Mit ERP On Demand segeln

Feature | 26. November 2012 von Andreas Schaffry 0

(Foto: Privat)

Ersatzteile vor Ort ordern, Hotelbuchungen über das System machen und projektrelevante Zahlen jederzeit checken können: Das sind nur drei Gründe, weswegen der Geschäftsführer des Sailing Teams Germany Arne Dost nun auf die ERP-On-Demand-Lösung SAP Business ByDesign setzt.

Warum haben Sie mit SAP Business ByDesign eine Cloud-basierte ERP-Lösung eingeführt?

Arne Dost: Die STG gibt es erst seit 2009, und ab 2010 auch die STG Academy in Kiel, die sich um sportfachliche Fragen kümmert. Als sehr junges Unternehmen haben wir uns bewusst für die Nutzung einer ERP-Lösung im SaaS-Cloud-Betrieb entschieden. Mit SAP Business ByDesign können wir Betriebsabläufe durchgängig abbilden und Endanwender in Hamburg und Kiel gemäß ihrer Berechtigung von überall und zu jeder Zeit auf Daten und Prozesse zugreifen. Sie können sich auf Reisen per Laptop und am Hotel-PC wie auch im Home Office per Desktop in die ERP-Lösung einklinken und damit arbeiten.

Welche Vorzüge hat aus Ihrer Sicht eine Cloud-Lösung?

Die Kernprozesse vom Einkauf über das Projektmanagement bis hinein in die Buchhaltung und das Controlling sind sehr eng miteinander verzahnt. Zusammen mit der Möglichkeit des mobilen Datenzugriffs führt das zu deutlich mehr Transparenz und Flexibilität in den Prozessen. Zum Beispiel sind unsere Sportler, Trainer und Betreuer häufig im In- und Ausland bei Wettkämpfen und Segel-Veranstaltungen. Kommt es zu unvorhergesehenen Materialproblemen oder ändern sich Wetterbedingungen plötzlich, können für eine Reparatur notwendigen Ersatzteile jetzt vor Ort geordert oder wetterbedingte Hotelumbuchungen über das System durchgeführt werden. Und mein Geschäftsführerkollege Oliver Schwall und ich wissen jetzt auch unterwegs wie es um Budgets und Finanzen steht, denn wir können von überall auf aktuelle Kennzahlen zugreifen.

Welche Prozesse bilden Sie in der Lösung ab?

Wir verwalten in SAP Business ByDesign das Budget der gesamten Sportförderung und Finanzierung für die Spitzensegler. Jedes Team der Segel-Nationalmannschaft ist dort als eigenes Projekt angelegt, was eine gezielte Förderungsverwaltung sicherstellt. Ebenso können wir über die Verwendung der Fördermittel genau Auskunft geben.

Auch spezielle Events wie die Kieler Woche und eigene Veranstaltungen sind in der Lösung als Projekte hinterlegt, was die Budgetplanung vereinfacht und verlässlicher macht. Projektrelevante Zahlen und Unterlagen lassen sich wie Abweichungen der Ist- von den Plankosten schnell erkennen und falls nötig umgehend gegensteuern.

Gab es Sicherheitsbedenken gegen den Einsatz einer On-Demand-Software, denn schließlich lagern Ihre Business-Daten ja im Rechenzentrum der SAP?

Nein. Wenn ich meine Geschäftsdaten aus der Hand gebe, muss ich ja irgendjemandem vertrauen. Wir sind sicher, dass unsere Daten im Rechenzentrum der SAP besser aufgehoben sind als bei einer kleinen EDV-Firma oder bei uns im Haus auf eigenen Servern, Datenbanken und Storage-Systemen. Aus meiner Sicht geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass das Rechenzentrum von SAP ausfällt und wir Daten verlieren.

Kieler Woche 2012 © thomas eibenberger

In welchen Bereichen kann die Cloud-Lösung noch verbessert werden?

Für unser Business wäre eine automatisierte Terminüberwachung für die einzelnen Projekte sehr hilfreich. Derzeit müssen wir Projekttermine von Hand nachschauen. Auch die Navigation empfinde ich noch als etwas unübersichtlich. Gerade unterwegs muss man mit der Maus über den ganzen Bildschirm scrollen. Die Hinweise haben wir an SAP weitergeleitet. Aber das sind Kleinigkeiten. Insgesamt sind wir mit der Lösung sehr zufrieden und auch mit dem Support. Wir erhalten bei telefonischen Anfragen sehr zeitnah Antworten und technische Unterstützung.

Was planen Sie in der Zukunft?

Demnächst wollen wir einen in die On-Demand-Lösung integrierten Onlineshop aufbauen, um das Merchandising anzukurbeln – auch zur finanziellen Unterstützung unserer Paralympics-Sportler. Zudem sollen CRM-Funktionen das Lead Management verbessern, denn Sponsoren kann man schließlich nie genug haben.

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