Trotz E-Book: Bücherwurm bleibt Bücherwurm

Feature | 18. Oktober 2012 von Sebastian Nikoloff 0

Foto: iStockphoto

Insgesamt wurden in der repräsentativen Studie über 1.000 E-Book-Leser befragt.  Ziel war herauszufinden, ob eine Verdrängung des  gedruckten Buches durch ihren digitalen Gegenpart stattfindet.

Dies lies sich in der Studie nicht bestätigen – im Gegenteil: Heraus kam, dass E-Book-Leser mehr Hardcover-Bücher kaufen als reine Papierliebhaber. So kaufen 50 Prozent der E-Book-Nutzer mindestens fünf Hardcover-Bücher im Jahr – von den reinen Buchlesern sind dies lediglich 39 Prozent. Nur bei den günstigeren Taschenbuchausgaben schlagen die E-Book-Freunde nicht in rauen Mengen zu wie reine Buchleser: Nur 66 Prozent kaufen mehr als 3 Bücher im Jahr gegenüber 68 im Jahr.

Das E-Book verdrängt also keineswegs das Papierbuch. Stattdessen wird es in anderen Situationen gelesen, vor allem unterwegs. Das Wohnzimmer ist dagegen nach wie vor Domäne der Bücher.

Amazon ist Spitze

Amazon nahm mit seinem Online-Angebot erneut die Spitzenposition aller E-Book-Anbieter ein und konnte diese noch ausbauen. Mit einem deutlichen Vorsprung kaufen Nutzer dort 79 Prozent aller Leser ihre E-Books. Abgeschlagen sind die Shops der Filialisten wie Thalia, Weltbild oder Hugendubel mit jeweils 24 bzw. knapp 20 Prozent oder Plattformen wie iTunes (19 Prozent).

Die Nachfrage wird noch steigen: Im Schnitt geben E-Book-Käufer jetzt schon gut 50 Euro pro Jahr aus.

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