Die größten Sorgen der CIOs

Feature | 19. November 2013 von Friederike Orths 0

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CIOs gelingt es immer noch nicht, die IT als strategischen Business-Partner im Unternehmen zu verankern. Das ist ein Ergebnis der länder- und branchenübergreifenden CIO-Studie von Deloitte. Fast 70 Prozent  der mehr als 700 befragten IT-Verantwortlichen aus 36 Ländern geben an, Geschäftsstrategien zu unterstützen und umzusetzen sei der größte Nutzen ihrer Arbeit. Gleichzeitig haben 61 Prozent das Gefühl, nicht als gleichwertiger Partner wahrgenommen zu werden. Budgetkonflikte verschärfen diesen Eindruck noch. Die Studienautoren empfehlen IT-Chefs, sich besser mit anderen Abteilungen zu vernetzen. Das könne der Schlüssel sein, um die Situation langfristig zu verbessern.

Jedem zweiten CIO bereitet der Fachkräftemangel Kopfzerbrechen

Die Studie deckt weitere Problembereiche auf. So hat mehr als die Hälfte der CIOs Schwierigkeiten, Personal mit der richtigen Kombination aus Technologiekenntnissen und Geschäftssinn zu finden. Im Sinne des Unternehmens denken und handeln zu können, bleibt eine stark begehrte Kompetenz bei Mitarbeitern. Auch Fachkräfte, die strategisch denken und zielgerichtet kommunizieren können, sind laut knapp der Hälfte der Befragten nur mühsam aufzutreiben. Eine mögliche Gegenmaßnahme ist es laut der Studie, mehr Entwicklungsmöglichkeiten für IT-Personal zu schaffen: Nur zwölf Prozent der CIOs geben beispielsweise an, ihre Mitarbeiter auch in anderen Geschäftsfeldern einzusetzen. Ihre Talentstrategien zu überdenken und zu überarbeiten, wird für CIOs eine elementare Aufgabe in der nächsten Zeit sein, so Deloitte.

Ein weiterer Schmerzpunkt liegt beim Thema Innovation: Für zwei Drittel der CIOs ist Innovation essentieller Bestandteil der Geschäftsstrategie. Drei Viertel der Befragten geben an, auch eine konkrete Vorstellung zu haben, was sie zur Innovationsstrategie ihres Unternehmens beisteuern könnten. Allerdings sagen zwei von drei IT-Verantwortlichen, dass sie in ihrem Unternehmen keine bedeutende Rolle bei Innovationsentwicklungen spielen. Viel Potenzial für Neuerungen liegt laut der CIO-Studie in Technikbereichen wie Big Data und Analytics. Die bessere Strukturierung und Analysierbarkeit von großen Datenmengen bietet CIOs Chancen, einen Wertbeitrag zu liefern und intern Anerkennung zu bekommen..

Insgesamt zeichnet sich ab: Die Anforderungen an CIOs wachsen, und damit die Bedeutung ihrer Rolle im Unternehmen. Umfangreiche Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, sehen die Studienautoren für IT-Chefs, die alte Strukturen durchbrechen und sich neuen, ganzheitlichen Denkansätzen öffnen.

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