Die Non-IFRS-Kennzahlen der SAP: Schätzungen für die Unterschiede zwischen IFRS und Non-IFRS im Geschäftsjahr 2012 (Webnachricht)

Pressemitteilung | 23. März 2012 von SAP News 0

WalldorfDie SAP veröffentlicht ihren Jahresausblick zu bestimmten Umsatz- und Ergebniskennzahlen. In regelmäßigen Zwischenberichten wird über die Erreichung der Gesamtjahresziele berichtet. Um eine Abstimmung zwischen dem veröffentlichten Ausblick und der SAP-internen Planung auf Segment- und Unternehmensebene zu erreichen, verwendet die SAP für den externen Ausblick dieselben Kennzahlen wie für die interne Berichterstattung und Planung. Diese Kennzahlen werden auf einer anderen Grundlage als IFRS berechnet und werden daher als Non-IFRS-Kennzahlen bezeichnet.

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiedsbeträge zwischen IFRS- und Non-IFRS-Kennzahlen auf das Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2011 sowie Schätzungen für das Geschäftsjahr 2012:

Die Schätzungen in dieser Tabelle sind überholt. Die aktuellen Schätzungen finden Sie unter “Grundlagen der Berichterstattung”

Non-IFRS-Kennzahlen (in Mio. €) Ist-Beträge 2011 Geschätzte Beträge für 20121)
Abschreibung auf abgegrenzte Erlöse 27 110 bis 130
Nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten2) +717 Unter 10
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme3), 4) 69 460 bis 500
Akquisitionsbedingte Aufwendungen5) 448 480 bis 520
Restrukturierungsaufwendungen 4 Unter 25
1) Alle Bereinigungspositionen fallen zum Teil in anderen Währungen als dem Euro an. Folglich unterliegen die Beträge Währungsschwankungen. Alle auf 2012 bezogenen Schätzwerte in der obigen Tabelle beruhen auf den aktuellen Ist-Kursen und werden aufgrund bestimmter Annahmen hinsichtlich der Entwicklung verschiedener Wechselkurse berechnet. Je nachdem, wie sich diese Wechselkurse künftig entwickeln, können die Gesamtbeträge für 2012 erheblich von den Schätzwerten in der obigen Tabelle abweichen. Wir weisen darauf hin, dass unser Ausblick auf währungsbereinigten Zahlen beruht.
2) Wir werden alle neuen Informationen zur Entwicklung des TomorrowNow-Rechtsstreits im Hinblick darauf prüfen, ob wir unsere Rückstellung in Zukunft anpassen müssen. Dies könnte zu einer Veränderung des Schätzwertes in der obigen Tabelle führen.
3) Unsere Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen unterliegen verschiedenen Faktoren. Hierzu gehören unter anderem Schwankungen des SAP-Aktienkurses, Schwankungen bei der Wertentwicklung der SAP-Aktie gegenüber dem Tech PGI Index sowie die Mitarbeiterfluktuation bei SAP. Die Schätzungen in der obigen Tabelle beruhen auf bestimmten Annahmen hinsichtlich dieser Faktoren. Je nachdem, wie sich diese Faktoren künftig entwickeln, können die Gesamtaufwendungen für 2012 erheblich von unseren Schätzungen abweichen.
4) Die oben angegebenen Schätzwerte für die anteilsbasierte Vergütung basieren auf den bis dato bestehenden Vergütungsprogrammen sowie den Aktienzuteilungen im Rahmen der vorhandenen Programme. Neue anteilsbasierte Vergütungsprogramme oder Änderungen an bestehenden Programmen können zu erheblichen Abweichungen zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Gesamtwerten für 2012 führen.
5) Die oben angegebenen Schätzungen für akquisitionsbedingte Aufwendungen basieren auf den Übernahmen, die SAP bis dato vorgenommen hat. Weitere Akquisitionen könnten zu erheblichen Abweichungen zwischen den Schätzwerten und den Gesamtwerten für 2012 führen.

Die oben genannten Schätzungen sind unabhängig von SAP’s Ausblick und in diesem nicht enthalten. Diese Webnachricht stellt keine Aktualisierung des Ausblicks dar.

Warum erwarten Sie für 2012 einen Anstieg der Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme gegenüber 2011?

