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Ein guter Einstieg in die digitale Zukunft

Feature | 14. Juli 2015 von Susan Galer 0

Die Partner Wissensfabrik und SAP bereiten Schüler schon früh auf ihre digitale Zukunft vor.

Die Partnerschaft zwischen der Wissensfabrik und der SAP zeigt, dass Kenntnisse in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) schon sehr früh vermittelt werden können – tatsächlich bereits im Kindergartenalter. So erlangen die Kinder die Fähigkeiten, die sie benötigen, um in der digitalen Welt zurechtzukommen und um das Leben in einer digitalen Welt auch selbst zu gestalten.

Die Wissensfabrik ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. In Zusammenarbeit mit über 120 Unternehmen und Stiftungen hat der Verein bereits Bildungsprojekte für 700.000 Schulkinder und 12.000 Lehrer durchgeführt. Das aktuelle Pilotprojekt, das gemeinsam mit der SAP und anderen Partnerunternehmen entwickelt wurde, richtet sich an Kinder zwischen neun und 16 Jahren.

„Als globales IT-Unternehmen hat die SAP auch die Aufgabe, die komplexen Technologielandschaften zu vereinfachen, damit Lehrer und Schüler die Fähigkeiten erwerben, die sie benötigen, um die geschäftlichen Herausforderungen der digitalen Wirtschaft zu meistern“, erklärte Christiane Bauer, Leiterin des SAP-Programms Young Thinkers. „Wir haben unheimlich viel IT-Wissen und der beste Weg, dieses Wissen mit anderen zu teilen, ist die Zusammenarbeit in einem Netzwerk von Unternehmen, Hochschulen, Ministerien und engagierten Pädagogen.“

Ein Netzwerk für gemeinsames Lernen aufbauen

Das Young-Thinkers-Programm wurde von der SAP University Alliances (UA) Community ins Leben gerufen, die sich schon seit Langem für die Förderung von Nachwuchskräften und jungen Unternehmensgründern einsetzt. Mehr als 2.100 Institutionen in 89 Ländern nehmen an der SAP UA Community teil. Das Young-Thinkers-Programm bietet weltweit 300 Bildungspartnerschaften, die Kinder im Grundschulalter fördern. Für die Teilnahme an ihrem Pilotprojekt hat die SAP geeignete Schulen ausgewählt. Und nun ermittelt die Wissensfabrik die passenden Institutionen, die noch keine privatwirtschaftlichen Beziehungen mit Mitgliedsunternehmen haben.

„Wenn Sie die nächste Generation der IT-Experten inspirieren möchten, dann sollten Sie frühzeitig anfangen und Schüler in Grundschulen ansprechen, bevor diese ihre Berufswahl getroffen haben“, fügte Bauer hinzu. „Deshalb haben wir unser Programm über den Hochschulbereich hinaus ausgedehnt.“

Wissen statt finanzieller Mittel

Die neuen Technologien ändern sich so schnell, dass es für Lehrer und Schüler schwierig ist, stets über das notwendige Wissen zu verfügen, um die Innovationen zu verstehen und nutzen zu können. Hier kommt die Wissensfabrik ins Spiel. Sie bietet tatkräftige Unterstützung, indem sie die Erfahrung und das Know-how innovativer Unternehmen weitergibt. Sie fördert die Weiterbildung Jugendlicher und betreut Start-ups als Mentor.

„Unser Verein arbeitet mit über 120 Unternehmen und Stiftungen zusammen. Wir fördern nicht mit Geld, sondern wir helfen der nächsten Generation sich auf die Zukunft vorzubereiten“, betonte Annemie Diefenthal, die bei der Wissensfabrik den Bereich Kommunikation verantwortet. „Wir haben die Erfahrung und die Best Practices, um bei Jugendlichen das Interesse an MINT-Fächern zu wecken. Denn oft ist es so, dass sie diese Themen für zu kompliziert halten. Wir möchten sie auf diese Berufe aufmerksam machen, indem wir ihnen altersgerechte Projekte anbieten, die Spaß machen und gut nachvollziehbar sind – für Schüler ebenso wie für Lehrer.

