit um über 50 Prozent verkürzen. Jede Stunde, die eingespart werden kann, bringt Kostenvorteile: Nach Schätzungen von IT-Analysten verlieren Unternehmen pro Stunde Ausfallzeit im Schnitt zwischen 84.000 US-Dollar und 108.000 US-Dollar. Die Kosten variieren nicht nur nach Branche, sondern sind auch vom Geschäftsvolumen sowie anderen Faktoren abhängig. Branchen wie Finanzdienstleister, Telekommunikation, Fertigung und Energie führen hier die Statistik mit hohen Umsatzverlusten an.

Obwohl die Schätzungen variieren, ist unumstritten, dass die Kosten und Auswirkungen von Systemausfällen in einer vernetzten Wirtschaft zunehmen. Nach einer Umfrage des unabhängigen Forschungsunternehmens Ponemon Institute stiegen die Durchschnittskosten pro Minute ungeplanter Ausfallzeit von 5.600 US-Dollar im Jahr 2010 um 41 % auf 7.900 US-Dollar im Jahr 2013.

System abschalten? Nur, wenn unbedingt nötig

Wie kann man Systemausfallzeiten möglichst kurz halten? Kim Mathäß, Product Manager für Rapid Deployment Solutions bei SAP in Walldorf, hierzu:

Kim Mathaess, Product Manager ür Rapid Deployment Solutions bei SAP

Kim Mathäß, Product Manager für Rapid Deployment Solutions bei SAP

„Mit unserem optimierten Verfahren können wir Daten während des Systembetriebs migrieren. In der Regel lassen sich rund 90 % des Kundensystems vorab und ohne Ausfallzeit transferieren. Natürlich ist es wichtig, bei der Migration während des laufenden Betriebs die Sicherheit und Konsistenz des Systems zu gewährleisten. In dieser ersten Migrationsphase zeichnen wir alle Deltainformationen auf. Das bedeutet, dass das System nur für die Migration der Deltadaten abgeschaltet werden muss. So können wir die Ausfallzeit deutlich verkürzen. Unter optimalen Bedingungen haben wir Ausfallzeiten von nur vier Stunden erreicht.“

Migration zu SAP HANA + Upgrade der SAP Business Suite

Eine Migration zur SAP-HANA-Datenbank ist auch eine gute Gelegenheit für einen Upgrade zur neuesten Version der SAP Business Suite. Ein separates Upgrade ist allerdings nicht immer erforderlich. Die Verbindung von Software-Upgrade und Datenbankmigration verlangsamt den Gesamtprozess nicht und auch in dieser Kombination kann die Gesamtausfallzeit reduziert werden.

Mathäß erklärt: „Wir haben nicht nur den Migrationsprozess vereinfacht, sondern auch den Upgrade-Prozess integriert und einfacher gemacht. Erst vor Kurzem wollte ein SAP-Kunde aus der Fertigungsindustrie ein Upgrade seines SAP-ERP-Systems durchführen und zu SAP HANA migrieren. Unkomprimiert hatte die Quelldatenbank 2 TB. Mit dem neuen Verfahren lag die technische Ausfallzeit für das Upgrade auf SAP ERP EhP 7 und die Migration zu SAP HANA unter sechs Stunden. Wenn man die weiteren Schritte wie beispielsweise das Testen hinzurechnet, betrug die Gesamtausfallzeit weniger als ein Tag.“

Migration leicht gemacht

Neben der Angst vor der Systemausfallzeit gilt es, andere Bedenken auszuräumen, die SAP-Business-Suite-Kunden im Zusammenhang mit einem Wechsel zu SAP HANA haben. Hierzu gehören die Unberechenbarkeit des Projektumfangs, der Kosten, des Zeitrahmens und der Risiken.

Deshalb bietet SAP begegnet ein sorgfältig getestetes Migrationsverfahren an, das eine bessere Planung ermöglicht. Die Rapid Deployment Solution automatisiert den Migrationsprozess mit einer Kombination aus vorkonfigurierter Software, standardisierten Inhalten und Anleitungen für Benutzer. Ergänzt wird die Lösung durch SAP Services, die eine professionelle Planung und eine erfolgreiche Implementierung gewährleisten.

SAP empfiehlt, mit einem konkreten Plan zu beginnen, und bietet ein Festpreispaket mit einem klar umrissenen Umfang und Services für das technische Design. Ziel ist es, eine optimale Strategie für die Nutzung von SAP HANA und die Migration festzulegen, bei der der Systemausfall möglichst kurz und die Risiken minimal sind. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Vorteile von SAP HANA voll ausschöpfen

Mathäß ist sich sicher: „Mit unserem Verfahren, das die Ausfallzeit deutlich verkürzt, konnten wir die Zweifel unserer Kunden ausräumen und sie von den Vorteilen einer Migration zu SAP HANA überzeugen. Ich kenne nicht einen Kunden, der diesen Schritt bereut hat. Ganz im Gegenteil: Die Kunden können nun die Vorzüge einer leistungsstarken Echtzeitplattform voll ausschöpfen. Und sie geben zu, dass dies die paar Stunden Ausfallzeit wert war. Gleichzeitig haben sie jetzt eine perfekte Ausgangsposition, um auch von anderen Innovationen der SAP, die auf SAP HANA laufen, und von In-Memory Computing in Echtzeit zu profitieren.”

Weitere Informationen

Foto: Shutterstock (Feature)

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