Der Anstieg der Aufwendungen für die anteilsbasierten Vergütungsprogramme ist vornehmlich auf die folgenden Gründe zurückzuführen:

  • Anfang 2012 führte die SAP zwei neue anteilsbasierte Vergütungsprogramme ein: das Employee Participation Program (EPP) 2015 für Mitarbeiter sowie den Long Term Incentive Plan (LTI-Plan) 2015 für Mitglieder des Vorstands. Teilnehmer sollen bis 2015 jährliche Zuwendungen aus diesen 2012 beginnenden Vergütungsprogrammen erhalten. Nähere Informationen hierzu finden Sie in der ebenfalls heute veröffentlichten Webnachricht SAP erweitert die Beteiligung von Mitarbeitern und Vorstand am Unternehmenserfolg
  • Im Rahmen der Akquisition von SuccessFactors ist die SAP dazu verpflichtet, bestimmte anteilsbasierte Vergütungsprogramme für die Mitarbeiter von SuccessFactors weiterzuführen. Darüber hinaus plant die SAP, ein weiteres anteilsbasiertes Vergütungsprogramm für SuccessFactors-Mitarbeiter aufzulegen, das in dieser Schätzung bereits enthalten ist. Der variable Anteil an der Gesamtvergütung der SuccessFactors-Mitarbeiter war in der Vergangenheit prozentual höher als der fixe Anteil. Das neue Vergütungsprogramm soll sicherstellen, dass diese Gehaltsstruktur erhalten bleibt.
  • Den Mitgliedern ihres Senior-Leadership-Teams (SLT) sowie Mitarbeitern, die besondere Leistungsträger sind, gewährt die SAP weiterhin virtuelle Aktienoptionen mit Barausgleich im Rahmen des sogenannten SAP Stock Option Plan. Das Budget für den SAP Stock Option Plan 2012 wurde gegenüber 2011 angehoben.
  • SAP bietet ihren Mitarbeitern seit 2010 ein Share Matching Plan an. SAP hat in 2012 entschieden diesen Plan zu erweitern und hat anlässlich des 40. Geburtstages des Unternehmens die Anzahl der Bonusaktien erhöht.
  • Unsere Schätzungen zur Höhe der Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen beruhen auf verschiedenen Annahmen. Diese Annahmen betreffen Schwankungen des SAP-Aktienkurses, die Wertentwicklung der SAP-Aktie gegenüber dem Tech PGI Index, die Erreichung finanzieller Ziele sowie die Mitarbeiterfluktuation bei SAP. Nachdem die SAP im Jahr 2011 neue Mitarbeiter durch organisches Wachstum gewann, hat sich die Mitarbeiterzahl 2012 bereits durch die Übernahme von SuccessFactors erhöht. Bis dato ist auch der Kurs der SAP-Aktie im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und hat sich besser als der Vergleichsindex Tech PGI entwickelt. All diese Faktoren wurden bei unseren Schätzungen berücksichtigt. Je nachdem, wie sich diese Faktoren künftig entwickeln, können die Gesamtaufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen im Jahr 2012 erheblich von unseren Schätzungen abweichen.

Überblick über die IFRS- und Non-IFRS-Kennzahlen der SAP

IFRS-Umsatzzahl IFRS-Ergebniszahl
+ Abschreibung auf abgegrenzte Erlöse + Abschreibung auf abgegrenzte Erlöse
= Non-IFRS-Umsatzzahl +/- Akquisitionsbedingte Aufwendungen
+/- Währungseffekte im Vergleich zum Vorjahr +/– Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme
= Währungsbereinigte Non-IFRS-Umsatzzahl +/– Nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten
+/– Restrukturierungsaufwendungen
= Non-IFRS-Ergebniszahl
+/– Währungseffekte im Vergleich zum Vorjahr
= Währungsbereinigte Non-IFRS-Ergebniszahl
Währungsbereinigte Non-IFRS-Operative Marge = Währungsbereinigtes Non-IFRS-Ergebnis
Währungsbereinigter Non-IFRS-Umsatz

