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Ehrenamtliches Engagement der SAP-Mitarbeiter: Kleidersammlungen für Drogensüchtige in Zürich

17. Dezember 2015 von Gudrun Weitzenbürger 0

Keywan Nadjmabadi organisiert Kleidersammlungen für Bedürftige in einer Zürcher Anlaufstelle für Drogensüchtige.

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„Es war nicht einfach, Bedürftige oder eine Anlaufstelle zu finden.“

– Keywan Nadjmabadi, Head of Business Transformation Services bei SAP in Zürich

Zürich hat den Ruf eine reiche Finanzstadt zu sein. Dass hier auch Drogenkonsum und Armut zu Hause sind, scheint auf den ersten Blick unwirklich zu sein. Das erfuhr auch Keywan Nadjmabadi, als er vor fünf Jahren gesammelte warme Winterkleidung an sozial Schwache abgeben wollte. „Es war nicht so einfach, Bedürftige oder eine Anlaufstelle zu finden“, beklagt der IT-Berater. In seiner Nachbarschaft in Zürich Selnau stieß er auf eine von vier Kontakt- und Anlaufstelle für Drogensüchtige, die schließlich dankbar seine Geschenke annahm. Die so genannten „Drogenstübli“ stammen aus einer Zeit, in der sich der Drogenmüll unter der Kornhausbrücke zu türmen begann und bis zu 1.500 Drogensüchtige auch aus dem Ausland den „Platzspitz“ unweit des Hauptbahnhofs belagerten. Der gute Ruf der Finanzstadt drohte zu kippen. Die Drogenstuben sollten eine Lösung bieten: Hier bekommen Schwerstsüchtige Beratung, medizinische Grundversorgung, einen heißen Kaffee oder auch mal warme Kleidung. Nicht nur ihnen macht Nadjmabadi auch in diesem Jahr wieder eine Freude: Die Einrichtung gibt die mehrmals im Jahr im Kollegen- und Freundeskreis zusammen getragenen Kleider und Decken, kleine Möbelstücke und überflüssiges Geschirr auch an andere Hilfsbedürftige weiter.


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