E-Learning und Zusammenarbeit in einem Universitätsklinikum

Feature | 12. Dezember 2005 von admin 0

Die Organisation verfügt bereits über eine voll funktionsfähige ERP-Lösung für Finanz- und HR-Funktionen und die damit verbundenen Backoffice-Aufgaben. Außerdem sind Klinik- und Abteilungslösungen im Einsatz, die durch dedizierte Server miteinander verknüpft sind.
Ziel: Die Lehrkräfte wollen ihre Studenten besser einbinden und ausbilden. Außerdem wollen sie von ihren Büros auf dem Campus oder von zu Hause aus auf Universitätsdaten zugreifen und von jedem beliebigen Rechner aus mit Krankenhausmitarbeitern und Studenten kommunizieren.
Auch die Klinikleitung stellt Anforderungen an das neue System. Sie möchte die Kosten für das Management und den Betrieb der komplexen IT-Landschaft senken. Neue Kernprozesse, insbesondere für Diagnose, Behandlung und Pflege, sollen den Patienten in den Mittelpunkt stellen. Zudem sollen administrative und klinische Prozesse nahtlos miteinander verbunden sein. Darüber hinaus müssen medizinische Mitarbeiter und Pflegepersonal von einer Fülle administrativer Aufgaben entlastet werden. Auch ländliche Krankenhäuser in der Umgebung, Allgemeinmediziner und ambulante Leistungserbringer sollen in das Gesamtsystem integriert werden.
Lösung: Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Funktionsvielfalt der Siemens Soarian und SAP Healthcare Lösung führt die Universitätsklinik ein gemischtes Online-Lernsystem ein. Unterstützt werden sowohl der traditionelle Unterricht als auch neue E-Learning Methoden. Mit Hilfe dieses Systems, das ein Lernmanagement-System, eine Autorenumgebung und ein Content-Management-System mit dedizierten Web-Portalen umfasst, entwickelt sich die Klinik zu einem Zentrum für E-Learning und medizinische Innovationen. Professoren sind in der Lage, Unterrichtseinheiten online anzubieten und sich im Portal jederzeit über die Fortschritte der Studenten zu informieren.
Selbstbedienungs-Portale ermöglichen es den Professoren, intensiv zusammenzuarbeiten und über eine sichere Verbindung zum Stammdatenverzeichnis der Universität Forschungsergebnisse auszutauschen. Das verbessert die Kommunikation erheblich und bewirkt Synergien im akademischen Umfeld. In Verbindung mit dem HR-Modul können die Wissenschaftler diese Funktion zudem nutzen, um Medizinstudenten online zu prüfen.
Die klinischen Ziele des Krankenhauses können in Standardprozessen und Arbeitsabläufen abgebildet werden, unterstützt durch dynamische Arbeitslisten und Alarmfunktionen. Die festgelegten klinischen Prozesse werden überwacht: Sobald ein Prozess seinen zuvor festgelegten Normbereich verlässt – zum Beispiel, wenn die maximale Wartezeit eines Patienten in der Radiologie überschritten wird – erhält der für diesen Prozess verantwortliche Mitarbeiter eine Benachrichtigung und kann Gegenmaßnahmen einleiten.
Darüber hinaus können die Mitarbeiter der Klinik Patientenunterlagen, wie Überweisungsformulare und Entlassungsschreiben, Berichte, Laborergebnisse und Bilder, mit externen Gesundheitsdienstleistern austauschen; das medizinische Personal innerhalb und außerhalb der Universitätsklinik bekommt Zugriff auf gemeinsam genutzte Patientenakten. Dabei werden Datenschutz und Datensicherheit garantiert, weil die Lösung neueste Verfahren sowohl zur Authentifizierung als auch zur Datenübertragung nutzt.

Alexander Fischer

Tags: ,

Leave a Reply