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E-Recruiting: Die Perspektive des Kandidaten entscheidet

Feature | 4. März 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Vom Bewerber zum Umworbenen: Potenzielle neue Mitarbeiter sind heutzutage „Kunden“, die ein Unternehmen passend ansprechen sollte. Worauf bei dieser Außenwirkung zu achten ist und wie clevere Add-Ons dabei helfen, weiß der SAP-Special-Expertise-Partner Promerit.

Viele Unternehmen sprechen von Talentmanagement, selten jedoch setzen sie es perfekt um. Wer sein eigenes E-Recruiting einmal unter dem Blickwinkel des Kandidaten betrachtet und versucht, ihn im Bewerbungsprozess als „Kunden“ zu sehen, erkennt schnell die Lücken in der „Candidate Experience“. Und darauf kommt es an, berichtet Andreas Schultejans, Partner bei Promerit HR+IT Consulting: „Heute müssen sich Unternehmen in gewisser Weise mit ihren Stellenportalen bei den Kandidaten bewerben – und sollten deshalb dort auch auf die Bedürfnisse der Interessenten eingehen.“ Seine Erfahrung zeigt, dass im E-Recruiting Ähnliches gilt wie für den Webshop eines Unternehmens: Die individuellen Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen und das „richtige“ Kauferlebnis zu bieten bringt den Erfolg.

Viele Unternehmen müssen sich für eine zielgruppenorientierte Ansprache und Kommunikation neu aufstellen. „Gehaltswünsche stehen nicht mehr an erster Stelle, vielmehr sind junge Bewerber an Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen interessiert“, berichtet Schultejans. Das heißt im Umkehrschluss, dass sich Unternehmen ihren Zielgruppen viel stärker als attraktiver Arbeitgeber präsentieren müssen – und zwar authentischer, offener, ehrlicher. Denn: „Eine falsche Außendarstellung können Unternehmen heute gar nicht mehr aufrechterhalten“, so Schultejans. Zudem bewegen sich Bewerbungsprozesse in der Generation Y weg von Papier und E-Mail hin zu sozialen Netzwerken. In einer Studie von Potentialpark (2012) gaben bereits 57 Prozent der Befragten an, dass sie über soziale Businessnetzwerke mit Unternehmen interagieren möchten.

Modernes E-Recruiting erfordert ein Umdenken

Welche Hausaufgaben kommen hierbei auf Unternehmen zu? „Es geht darum, aus der Perspektive des Kandidaten zu denken. Oder plakativ formuliert: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“, sagt Schultejans. Das Stellenportal als „Gesicht zum Bewerber“ spielt hier eine bedeutende Rolle. Mit dem „Candidate User Interface (CUI)“ bietet Promerit daher ein Add-On, mit dessen Hilfe Unternehmen ihrer Anwendung SAP E-Recruiting eine individuelle Form verleihen und sich auch in puncto Usability von Wettbewerbern abheben können.

„Unsere Erfahrung zeigt, dass es an erster Stelle auf zielgruppenspezifische Inhalte, aufbereitet in ansprechendem Design, ankommt.  Bewerber wollen einfach, schnell und wirksam an die richtigen Informationen kommen“, erklärt Schultejans. Im Falle des CUI von Promerit verbessern grafische Elemente die Bedienung: So kann der Bewerber beispielsweise eine interaktive Weltkarte nutzen, um freie Stellen zu durchsuchen. In Verbindung mit der „mobilen Suche“ sind die ausgeschriebenen Stellen jederzeit greifbar. Aber: „Gerade für mobile Endgeräte kommt es im ersten Darstellungsschritt darauf an, die wesentlichen Inhalte verdichtet zu kommunizieren und den Erstkontakt zu erleichtern“, weiß Schultejans. Bosch nutzt zum Beispiel das CUI von Promerit mit einer HTML5-optimierten Oberfläche, die sich nicht nur auf dem PC, sondern auch mobil nutzen lässt – unabhängig vom Betriebssystem des Smartphones oder Tablets.

Kandidatenprofil bequem importieren, individuelle Analysen starten

Funktionelle Erweiterungen von SAP E-Recruiting eröffnen den Unternehmen zudem umfangreiche Möglichkeiten, einen positiven Eindruck bei Jobsuchenden zu hinterlassen. So wird dem Kandidaten der Bewerbungsprozess beispielsweise durch den „Social Media Connector“ von Promerit erleichtert – er macht ein mühsames Abtippen des Lebenslaufs überflüssig. Das Add-On sorgt dafür, dass sich Informationen aus dem persönlichen XING-Profil schnell und unkompliziert direkt in das Onlinebewerbungsformular übernehmen lassen.

Aber auch in Sachen Auswertungen punkten Add-Ons. Mit dem „Analyzer“ rufen Nutzer aus dem Management, Recruitment oder den Fachbereichen Ad-hoc-Berichte auf – jeweils zugeschnitten auf Rolle und Zugriffsberechtigung. Sie müssen dazu lediglich die gewünschte Auswertung auswählen, Kriterien per Klick zusammenstellen, Filter setzen, fertig. Wahlweise in tabellarischer Form oder als Grafiken dargestellt, sind die Ergebnisse einfach weiterzuverarbeiten. „Die Anzahl neuer Bewerbungen, die Effizienz des Recruitingprozesses oder die Eignung bestimmter Veröffentlichungskanäle und viele weitere relevante Kennzahlen lassen sich somit direkt auswerten“, sagt Schultejans.

Das Add-On erleichtert die Steuerung von Recruitingprozessen, liefert aber auch marketingrelevante Daten. Der Tipp vom Promerit-Experten Schultejans: „Gleich beim Einstieg in ein E-Recruiting-Projekt die richtigen Messpunkte für Kennzahlen definieren, weil sich das auf viele Prozesse auswirkt. Eine spätere Softwareanpassung ist hier häufig aufwendig und damit teuer.“ Promerit-Kunden wie Audi sind diesen systematischen Weg gegangen – und profitieren dadurch heute in Sachen E-Recruiting durch eine flexible und bewerberorientierte Plattform. Denn Fakt ist: Der „War for Talents“ wird sich in den kommenden Jahren sicher verschärfen. Mit passenden Konzepten und der richtigen technischen Unterstützung sind Unternehmen mit Weitblick schon heute perfekt vorbereitet.

Weitere Informationen:
Informationen rund um Promerit und die smarten SAP-E-Recruiting-Add-Ons finden Sie unter www.promerit.de und http://promerit.de/talent-management-tools/.
Bei Interesse können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren: Per Telefon unter +49 (69) 50 50 08 – 600 oder per E-Mail welcome@promerit.com.

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