Die Unterschiede zwischen unseren IFRS- und Non-IFRS-Kennzahlen lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Abschreibung auf abgegrenzte Erlöse:
    • Im Rahmen von Akquisitionen übernommene Supportverträge oder Cloud-Subskriptionsverträge erzeugen auch nach dem Zeitpunkt der Übernahme weiterhin Erlöse, die in die Support- oder Cloud-Subskriptionserlöse der SAP einfließen. Gemäß IFRS werden solche aus Akquisitionen stammenden Supporterlöse zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) und damit unter dem vertraglich vereinbarten Wert gebucht. Die SAP bereinigt ihre Non-IFRS-Umsatz-, Ergebnis- und Margen-Kennzahlen, um zu zeigen, welche Erlöse das erworbene Unternehmen ausgewiesen hätte, wenn es eigenständig geblieben wäre.
    • Die 2011 erfassten Effekte resultierten aus der Akquisition von Sybase und betreffen die Supporterlöse nach IFRS.
    • Sofern keine weitere große Akquisition erfolgt, resultieren die zukünftigen Effekte aus der Akquisition von SuccessFactors und betreffen die IFRS-Cloud-Subskriptions- und -Supporterlöse. 
  • Nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten:
    • Gemäß IFRS dürfen Unternehmen Gewinne/Verluste aus Geschäftsbereichen, die bereits veräußert oder stillgelegt wurden oder zu Veräußerungszwecken gehalten werden, nicht in das Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit einfließen lassen. Dies gilt jedoch nur, wenn es sich dabei um einen wesentlichen separaten Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich handelt. Die SAP bereinigt ihre Non-IFRS-Kennzahlen für Umsatz, Ergebnis und Marge ebenfalls um Bereiche, die bereits veräußert oder stillgelegt wurden, jedoch keinen wesentlichen separaten Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellen.
    • Bei den nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten handelt es sich aktuell im Wesentlichen um die Geschäftseinheit TomorrowNow, deren Geschäftsbetrieb eingestellt wurde, die jedoch nie einen wesentlichen Geschäftszweig der SAP darstellte.
  • Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungsprogramme:
    • Bestimmte Elemente der Mitarbeitervergütung bei SAP sind variabel und hängen von der absoluten oder relativen zukünftigen Entwicklung des SAP-Aktienkurses ab. Die operativen Aufwendungen, die SAP für solche Vergütungsprogramme erfasst, basieren auf dem Aktienkurs und können von Periode zu Periode erheblich schwanken. Dies hängt mit den Veränderungen des SAP-Aktienkurses und der Wertentwicklung der SAP-Aktie gegenüber dem TechPGI Index zusammen. Einige Programme hängen auch von der Erreichung bestimmter Finanzkennzahlen (KPIs) ab. Der Aufwand für diese Programme hängt vom tatsächlichen Erreichungsgrad dieser KPIs ab. Die Kennzahlen Non-IFRS-Ergebnis und Non-IFRS-Operative Marge werden vollständig um die Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütung bereinigt.
  • Akquisitionsbedingte Aufwendungen:
    • Bei einer Akquisition anderer Softwareunternehmen oder geistigen Eigentums werden gewöhnlich immaterielle Vermögenswerte in der Bilanz erfasst, die die erworbene Geschäftseinheit unter Umständen nicht bilanziert hätte, wenn sie intern erstellt wurden. Nach der Akquisition werden solche immateriellen Vermögenswerte über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Darüber hinaus können Akquisitionen andere inkrementelle Aufwendungen verursachen, etwa für Restrukturierungsmaßnahmen, die Abwicklung von vor Erwerb bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen mit akquirierten Unternehmen, Gebühren für Investment-Banken und Ähnliches. Die Kennzahlen Non-IFRS-Ergebnis und Non-IFRS-Operative Marge werden um die akquisitionsbedingten Aufwendungen bereinigt.
    • Der größte Teil der akquisitionsbedingten Aufwendungen, die SAP im Jahr 2011 erfasst hat, resultieren aus der Akquisition von Sybase und Business Objects. Sofern keine weitere große Akquisition erfolgt, wird der größte Teil der akquisitionsbedingten Aufwendungen im Jahr 2012 auf diese beiden Akquisitionen sowie auf die Akquisition von SuccessFactors zurückzuführen sein.
  • Restrukturierungsaufwendungen:
    • Gemäß IFRS werden Aufwendungen für eine Restrukturierung (d. h. eine grundsätzliche, durch das Management geplante und gesteuerte Umorganisation mit wesentlichen Auswirkungen auf den Charakter und Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit) dann vollständig als Aufwand erfasst, wenn ein formeller Restrukturierungsplan vorliegt und eine realistische Erwartung der Umsetzung dieses Plans besteht. . Eine große Umstrukturierung kann daher zu erheblichen einmaligen Aufwendungen führen. Die Kennzahlen Non-IFRS-Ergebnis und Non-IFRS-Operative Marge werden um die Aufwendungen für Restrukturierungen bereinigt.
    • Aufwendungen, die außerhalb einer Restrukturierung anfallen, werden nicht eliminiert, selbst wenn sie mit Restrukturierungsaufwendungen vergleichbar sind. Abfindungsaufwendungen werden nur dann eliminiert, wenn die Abfindungen im Rahmen eines Restrukturierungsplans anfallen.
  • Wechselkursbereinigung:
    • Die Umsatz- und Ergebniskennzahlen der SAP sind sowohl von Mengenveränderungen als auch von Wechselkursveränderungen betroffen. Damit schwerpunktmäßig das Mengenwachstum betrachtet werden kann, bereinigt SAP Währungseffekte, indem Fremdwährungen anhand der durchschnittlichen Wechselkurse des Vorjahres anstatt des laufenden Jahres umgerechnet werden.
    • Die SAP stellt ihre Non-IFRS-Kennzahlen sowohl zum tatsächlichen als auch zum bereinigten Wechselkurs dar. Der Ausblick basiert jedoch auf währungsbereinigten Zahlen.

Eine genauere Beschreibung dieser bereinigten Kennzahlen und ihrer Beschränkungen sowie zu währungsbereinigten Veränderungen und zum Free Cashflow finden Sie unter Erläuterung zu Non-IFRS-Finanzinformationen auf http://www.sap.de/investor.

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