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SAP S/4HANA: Bereit für die digitale Fertigung

16. November 2016 von Axel Vetter 81

Industrie 4.0-Lösungen und das IoT sind Business-Treiber für produzierende Unternehmen. Doch ERP-Systeme mit traditionellen Technologien genügen den Anforderungen dieser innovativen Lösungen längst nicht mehr. SAP S/4HANA liefert den Schlüssel, um digitale Hürden zu beseitigen. So vollziehen alle Fachbereiche konkrete Entwicklungssprünge für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz.

Plattformen und Lösungen für Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT) sind keine Zukunftsmusik mehr, sondern längst in den Vorstandsetagen der Unternehmen angekommen. Viele Unternehmen investieren bereits schwerpunktmäßig in entsprechende Lösungen. Digitale Kundenerfahrung, hochindividualisierte Produkte, „Smart Factory“, digitale Lieferkette und neue service-orientierte Aftermarket-Geschäftsmodelle – die Möglichkeiten, die sich durch die neuen Technologien ergeben, sind vielversprechend. Doch um die innovativen Lösungen effizient nutzen zu können, müssen auch ERP-Systeme Anforderungen genügen, die traditionelle Technologien nicht mehr unterstützen. SAP S/4HANA nimmt dabei als digitaler Kern des Unternehmens eine Schlüsselrolle bei der Beseitigung von Hürden in der digitalen Transformation ein.

Strategische Geschäftsziele: Das will die Fertigungsindustrie

Firmen stellen drei Ziele in den Vordergrund, wenn es darum geht, ihre Strategie als Fertigungsunternehmen zu umreißen:

  • Kundenzentrierung: Der (End-)Kunde rückt immer mehr in den Mittelpunkt aller Bemühungen. Einen Wettbewerbsvorteil erlangt, wer die individuelleren Produkte, Lösungen oder Services bietet. Gleichzeitig steigt die Erwartung an Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Einfachheit im Umgang mit dem Unternehmen als Anbieter dieser Produkte und Services.
  • Neue Geschäftsmodelle und integrierte Service-Angebote entstehen auf Basis von Daten, die vom Produkt selbst, dem Kunden – via digitale Interaktion, aus der Lieferkette – via Sensoren, oder aus der Produktion – via Smart Factory – stammen.
  • Efiziente IT: Die Notwendigkeit, die IT kostengünstiger und flexibler zu betreiben, um Ressourcen für schnelleren Support und neue Angebote oder Prozesse zu gewinnen, steigt. Und während die IT-Budgets nur wenig wachsen, müssen die Ausgaben stärker auf den Wandel als auf den Betrieb des Geschäftes ausgerichtet werden. Die Cloud gewinnt in diesem Zusammenhang für die gesamte IT an Bedeutung.

Anforderungen der Fachbereiche an die zukünftige Prozessunterstützung

Die Voraussetzungen zur Umsetzung der strategischen Ziele stellen sich dabei für die einzelnen Fachbereiche ganz unterschiedlich dar. Es ergeben sich sehr spezifische Anforderungen, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Im Finanzbereich sollen Abschlüsse ohne aufwändige Abstimmungen zwischen Lagerbestand, Finanzbuchhaltung und Controlling erzeugt werden – nach Bedarf auf „Knopfdruck“.
  • Nachfrage- und Materialplanungsläufe müssten ad hoc oder mehrmals hintereinander durchgeführt werden – auch zur Simulation.
  • Für kurzfristige Änderungen auch kleinster Chargen soll in der Produktion die notwendige Flexibilität unter Beibehaltung angestrebter Durchlaufzeiten oder Schrott-Kennzahlen bestehen.
  • Die Wertschöpfungskette soll dynamischer zwischen Nachfrage und Angebot balancieren und relevante Informationen in Echtzeit genutzt werden.
  • Der Vertrieb will aus dem Vollen individueller Varianten schöpfen. Die Kunden würden es danken, zumal wenn auch die Lieferzusage eingehalten wird und die Qualität stimmt.
  • Mit (neuen) Dienstleistungen rund um die Produktnutzung soll Begeisterung beim Nutzer erzeugt werden, die zusätzliche Einnahmen erschließen.

Enterprise Resource Planning (ERP) im (digitalen) Wandel

Herkömmliche ERP-Systeme verfügen zum einen über technische Beschränkungen und die IT-Landschaften sind zum anderen mittlerweile sehr komplex geworden. Die Anforderungen der Fachbereiche, die sich aus den strategischen Zielen ableiten, können daher nicht zeit- und budgetgerecht umgesetzt werden. Warum ist dies so?

Datenkapazität und Flexibilität

Die Digitalisierung bewirkt, dass Anzahl und Komplexität von Buchungen im System rapide steigen. Traditionelle ERP-Systeme geraten alleine durch die enorm steigende Anzahl von Prozessen unter Druck, die über das ERP-System verarbeitet werden müssen.

