Erneuerte ERP für erneuerbare Energie

Feature | 13. Februar 2008 von Dr. Andreas Schaffry 0

“The Pioneers of Power” lautet das Motto der SOLON AG für Solartechnik mit Hauptsitz in Berlin. 1997 gegründet und 1998 als erstes Solarunternehmen in Deutschland an der Börse notiert, gehört der Konzern zu den Pionieren und Innovatoren im Bereich der Solartechnik. Seit seiner Gründung wächst das Unternehmen rasant.

Es ist heute einer der größten europäischen Solarmodulproduzenten mit Tochtergesellschaften und Produktionsstandorten in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und den USA, die unter dem Dach einer Holding zusammengefasst sind. Der Gesamtumsatz im Jahr 2006 betrug – erwirtschaftet von konzernweit mehr als 650 Mitarbeitern – rund 346 Millionen Euro, eine Steigerung von über 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Expansion mit IT-Unterstützung

“Aufgrund der starken Expansion benötigen wir eine IT-Unterstützung, die konzernweit einen transparenten Überblick über sämtliche Geschäftsabläufe sowie alle Zahlungsströme liefert”, erklärt Dieter Neberg, Projektleiter IT der SOLON AG. Dies war mit der bislang heterogenen IT-Landschaft nicht möglich, die aus einer ERP-Software von Sage sowie einer Stand-alone-Lösung für die Produktion bestand.

Die Ausgangslage war unbefriedigend und der Umstieg auf eine integrierte, zukunftsfähige und international verwendbare ERP-Lösung, die die rasante Unternehmensentwicklung bestmöglich unterstützt, zwingend erforderlich. Das Management der SOLON AG beschloss daher, sämtliche Geschäftsbereiche und -standorte auf einer einheitlichen ERP-Plattform zu vereinen.

Nach sorgfältiger Marktsondierung fiel die Wahl auf die SAP-Business-All-in-One-Lösung SPEED ME des IT-Gesamtlösungsanbieters ai informatics. SPEED ME bietet viele vorkonfigurierte branchentypische Abläufe, was eine rasche Implementierung ermöglicht. Überzeugt haben die SOLON AG ferner der attraktive Festpreis, die Branchenkompetenz des Beraterteams von ai informatics sowie die internationale Projektunterstützung des IT-Dienstleisters.

In Zusammenarbeit mit den Beratern gelang es, die Branchenlösung innerhalb von nur sieben Monaten einzuführen. Der Produktivstart für die derzeit 120 Anwender an den Standorten Berlin und Greifswald erfolgte im Januar 2007 nacheinander in nur zwei Wochen Abstand. Darüber hinaus steht nach den internationalen Roll-Outs von SPEED ME an den SOLON-Standorten in den USA und Italien auch dort der Produktivstart noch im Frühjahr 2008 an. Im Endausbau sollen weltweit rund 300 bis 400 Anwender mit der neuen Lösung arbeiten.

Lagerbestände per Mausklick überblicken

In Berlin und Greifswald machten sich die Vorteile der mithilfe der SAP-basierten Branchenlösung integrierten Geschäftsprozesse rasch bemerkbar. Unterstützt von SPEED ME bildet das Solarunternehmen Kernprozesse nun im Rahmen einer einheitlichen Konzernstruktur und auf Grundlage konsolidierter Stammdaten ab.

Sämtliche Informationen von der Bestell- und Auftragsabwicklung bis hin zur Fakturierung werden zentral erfasst, verwaltet und verteilt. Mitarbeiter in Einkauf und Fertigung überblicken mit wenigen Mausklicks konzernweit alle Lagerbestände und gleichen diese mit den Bedarfsanforderungen aus den Aufträgen ab. Hierdurch lassen sich Termin- und Materialplanungen sowie Beschaffungs-, Fertigungs- und Lagerprozesse bedarfsgerecht und wirtschaftlich steuern.

Bisher manuelle und papiergebundene Prozesse bei der Intercompany-Abwicklung laufen heute weitgehend automatisiert. Das beschleunigt Abläufe bei internen Bestellungen und Verrechnungen und sorgt zudem für eine hohe Prozesssicherheit.

Rasche Konzernabschlüsse

Ein weiterer Vorzug der Branchenlösung ist, dass Daten zu Kosten und Umsätzen aus den angeschlossenen Konzernbereichen und -gesellschaften sofort in die Finanzbuchhaltung fließen und sich dort jederzeit auswerten lassen.

Zugleich schafft der Solarmodul-Hersteller unternehmensweit einheitliche Standards für die interne und externe Berichterstattung. So ist es künftig möglich, sowohl Quartals- und Jahresabschlüsse des Konzerns nach IFRS als auch Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften nach lokalem Recht zeitnah zu erstellen. “Dadurch überblicken wir die Konzernentwicklung genauer und setzen künftig unsere Wachstumsstrategie noch gezielter um”, ist Dieter Neberg überzeugt.

Die SOLON AG hat den Betrieb von SPEED ME an das Rechenzentrum der ai informatics in Pforzheim ausgelagert – und profitiert hiervon gleich mehrfach. Die IT-Betriebskosten sind klar kalkulierbar, denn ein nutzerbasiertes Verrechnungsmodell sorgt für größtmögliche Transparenz.

Zudem braucht sich der Solarmodulhersteller nicht um Administrations- und Pflegearbeiten, wie Updates oder Release-Wechsel, zu kümmern. Dieter Neberg: “Wir können uns voll auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren – und das sind nun einmal die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb innovativer und hochwertiger Solarmodule.”

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