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#FCBayernHackDays: Fan-Coin-Idee gewinnt SAP-Challenge

Feature | 23. Januar 2018 von Andreas Schmitz 0

Bei den erstmalig vom FC Bayern München ausgerichteten #FCBayernHackDays gewann das Team um Hackathon-Routinier Peter Ma unter mehr als 40 Mannschaften den zweiten Platz. Zuvor hatte es die SAP-Challenge zum Thema Fan-Aktivierung 4.0 für sich entschieden. Ihre Idee: der Fan-Coin.

Als Peter Ma auf die Bühne der Säbener Lounge in der Allianz Arena in München tritt, ist sofort klar: Er präsentiert nicht zum ersten Mal. An mehr als hundert so genannten Hackathons hat der in New York aufgewachsene Chinese bereits teilgenommen. 20 „grand checks“ hat der jetzt in San Francisco lebende und auf Prototyping spezialisierte 33-jährige Berater bereits gewonnen – Trophäen für den Gewinn von Programmierwettbewerben. Sein Reisepass ist gefüllt mit Stempeln aus der ganzen Welt. Ein Weltreisender in Sachen Programmierung.

SAP-Challenge: Fan-Aktivierung 4.0

Kein Wunder also, dass Ma als einer von 1.300 Bewerbern aus 40 Nationen schließlich neben knapp 220 anderen Entwicklern ausgewählt wurde, um bei den erstmalig ausgetragenen #FCBayernHackDays in München dabei zu sein – und zwar für das vierköpfige Fan-Coin-Team, das zunächst innerhalb der SAP-Challenge gegen fünf weitere Teams bestehen musste. Die Aufgabe bestand darin, „faszinierende und innovative Fan-Erlebnisse mit Hilfe von digitalen Maßnahmen“ auf den Weg zu bringen – Stichwort: Fan-Aktivierung 4.0. Die Idee, die letztlich die SAP-Juroren überzeugte, besteht darin, der technischen Methode der Blockchain einen emotionalen Wert abzugewinnen. „Wer von Ihnen besitzt Bitcoins“, fragt Ma das Publikum. Einige Finger gehen hoch. „Merken Sie sich Ihren Nachbarn, er ist reich“, kommentiert der Entwickler. Emotional reicher als jeder Besitzer der Kryptowährung würde allerdings, wer künftig einen Fan-Coin erwerben könnte. So weit ist es noch nicht: Denn derzeit handelt es sich lediglich um eine Idee.

Peter Ma präsentiert die Idee des Fan-Coin-Teams in der Allianz Arena in München. Nicht im Bild: Brian Cottrell, Ethan Fan, Yunfei Long.

Der Fan-Coin aus der Blockchain: 100 Coins für jedes Tor

Der Fan-Coin funktioniert so: Für jedes einzelne Tor, das der FC Bayern am vergangenen Wochenende gegen Werder Bremen geschossen hat, werden beispielsweise potenziell 100 Fan-Coins generiert. Schießt Bayern-Stürmer Thomas Müller wie am vergangenen Wochenende gegen Werder Bremen sein 100stes Bundesligator, sind die Fan-Coins zu diesem Tor nochmal mehr wert. Bei einem derart wichtigen Treffer wie jenem von Patrick Andersson, der den FC Bayern vor sechzehn Jahren in der vierten Minute der Nachspielzeit den Meistertitel vor Schalke 04 sicherte, haben Fan-Coins einen ganz besonderen emotionalen Wert. Ma nennt diese „gebündelte“ virtuelle Emotion „Crypto Collectables“ oder digitale Sammlerstücke. Jeder Fan wird dazu animiert, die meisten Fan-Coins zu besitzen – der „Super-Fan“ zu werden.

