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Einzelhandel in Echtzeit bei SPAR

8. Oktober 2014 von David Trites 0

Kennen Sie das? Es ist kurz vor Ladenschluss, Sie beeilen sich, um schnell noch eine dringende Besorgung zu machen und dann ist der Artikel ausverkauft! Um den Kundenanforderungen besser zu entsprechen, will SPAR Österreich nun seinen Mitarbeitern via SAP HANA Verkaufsdaten in Echtzeit bereitstellen.

Natürlich gibt es jedes andere Produkt, nur das Regal, vor dem Sie stehen, ist leer. Also begeben Sie sich genervt und frustriert auf die Suche nach einem anderen Geschäft, das noch geöffnet hat.

Ausverkaufte Produkte sind ein weit verbreitetes Problem im Einzelhandel – und nicht nur aus dem stationären Verkauf bekannt. Obwohl Einzelhandelsunternehmen seit Jahren versuchen, Fehlbestände zu vermeiden, sind Kunden oft der Meinung, den Einzelhändler würden leere Regale nicht stören. Ist etwas ausverkauft, nehmen wir an, das Unternehmen freut sich seine Waren an den Mann gebracht zu haben. Aber das ist nicht der Fall, denn ausverkaufte Produkte sind immer mit Umsatzeinbußen verbunden. Häufig läuft das Unternehmen darüber hinaus Gefahr, Stammkunden an einen Wettbewerber vor Ort zu verlieren. Jedes Einzelhandelsunternehmen, das den Anschluss an den Wettbewerb nicht verlieren will, bemüht sich, Fehlbestände zu vermeiden. Doch die Lösung dieses Problems ist nicht so einfach, wie man denken mag.

Fehlbestände vermeiden

Die SPAR Österreichische Warenhandels AG ist ein führendes Einzelhandelsunternehmen aus Österreich, dessen Kerngeschäft sich über fünf mitteleuropäische Länder erstreckt. Mit innovativen Technologien will der Konzern Fehlbeständen entgegenwirken und sich aktuellen Herausforderungen im Einzelhandel stellen. Ziel der Einzelhandelskette ist es, Kunden ein digitales Einkaufserlebnis in Echtzeit zu bieten. Dafür müssen bestehende IT- und Geschäftsprozesse erneuert und optimiert werden. SPAR Österreich ist in den Bereichen Lebensmittel, Sportartikel, Immobilien und Einkaufszentren tätig und erzielt einen Gesamtumsatz von zwölf Milliarden Euro. Für die verschiedenen Geschäftsbereiche benötigt das Unternehmen flexible und skalierbare Geschäftslösungen.

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„Innovation ist eines unserer führenden strategischen Leitziele. Deshalb versuchen wir uns neben dem konventionellen Einzelhandel weitere Verkaufskanäle zu erschließen“, erläutert Werner Kraus, Enterprise Architect bei SPAR Business Services.

Eine Lösung, die verschiedene Verkaufskanäle bedient, bietet Einzelhändlern und Kunden Echtzeiteinblicke in und einfachen Zugang zu Beständen über alle Kanäle. Point-of-Sale-Daten sind auf Abruf verfügbar und weisen den Einzelhändler auf potenzielle Fehlbestände hin, bevor sie entstehen. Mit Systemen, die Daten in Echtzeit verarbeiten und für Abfragen bereitstellen, sollen Kunden künftig etwa über ihr Mobilgerät überprüfen können, welche Waren verfügbar sind, bevor sie zum Geschäft fahren. Ist ein Artikel ausverkauft, kann er online bestellt oder über eine andere Filiale bezogen werden.

„Wir wollen ein attraktives Kundenerlebnis schaffen, so Kraus. „Deshalb versuchen wir, unseren Kunden Informationen zur Auftragsabwicklung kanalübergreifend zur Verfügung zu stellen.“ Um diese Daten extern bereitstellen zu können, muss SPAR Österreich sie zunächst intern konsolidieren.

Bessere Einblicke dank Integration

Aufgrund der enormen Größe des Unternehmens und seines großen Geschäftsumfangs sind die Abläufe und IT-Strukturen bei SPAR Österreich komplex. „Wir arbeiten mit einer Vielzahl von Lösungen, die alle in etwa die gleichen Daten liefern“, erklärt Thomas Thalhammer, Enterprise Architect bei SPAR Business Services. Unser Ziel ist es, alle diese Daten in ein zentrales System zu integrieren.“

Künftig wird SPAR Österreich die Anwendung SAP Customer Activity Repository, ein auf der SAP-HANA-Plattform basierendes Repository für Einzelhandelsdaten, als Integrationslösung nutzen. Mit SAP Customer Activity Repository kann das Unternehmen aus seinen Point-of-Sale-, E-Commerce- und ERP-Systemen ein breites Spektrum an Datensätzen über Kunden-, Verkaufs- und Bestandstransaktionen sammeln.

„Wir möchten mit SAP Customer Activity Repository zwei Bereiche abdecken: Customer Intelligence, was alle unsere Interaktion mit dem Kunden betrifft, und Company Intelligence, alles rund um unseren Geschäftsbetrieb und die Bestandsoptimierung“, erklärt Kraus. Mit diesem einheitlichen Überblick über alle Transaktionen kann das Unternehmen wertvolle Informationen in Echtzeit aufdecken, vorhersagen und weitergeben.

„Wenn wir alle vorhandenen Daten zusammenführen und unseren Mitarbeitern im Verkauf in Echtzeit bereitstellen, können sie Kunden im Laden von Anfang an betreuen, Fragen schnell und genau beantworten und alternative Produkte und Services vorschlagen, die den Kundenanforderungen entsprechen“, sagt Thalhammer.

Erfolgreicher Umstieg auf SAP HANA

Es ist nicht das erste Mal, dass SPAR Österreich mit der SAP-HANA-Plattform arbeitet. Tatsächlich entwickelt sich das System immer mehr zum zentralen Baustein der IT-Strategie des Unternehmens. „Anfang des Jahres haben wir die Anwendung SAP Customer Relationship Management auf SAP HANA verlagert. Wir sind sehr zufrieden damit, denn der Umstieg ist sehr erfolgreich verlaufen“, erklärt Thalhammer. Das Unternehmen hat auch seine großen SAP-Business-Warehouse-Anwendungen erfolgreich auf SAP HANA migriert. In naher Zukunft sollen auch die ERP-Systeme folgen.

Die Vision von SPAR Österreich ist die Nutzung von Echtzeitdaten im Einzelhandel. Dadurch könnte das Unternehmen seinen Umsatz steigern und gleichzeitig Kosten einsparen. „Wir werden das Kundenerlebnis verbessern, mehr Informationen über unsere Kunden erhalten und so besser auf den Kundenbedarf zugeschnittene Produkte und Lösungen bereitstellen können. Darüber hinaus werden wir durch die Optimierung der Abläufe, Bestände und Auftragsabwicklung unsere Betriebskosten senken können.“

Mit dem SAP-HANA-gestützten SAP Customer Activity Repository kommt SPAR Österreich diesem Ziel einen Schritt näher. Thalhammer bringt es auf den Punkt: „Mit unserer bestehenden Systemlandschaft wären wir nicht in der Lage, so große Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten. Mit SAP HANA hingegen können wir unsere Vision von Echtzeitdatennutzung im Einzelhandel Wirklichkeit werden lassen.“

Das Kundenvideo von SPAR Österreich ansehen

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf SAP Business Trends veröffentlicht.

Foto: David Trites

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