Die Stadt der Zukunft

Feature | 28. Februar 2013 von Uta Spinger 0

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Foto: istockphoto.com

Ein großes Thema auf dem MWC war die Connected City, die vernetzte Stadt. Denn schon im Jahr 2050 wird 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Dies wird eine große ökonomische und soziale Herausforderung für die neuen Mega-Cities. Die Lösung könnten mobile Netzwerke bieten, die intelligente Dinge im Internet der Dinge verbinden und so Informationen zu Hauf generieren, die die Stadtverwaltungen und ihre Bürger nutzen können.

Intelligente Dinge erleichtern uns das Stadtleben

Wie ein Leben in solch einer Connected City aussehen könnte, erfuhren die Besucher gleich vor Ort: Eine richtige Straße mit Cafés, Hotel, Autos, Fahrrädern und Häusern war in der Kongresshalle aufgebaut.

Aber in dieser Stadt leben nicht nur Menschen, sondern auch intelligente Dinge, die mit Sensoren ausgestattet und via M2M-Kommunikation miteinander verbunden sind.

Passiert in dieser smarten Stadt etwa ein Unfall, meldet dies eine der zahlreichen Kameras, die überall an neuralgischen Punkten angebracht sind, der Polizei sofort. Die Einsatzkräfte sind dann schnell vor Ort und der Verkehr kann von der Zentrale umgeleitet werden, bevor ein Stau entsteht. Die Mega-City Rio de Janeiro nutzt diese Technologie bereits.

Fährt man trotz intelligent gesteuerter öffentlicher Verkehrsmittel mit dem eigenen Auto, ist man jedoch keineswegs auf sich gestellt: Das Navi dirigiert den Fahrer mit Hilfe von Predictive Analysis erstellter Verkehrsmuster um die Staus herum, findet dank Restaurantfinder aus dem App Store, der auf der SAP Mobile Platfom läuft, ein Sushi-Restaurant und kann schon mal auf dem Heimweg die Heizung anschalten, damit die Wohnung wohlig warm ist.

Sparen kann der kluge Autofahrer auch dank einer Versicherung, die einen Nutzer-basierten Tarif berechnet: Man bezahlt nach gefahrenen Kilometern und Nutzerverhalten.

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Nimmt man lieber den Zug zur Arbeit, haben Netzbetreiber wie Ericsson auch schon eine Lösung parat. Das „Window of Opportunity“ ist kein normales Fenster. Es kann mehr. Die Situation ist bekannt: Man sitzt im Zug und telefoniert oder will eben schnell eine Mail verschicken und plötzlich hat man kein Netz mehr. Wie ärgerlich. Bald könnte es eine Lösung geben: Über eine eingebaute Antenne könnte sich das Handy künftig beim Fenster, an dem man sitzt, anmelden.

Ob ein Zug Verspätung hat, erfährt der Metronutzer in Echtzeit über eine App, die im App Store erhältlich ist Gibt er noch weitere Präferenzen an, erhält er auch personalisierte Informationen, beispielsweise, wenn ein Geschäft an der Metrostation einen Sale hat. Die Montrealer Metro setzt diese Lösung bereits ein und bekommt so Zugang zu ihren Kunden.

Rundumversorgung

Die alternde Gesellschaft im Blick, ist auch das Haus der Zukunft smart. Sensoren im Haus melden, wenn sich der Bewohner längere Zeit nicht bewegt und vielleicht Hilfe benötigt.

Und die intelligenten Straßenlaternen wissen dank Informationen in Echtzeit genau, wann es dunkel wird und die Stadt Licht braucht. Dann können die Bewohner dieser smarten City tief und beruhigt schlafen.

Wie SAP und Deutsche Telekom den Hamburger Hafen smart machen

Der Hamburger Hafen boomt und wächst kontinuierlich. In einigen Jahren sollen hier 25 Millionen Container abgewickelt werden. Dieses Wachstum wird jedoch zunehmend zu einem Problem: Staus und Platzsorgen bereiten den Verantwortlichen Sorgen. SAP Research arbeitet deshalb mit der Deutschen Telekom an einer IT-Plattform mit Cloud-Services, die Firmen, Partner und Kunden des Hafens besser miteinander vernetzen könnte. Über Geofencing hat die Hafenverwaltung die ankommenden Lastwagen im Blick und kann die Trucker besser dirigieren. Denn derzeit verbringen diese rund die Hälfte ihrer Zeit mit Warten. Die Trucker wiederum erhalten von ihren Spediteuren ein Mobilgerät mit Informationen über den Hafen.

Und der Service endet nicht in Hamburg. Fahren sie beispielsweise von Hamburg nach Barcelona zum Mobile World Congress, um beim Aufbau der Messe zu helfen, haben sie auch dort Zugriff auf den Dienst. Dazu gehört auch das mobile Bezahlen, sowohl für private Zwecke, aber auch, wenn etwa ein Ersatzteil für den LKW benötigt wird.

Link:

Boston – Beispiel einer Smarten City: Boston About Results

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