Meinung der Juroren: „Nachhaltig und nicht angreifbar“

Das persönliche Fan-Coin-Konto lässt sich auf verschiedene Weise auffüllen. So könnten per Losverfahren 100 Fans im Stadion jene Fan-Coins bei jedem Tor des FC Bayern gutgeschrieben bekommen. Der FC Bayern könnte zudem jene mit Fan-Coins „belohnen“, die eine Dauerkarte besitzen, Mitglied im Kids-Club sind, beim Spiel dabei sind oder Fanartikel kaufen. „Die Idee ist nachhaltig, es lassen sich immer wieder neue Taktiken finden“, meint Juror Jan Patrzalek, Global Head SAP Sports & Entertainment für das Solution Management von SAP. Die Informationen über den Fan fließen dann mit Hilfe der SAP Cloud Platform direkt in das Fan-Profil in den SAP-Lösungen SAP Hybris Marketing und SAP Hybris Profile. Letztlich erweitert der Fan-Coin das Wissen über den Einzelnen im Fan-Universum. Technisch gesehen wird der Fan-Coin wie ein Bitcoin via Blockchain generiert. „Er ist damit nicht angreifbar“, erläutert Patrzalek, der sich zusammen mit dem SAP-Hybris-Entwickler Christoph Pattberg und Cora Ackermann aus dem Global-Sponsorship-Team von SAP für das Fan-Coin-Team entschieden hat.

„Become your hero“ und „Every Voice Matters“ hatten das Nachsehen

„Auch die anderen Teams haben klasse Ideen entwickelt“, sagt Patrzalek. So schuf ein Entwickler-Team unter dem Titel „Become your hero“ ein digitales Abbild von Bayern-Stars. Die Idee: Individuelle Fähigkeiten des Fußballer-Avatars lassen sich dadurch verbessern, dass die Nutzer der App etwa Laufen gehen, um die Ausdauer zu verbessern, die Motivation steigern, indem ein emotionales Selfie gemacht wird oder den Teamgeist stärken, indem sich die Fans mit anderen vernetzen. Ein weiteres Team – „Every Voice Matters“ – beschäftigt sich damit, wie sich die Meinung von Micro-Influencern im Fan-Profil niederschlagen kann. Nicht gekaufte Trikots oder Schals spielen hier für die Analyse und individuelle Ansprache der Fans eine Rolle, sondern deren Meinung durch Äußerungen in sozialen Kanälen. Wie die spielerisch gewonnenen Ideen aus dem Avatar hinterlassen die Meinungen der Micro-Influencer Spuren in ihrem Profil, das immer präziser wird.

Adidas: Mobile-Conversion-Ansatz brachte den Gesamtsieg

Die Teams in den anderen Challenges hatten jeweils andere Aufgaben. So beschäftigten sich die Entwickler für die Audi-Challenge damit, die Autofahrt zum Fan-Erlebnis zu machen oder für die FC-Bayern-Challenge damit, wie Technologien neue Fan-Erlebnisse schaffen könnten. Unter dem Motto „You never sing alone“ entstand schließlich ein Stimmerkennungssystem, das trotz Geräuschkulisse im Stadion die Gesänge von Fans direkt in andere Sprachen übersetzte. Gesamtgewinner wurden allerdings die Gewinner der Adidas-Challenge. Deren Aufgabe bestand darin, herauszufinden, wie über mobile Interaktion die Anzahl der mobilen Registrierungen gesteigert werden kann. Das Adidas-Team entwickelte einen Gamifikation-Ansatz, in dem Spieler über bewältigte Aufgaben Punkte bekommen, die sie dann (nach Registrierung) über einen Voucher einlösen können. Jede bewältigte Aufgabe – etwa drei Sprünge in 15 Sekunden – werden als Video auf die Bayern-Plattform hochgeladen. Erst dann bringen sie die Gutschrift an Punkten und das nächste Niveau der „Challenge“ kann angegangen werden.

Dass Peter Ma in München mit seinem Team „nur“ Zweiter wurde, stört ihn nicht. Der nächste Hackathon in Dubai steht bereits im Terminkalender, ein weiterer Stempel beansprucht seinen Platz im Reisepass und der nächste Pitch kann beginnen. Und dann heißt es wieder wie immer: „Don’t be nervous. Have fun. Enjoy the moment.“

Weitere Informationen

Wie SAP-Lösungen heute schon den FC Bayern unterstützen:

Wie SAP Hybris Marketing & Commerce den FC Bayern darin unterstützt, noch mehr ihrer 650 Millionen weltweiten Fans online zu erreichen.

Foto (von rechts nach links): Jan Patrzalek, Giovane Élber, Peter Ma, Brian Cottrell, Ethan Fan, Yunfei Long, Philip Schneider (Moderator von UnternehmerTUM); Foto: A. Schmitz

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