Fahrradhersteller Pacific Cycle verbessert Fertigungs- und Lieferprozesse mit RFID-Technologie von SAP

Feature | 17. Mai 2005 von admin 0

Pacific Cycle, Tochterunternehmen des kanadischen Konsumgüterherstellers Dorel Industries mit Firmensitz in Madison/Wisconsin, entschied sich für die RFID-Technologie von SAP mit dem Ziel, im Rahmen eines mehrstufigen RFID-Pilotprojekts die Gesamtbetriebskosten (TCO) zu senken. Dabei plante das Unternehmen nicht nur eine weitgehende Lieferkettenautomatisierung, sondern auch eine bessere Wertschöpfung bereits vorhandener SAP-Lösungen im Rahmen weltweiter Geschäftsprozesse. Die RFID-Funktionalität von SAP NetWeaver umfasst verschiedene vorkonfigurierte Komponenten, die eine kurze Implementierungsphase und somit einen schnellen Einsatz der Lösung erlauben. Zu den zentralen Komponenten der NetWeaver-Plattform zählt die SAP Auto-ID Infrastructure. Sie steuert den RFID-Prozess und wandelt die Scanner-Rohdaten in geschäftsrelevante Informationen um. Ein integriertes, vorkonfiguriertes Data Warehouse liefert Kennzahlen zu Leseraten und Warenbewegungen im Unternehmen und entlang der gesamten Lieferkette, eine Austausch-Infrastruktur sorgt für die Umsetzung von Daten in Geschäftsinformationen sowie deren Einspeisung in die entsprechenden Backend-Systeme. Funktionen für das Event Management registrieren und überwachen Transaktionen und decken Unregelmäßigkeiten auf. Darüber hinaus eröffnet die SAP-Technologie Pacific Cycle weitere Vorteile: Durch eine konsequente Ausrichtung der Geschäftsprozesse nach dem Konzept des Adaptive Business Network erzielt der Fahrradhersteller eine höhere Prozessautomation im Warenlager, erreicht mehr Datentransparenz entlang der gesamten Lieferkette und sichert die jederzeit zuverlässige Auslieferung von Waren.
„Wir haben schon früh das große Potenzial von RFID für die Optimierung unserer Produktions- und Lieferprozesse erkannt“, erklärt Ed Matthews, Direktor für Informationssysteme bei Pacific Cycle. „Bei der Implementierung der RFID-Technologie von SAP sind wir bewusst über die Vorgaben von Wal-Mart hinaus gegangen. Wir haben RFID in unsere bestehende mySAP ERP-Umgebung integriert und waren so in der Lage, einige manuelle Arbeitsschritte in unseren Auslieferungsprozessen zu eliminieren. Gleichzeitig erhalten wir, auf Basis unserer bestehenden Infrastruktur und durch die RFID-Tags, einen deutlich besseren Einblick in die Lagerbestände unserer Handelspartner. Aufgrund dieser Transparenz und der Echtzeitdaten erreichen wir insgesamt ein effizienteres Supply Chain Management und sind gleichzeitig in der Lage, Lagerbestände und Rückläufe zu reduzieren.“
Bei dem Projekt erhielt Pacific Cycle Unterstützung vom SAP-Implementierungspartner PEAK Technologies. Das Unternehmen, einer der weltweit größten Systemintegratoren für SAP RFID-Lösungen sowie automatisierte Identifikations- und Datenerfassungssysteme, lieferte auch die Gerätekontrollsoftware (PEAK Automation Controller). So war Pacific Cycle in der Lage, unterschiedliche RFID-Hardware nahtlos mit der SAP Auto-ID Infrastructure zu verknüpfen. PEAK Technologies stellt seine Gerätemanagementsoftware auf Basis der SAP NetWeaver-Plattform bereit und eröffnet SAP-Kunden so die Möglichkeit, bestehende Infrastrukturen und vorhandenes Know-how zu nutzen.

Langfristiger Schutz der Investitionen

„RFID-Middleware spielt bei der RFID-Strategie eines Unternehmens eine wichtige Rolle, denn sie verbindet die Tags und Lesegeräte mit den Geschäftsanwendungen, die diese Informationen nutzen“, erläutert Dennis Gaughan, Research Director bei AMR Research, in ’Making RFID Middleware Decisions in a Changing Marketplace’ vom April 2005. „Unternehmen, die bereits heute auf RFID setzen, suchen die richtige Balance zwischen einer möglichst kostengünstigen Implementierung der Technologie und dem langfristigen Schutz ihrer Investitionen. Die Auswahl des richtigen Partners für RFID-Middleware erfordert die Berücksichtigung einiger wichtiger Faktoren wie etwa Funktionsumfang des Produktes, entsprechende Expertise sowie Stabilität des Unternehmens.“
Derzeit arbeiten bei Pacific Cycle etwa 200 Mitarbeiter mit der SAP-Lösung. Das Unternehmen plant, die RFID-Anwendung in Kürze auch in seiner Produktion in China einzusetzen, um durch exakte und zeitnahe Informationen sowie geringere Bearbeitungskosten das Wertschöpfungspotenzial weiter zu erhöhen.
„Das RFID-Projekt bei Pacific Cycle ist ein hervorragendes Beispiel, wie Unternehmen über die Erfüllung von Vorgaben ihrer Handelspartner hinaus Nutzen aus dieser Technologie ziehen können“, betont Claus Heinrich, Vorstandsmitglied der SAP. „Zudem zeigt diese Implementierung, welche Relevanz die Vision der Real-World Awareness für das Produktionsumfeld und die gesamte Lieferkette hat.“

Quelle: SAP AG

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