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Ehrenamtliches Engagement der SAP-Mitarbeiter: CyberMentorin für junge Mädchen

19. Dezember 2015 von Jasminka Webb 0

Christine Regitz engagiert sich im Rahmen der Initiative CyberMentor als Mentorin für junge Mädchen mit Interesse an technischen Berufen.

Cybermentor


„Autos würden anders aussehen, wenn mehr Frauen an der Entwicklung beteiligt wären.“

– Christine Regitz, Vice President User Experience in der SAP-Entwicklung

CyberMentor richtet sich gezielt an Schülerinnen im Alter von 12 bis 18 Jahren, die sich für so genannte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) interessieren. Ziel der Initiative ist es, jungen Mädchen mögliche Zukunftsperspektiven aufzuzeigen und Orientierungshilfe zu bieten. Jeder Schülerin wird für ein Jahr lang eine persönliche Mentorin zugeteilt, die ihrerseits auch in einem MINT-Beruf arbeitet. Beide tauschen sich dann über eine geschützte Online-Plattform rund um Fragen zu Schule, Studium, Beruf und Alltag aus. Christine, die bereits seit Jahren immer wieder neue Menteees betreut, berichtet begeistert von einer Schülerin der 11. Klasse, die sich eines Tages überglücklich meldete: „Jetzt weiß ich es! Ich will Luft- und Raumfahrttechnik studieren“. Es sind Momente wie dieser, die Christine immer weiter motivieren, Frauen in technischen Berufen zu fördern. „Wir brauchen Frauen in technischen Berufen. Autos würden anders aussehen heute, wären Frauen intensiver an der Entwicklung beteiligt. Dann gäbe es neben automatischen Fensterhebern sicherlich auch automatisch ausfahrende Kindersitze“, begeistert sich die Powerfrau. „Frauen sind eine Bereicherung in jedem technischen Umfeld.“

Neben ihrer Arbeit als Mentorin engagiert sich Christine seit Jahren ehrenamtlich in der Gesellschaft für Informatik (GI) für das Thema Frauen und Informatik. Denn, dass es Frauen mit Interesse an sogenannten MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) nicht immer leicht haben, weiß sie aus eigener Erfahrung: Bereits in der Schule standen Mathematik, Physik und Informatik ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. „Wenn Du aber niemand in Deinem privaten Umfeld hast, der Dich hier unterstützt, bist Du völlig auf Dich alleine gestellt“, erinnert sich Christine. So wurde ihr in der Studienberatung beispielsweise von ihrem favorisierten Mathematikstudium abgeraten, aufgrund der angeblich wenig interessanten Zukunftsaussichten. „Ich wäre dankbar gewesen, hätte ich damals jemanden gehabt, der mir bei der Entscheidung kompetent geholfen hätte“, erinnert sich Christine. Und auch jemanden, der ihr die Ängste hätte nehmen können. „Man denkt, es stimmt etwas nicht mit einem selbst“, wenn man sich als Mädchen für Naturwissenschaften interessiert. Gerade hier bieten die Mentorinnen von CyberMentor auch umfassende Betreuung und zeigen den Mädchen, dass sie auch als naturwissenschaftlich interessierte Frauen noch immer „Frau“ sein können, was immer das für die Einzelne bedeuten mag.

Dass CyberMentor ein nachhaltiges Konzept bietet, belegen die Zahlen: Von allen jungen Frauen, die das Mentoring in Anspruch nehmen, studieren am Ende siebzig Prozent ein MINT-Fach.

Wenn auch Sie als Mentorin junge Frauen unterstützen möchten, können Sie sich hier informieren.

Weitere Informationen:
CyberMentor
Gesellschaft für Informatik


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