So wird bei der Herstellung von Produkten für kleinste Kundensegmente (oder auch Einzelkunden) für jede Produktvariante stets jeweils eine Kette von Belegen wie Produktionsauftrag oder Bestands- und Lieferposition erzeugt. Diese müssen in den Kostenstellen, den Lägern, der Anlagenbuchhaltung oder für die Gewinn- und Verlustrechnung verarbeitet werden.

Transparenz und Intelligenz

Die Steuerung und Beobachtung aller Schritte der Lieferkette in Echtzeit wird zu einem Erfolgs-Faktor, wenn die Voraussetzung von Datenkapazität und Flexibilität der Daten einmal gegeben sind. Es ist nicht länger hinnehmbar, von Marktentwicklungen oder Reaktionen einer bestimmten Kundengruppe erst mehrere Tage nach ihrem Auftreten zu erfahren. Management-Entscheidungen müssen auf Basis aktueller Geschehnisse getroffen und umgesetzt werden.

Die Umsetzung erfordert jedoch auch sofortige Dispositionen, sowie Simulationen auf Basis von Echtzeitdaten. Dem steht jedoch entgegen, dass alle Prozesse innerhalb eines ERP-Systems, die eine Entscheidung erfordern, den Ablauf verlangsamen. Um bei der steigenden Komplexität Faktoren wie Anlagenauslastung, Abfallreduzierung, Fehlbestände oder Lagerbestand optimal auszurichten, wird daher ein System benötigt, das in der Lage ist, Steuerungshinweise zu geben und Fehler proaktiv anzugehen, während das „Business-as-usual“ mehr und mehr automatisiert abläuft. Dieser Wandel stellt zudem deutlich höhere Anforderungen an die Nutzer-Schnittstelle des Sachbearbeiters, Planers oder Managers.


Wie SAP S/4HANA in den einzelnen Geschäftsbereichen Ihr Geschäft transformiert


SAP S/4HANA: Antworten auf die digitalen Herausforderungen

SAP S/4HANA zielt als ERP-System der nächsten Generation speziell auf die genannten Herausforderungen ab – die oben beispielhaft genannten Anforderungen der Fachbereiche werden mit dieser Lösung umsetzbar. So liefert SAP S/4HANA Unternehmen der Fertigungsindustrie die Antworten, um ihre drei strategischen Ziele zu erreichen.

SAP S/4HANA fördert Kundenzentrierung aber auch die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, weil die Lösung die bisherigen technischen Haupthindernisse hierfür vollständig beseitigt und für Fachprozesse in allen Bereichen zur Verfügung stellt. Datenkapazität und Flexibilität werden durch die sofortige Nutzbarkeit aller im ERP befindlichen Informationen erreicht – bei bestem Antwortzeitverhalten. Transparenz und Intelligenz sind für jeden Anwender in seiner Rolle maßgeschneidert. Dank intelligenter Nutzerführung erhält der Anwender vorausschauende Unterstützung durch das System selbst. So kann die Ursache für ein Problem beseitigt werden, bevor es überhaupt entsteht. Das erhöht die Produktivität maßgeblich.

Um Kosteneffizienz zugleich mit Flexibilität und Geschwindigkeit realisieren zu können – dem dritten strategischen Ziel der Fertigungsunternehmen – setzt SAP S/4HANA auf die Reduktion von Komplexität: Die Lösung trägt durch ihre neuartige Datenhaltung zur Senkung der laufenden IT-Kosten bei und sorgt so für die Freisetzung knapper Ressourcen, die dann für das Business zur Verfügung stehen. Systeme für die separate Analyse von ERP-Daten können eingespart, mehrere ERP-Systeme konsolidiert werden. In einigen Fällen werden mit SAP S/4HANA sogar Planungssysteme wie SAP APO (SAP Advanced Planning and Optimization) oder separierte SCM-(Supply Chain Management) Systeme obsolet.

SAP S/4HANA ist als überdies auch als Public-Cloud-Variante verfügbar, wodurch die Nutzung von ERP-Funktionalitäten zum Beispiel in den Niederlassungen innerhalb weniger Wochen möglich ist – bei gleichzeitiger Integration der Systeme der Firmenzentrale.

In der Kontinuität aus 40 Jahren ERP-Geschichte – allerdings ohne dessen technische Grenzen – bringt SAP S/4HANA ERP auf die nächste evolutionäre Stufe. Dies gilt für alle Fachbereiche, von der Finanz- und Kostenrechnung, bis hin zu allen fertigungsrelevanten Prozessen, der Logistik, oder dem Vertrieb. Fertigungsunternehmen, die jetzt wechseln, können diesen Entwicklungssprung nachvollziehen.

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