Erdgas Südbayern geht mit SAP-Verbrauchsabrechnung produktiv

Feature | 27. Juli 2004 von admin 0

Mitte der 90-er Jahre waren die Erdgas Südbayern unter Mitwirkung der SAP-Berater von command auf die betriebswirtschaftliche Standardsoftware umgestiegen. Damals hatte man bei der Verbrauchsabrechnung noch auf eine andere Lösung gesetzt, da von SAP noch keine adäquate Branchensoftware .gab. Die bisherige Verbrauchsabrechnung wurde jetzt durch die Branchenkomponente SAP Utilities ersetzt. „Das Provisorium aus eigener Verbrauchsabrechnung und SAP-Basismodulen hatte so gut funktioniert, dass ESB vier Jahre länger als ursprünglich geplant mit dem System-Mix gelebt hat“, so Klaus Nitschke, Bereichsleiter bei der command ag. Die bisherige Lösung an die Anforderungen des neuen Energiewirtschaftsgesetzes und des Energie-Daten-Managements (EDM) anzupassen, wäre jedoch zu aufwändig gewesen – alle Energieversorger mit mehr als 100.000 Kunden müssen gemäß EU-Vorgaben Netz und Vertrieb entflechten (Unbundling). Deshalb wurde intern bei ESB dann im Februar 2003 bereits mit den Vorarbeiten, wie z.B. Ressourcenplanung, begonnen.
Die Einhaltung von Zeit- und Kostenrahmen war dabei keine Selbstverständlichkeit, handelte es sich doch nahezu um eine komplette ERP-Umstellung. Der command-Projektleiter Rudolph Dimitrijevic erklärt: „Ein Durchschnittsprojekt bei einem Energieversorger liegt zu circa 80 Prozent bei den branchenspezifischen Modulen und nur zu 20 Prozent bei den Klassikmodulen wie Rechnungswesen.“ Die Daten mussten migriert, Tarife in IS-U neu eingerichtet und die Stammdatenmodelle in der SAP-Verbrauchsabrechnung neu angelegt werden. Hinzu kamen die Umstellung des Rechnungswesens auf Massenkontokorrent, die Neuanlage des Mahnwesens mit definierten Mahnstufen sowie das Erfassen aller Geräte- und Zählerdaten in SAP. Eine große Herausforderung war laut Dimitrijevic die Schulung der ESB-Mitarbeiter. Ein ausgefeiltes Schulungskonzept, das unter der Federführung des Projektleiters der ESB, Herrn Bauer, entwickelt wurde, stellte sicher, dass sämtliche Mitarbeiter an den 13 ESB-Standorten von Pfaffenhofen bis Traunreut gleichzeitig mit SAP an den Start gehen konnten.

Quelle: command ag

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