Am anderen Ende der Jugend-Skala hat die Wissensfabrik bereits mehr als 180 Start-up-Unternehmen gefördert. Sie alle haben ihren Sitz in Deutschland, sind technologieorientiert und jünger als fünf Jahre. Jungunternehmer können sich für ein Mentoring-Programm bewerben und an einem jährlichen Wettbewerb teilnehmen, bei dem es ein intensives einjähriges Coaching zu gewinnen gibt. Im Rahmen des Coaching-Programms erhalten sie Unterstützung von Experten aus Privatunternehmen, die ihnen Tipps zum Aufbau ihres Geschäftsmodells geben – von der Produktentwicklung über Marketing und Vertrieb bis hin zum Support.

Flexible Lernmaterialien

Grundschullehrer, die am Programm der Wissensfabrik teilnehmen, erhalten kurze, aber detaillierte Arbeitsanleitungen zu jedem IT-Thema. Sie können den Lehrplan auswählen, der am besten zu ihrem Wissensstand und den Kenntnissen ihrer Schüler passt. Durch eine Kombination aus Vorträgen und praktischen Erfahrungen wird den Schülern oder Studierenden Fachwissen vermittelt. Die Themen sind beispielsweise Gebäude-Router, Webserver oder Programmierung.

Ludwigshafen, BASF, Wissensfabrik-Forum 2015 *** Local Caption *** -copyright by : KUNZ, Stuhlbruderhofstr 5, 67112 Mutterstadt, Germany. PSK 166623671,BLZ 54510067, Tel.+49-(0)6234-4530 , presse@foto-kunz.de

Franz Fehrenbach (Lenkungskreisvorsitzender der Wissensfabrik und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH) und Gerhard Oswald (Vorstandsmitglied der SAP SE) beim Forum der Wissensfabrik in Ludwigshafen anlässlich des zehnjährigen Jubiläums.

„Bei Lehrern und Schülern sehen wir ein breites Spektrum an Kenntnissen und Fertigkeiten ganz unterschiedlichen Niveaus. Deshalb wollen wir die Lernmaterialien flexibler gestalten – vom Einstiegsniveau bis hin zu komplexeren Informationen“, erklärte Diefenthal. „Die Inhalte müssen anpassbar sein, um die Bildungsrichtlinien der 16 Bundesländer zu erfüllen. Unsere Mitglieder sind über die ganze Republik verteilt. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass unsere Lerninhalte sich in den Lehrplan des jeweiligen Bundeslandes einfügen.

Mit der Unterstützung von SAP und anderen Mitgliedern der Wissensfabrik hat die Universität Oldenburg verschiedene Lernmodule entwickelt. Dazu zählen: das Internet verstehen, Design Thinking, 3D-Modelle und 3D-Druck, App-Erfinder, Wearable Computing und mobile Daten erkunden. Zwei Schulen haben bereits Pilotprojekte im Rahmen des Young-Thinkers-Programms durchgeführt: das Privatgymnasium Schwetzingen und die Heidelberg International School. Im nächsten Jahr wird die Wissensfabrik die Lernmodule in den Partnerschulen aller interessierten Mitglieder einführen.

Netzwerke sind die Grundlage der digitalen Wirtschaft. Sie machen Partnerschaften zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor wertvoller denn je. Die Partnerschaft zwischen der Wissensfabrik und der SAP ist nur ein Beispiel dafür, wie Firmen und Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten, um Lehrer und Schüler dabei zu unterstützen, sich frühzeitig und langfristig das Know-how für das digitale Zeitalter anzueignen.

 

Weitere Informationen:

 

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

Bildquellen: Shutterstock (Featurebild), Foto vom 10-jährigen Jubiläum über SAP

 

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