Die DSAG: Ein starkes Netzwerk

Feature | 25. August 2008 von admin 0

Interessen fest im Fokus! Foto: DSAG

Als Verein gegründet wurde die DSAG am 25. Juni 1997. Ihr Ziel: Die Interessen der Anwender zusammenführen und gegenüber SAP vertreten. Mitglieder können rechtlich selbständige Unternehmen, Institutionen und Behörden sein, die SAP-Software einsetzen.

Die Wurzeln der DSAG gehen zurück auf eine lose Interessengruppe von Anwendern aus dem Jahr 1994. Seit ihrer Gründung entwickelte sich die DSAG zu einer starken Anwendergruppe, die sich als Kommunikationsplattform im SAP-Umfeld und als strategischer Partner der SAP etabliert hat. Durch vertrauliche Informationen kann die DSAG frühzeitiges Feedback geben (Trusted Advisor).

Das partnerschaftliche Verhältnis mit der SAP AG wurde im Jahr 2000 durch die Unterzeichnung einer offiziellen Kooperationsvereinbarung besiegelt.

Gemeinsam mit SAP erarbeitet die DSAG zahlreiche Kundenanforderungen, die in neue, verbesserte Produkte einfließen können. Trotz der engen Zusammenarbeit mit dem Softwareunternehmen ist die DSAG eigenständig sowie organisatorisch, finanziell und im Innenverhältnis zu SAP unabhängig.

Drei Säulen

Die Ziele der DSAG formuliert DSAG-Geschäftsführer Dr. Mario Günter so: „Mitgliedern schnell und umfassend Informationen an die Hand zu geben, die sie dabei unterstützen, ihre Geschäftsprozesse zu verbessern. Neben der Förderung des Erfahrungsaustauschs unter den Mitgliedern geht es uns darum, Einfluss auf die Strategien und das SAP-Porfolio zu nehmen, um bedarfsgerechte Lösungen für Kunden zu schaffen.”

So fußt die DSAG auf drei Säulen: Netzwerk, Erfahrungsaustausch, Einflussnahme. Für die Mitglieder soll die Anwendergruppe ein permanenter Informationspool rund um SAP sein.

DSAG-Ziele auf einen Blick

  • Einfluss nehmen auf die Strategie und den Softwareentwicklungs-Prozess und bedarfsgerechtere Lösungen und Services schaffen.
  • Kommunikationsplattform für den Erfahrungs- und Informationsaustausch unter Anwendern – und mit SAP.
  • Anwender dabei unterstützen, durch exklusiven Wissensvorsprung Entscheidungen mit SAP-Bezug fundierter zu treffen.
  • Die Effizienz des SAP-Einsatzes in den Mitgliedsunternehmen steigern.
  • Aus- und Weiterbildung fördern.
  • Netzwerke zu anderen Anwendern und SAP.
  • Exklusive Produktinformationen durch Informationsaustausch mit SAP.

Die Entwicklung

1997 zählte die DSAG 180 Mitgliedsunternehmen. Seitdem ist der Verband im Durchschnitt um rund 20 Prozent jährlich gewachsen. Das Ergebnis heute: Die DSAG umfasst mehr als 2.000 Mitgliedsunternehmen, darunter fast alle DAX-Unternehmen. Mit über 25.000 Einzelpersonen ist sie in den elf Jahren ihres Bestehens zu einer der weltweit größten Anwendergruppen gewachsen und nach der Unternehmenszahl sogar die Größte.

Seit der Integration der österreichischen SAP-Anwender in die Organisation 2004 ist die DSAG grenzüberschreitend aktiv. Derzeit zählt die DSAG in Österreich über 110 Unternehmen und über 1.000 Einzelmitglieder, in der Schweiz sind über 1.100 Mitglieder aus über 100 Unternehmen involviert.

Die Organisation

Beispiel: Arbeitskreis BI & CPM

Der mit über 2.000 registrierten Mitgliedern zweitgrößte Arbeitskreis in der DSAG folgt laut DSAG-Arbeitskreissprecher Hariolf Knecht folgendem Ablauf: „Wir organisieren drei- bis viermal jährlich Treffen, zu denen 140 bis 180 Teilnehmer kommen. Auf der Tagesordnung stehen Erfahrungsberichte sowie SAP-Vorträge zu neuen Business Intelligence (BI)-Technologien und Funktionalitäten. Ein Schwerpunkt liegt derzeit auch auf der Integration von Business Objects ins SAP-Produktportfolio. Die Arbeit wird durch jeweils einen SAP-Ansprechpartner unterstützt, der aus dem BI-Produktmanagement oder der Entwicklungsabteilung kommt. Die Ergebnisse werden anschließend in Roll-in- und Usability-Workshops von anderen Arbeitskreis-Teilnehmern gestestet.”

Die Mitglieder sind in 32 verschiedenen Arbeitskreisen organisiert, die wiederum in einzelne Arbeitsgruppen unterteilt sind. Sie sind der Eckpfeiler der DSAG-Philosophie, denn sie sorgen für den themenorientierten Austausch der Mitglieder untereinander und mit SAP. Eine permanente Kommunikation erfolgt in den Foren des DSAG Net – dem geschützten Mitgliederbereich des Onlineauftritts der DSAG. Es fungiert als Wissensmarktplatz mit einer Vielzahl an Diskussionsforen sowie einem Downloadbereich, über den aktuelle Informationen, Ergebnisse aus den einzelnen Arbeitsgruppen und Arbeitspapiere ausgetauscht werden.

Zum grenzüberschreitenden Networking gehört ferner der Austausch mit Anwendergruppen außerhalb des deutschsprachigen Raums. Als Netzwerk der Netzwerke fungiert seit Mai 2007 das SAP User Group Executive Network, kurz SUGEN, das globale SAP-Sprachrohr. Die DSAG hat dieses Netzwerk mitinitiiert.

Die Zukunftsstrategie

Prof. Dr. Karl Liebstückel ist seit 2007 DSAG-Vorstandsvorsitzender. Bei allem Erreichten hat die DSAG künftig viele wichtige Themen auf der Agenda: „Enterprise Support, Enterprise SOA, SAP Business ByDesign oder die Globalisierung stellen uns immer wieder vor neue Herausforderungen”, sagt er. Begegnen will er diesen mit mehr Praxisnähe in der Enterprise-SOA-Qualifizierung sowie einer höheren Einflussnahme auf die SAP-Produktentwicklung. Dazu gehört auch der Ausbau des strategischen Dialogs mit SAP.

Seine Vision: In zehn Jahren sind alle SAP-Kunden im deutschsprachigen Raum DSAG-Mitglieder. Dafür soll u. a. auch die Umstrukturierung des Verbands im kommenden Jahr sorgen.

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