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Frauen in SAP-Führungspositionen

Feature | 23. August 2016 von Susan Galer 10

Marion Ryan, Vice President des Bereichs General Business bei SAP Asia Pacific Japan (APJ), stellte zufällig fest, dass eine Karriere in der High-Tech-Branche perfekt zu ihren Neigungen passt: Neugier, Reiselust und Freude an einer dynamischen Arbeitsumgebung.

Marion Ryan ist seit über zehn Jahren bei SAP und arbeitet derzeit am Standort Singapur. Sie leitet den Bereich General Business mit 200 Vertriebsmitarbeitern und 400 Partnern, die kleine und mittlere Unternehmen in Region Asien-Pazifik-Japan (APJ) bedienen. Im Interview erzählt Ryan, was sie seit ihrem ersten Job als Teenager über die Leitung von Teams gelernt hat, warum Kunden davon profitieren, dass sie sich mit Coding und dem Geschäft auskennt, und wie familiäre Erwartungen ihr das Vertrauen gaben, jede Herausforderung anzunehmen.

Mein Interesse an Geschäftssystemen wurde geweckt,  als ich für ein Reiseunternehmen arbeitete, das ein automatisches System für die Buchung und Ticketausstellung einführte. Mir wurde plötzlich klar, dass mich die Systemimplementierung viel mehr interessierte als die Buchung von Reiseplänen.

Für mich war eine Karriere in der High-Tech-Industrie sehr attraktiv, denn IT-Projekte bieten mir die Gelegenheit, mit anderen zusammenzuarbeiten, um Probleme zu lösen oder etwas zu optimieren.

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Wenn Marion Ryan nicht arbeitet, widmet sie sich vielen Aktivitäten, darunter auch Indoor Skydiving.

Meine Mutter war ein großartiges Vorbild. Sie arbeitete Vollzeit, zog fünf Kinder groß und fand sogar Zeit, sich gesellschaftlich zu engagieren. Sie und mein Vater legten die Messlatte hoch. Von uns Kindern erwarteten sie, dass wir Sport treiben, gut in der Schule sind und eine Universität besuchen, um den Grundstein für eine verantwortungsvolle Karriere zu legen.

Meine Eltern hatten Vertrauen in meine Fähigkeit, alle Hindernisse zu überwinden. Sie trauten mir sogar zu, im Alter von nur 16 Jahren ein Team zu leiten. Ich arbeitete damals Teilzeit in einem Supermarkt.

Ich dachte, ich würde Rechtswissenschaften studieren, aber dann entdeckte ich die Technologie. Ich ging zur Abendschule, um meinen Master-Abschluss in Informatik zu machen. Tagsüber arbeitete ich Vollzeit im australischen Repräsentantenhaus. Dort war ich die stellvertretende Leiterin für Informationssysteme.

Als ich Programmierkenntnisse erwarb, lernte ich den Wert einer einfachen Benutzeroberfläche zu schätzen, hinter der sich ein komplexer Geschäftsprozess verbirgt.

Die wichtigsten Menschen, die mich dahin gebracht haben, wo ich jetzt bin, sind Mentoren und Champions, die mich ermutigt haben, neue Aufgaben zu übernehmen.

Meine Führungsrolle bei der SAP gibt mir die Freiheit, Ideen auszutauschen und über Kulturen hinweg voneinander zu lernen, den Status quo infrage zu stellen und dem Unternehmen zu mehr Umsatz zu verhelfen.

Wenn Sie nur Männer in einem Raum haben, fehlt Ihnen die Hälfte der Bevölkerung und ihre Erkenntnisse. Je mehr verschiedene Stimmen am Tisch, umso eher führt dies zur vollständigen Lösung des Problems.

Es motiviert mich, in einem Team zusammenarbeiten, um Ziele zu bestimmen und zu erreichen. Es ist wichtig, Aktivitäten nicht mit Ergebnissen zu verwechseln.

Wir können mehr Frauen für IT-Berufe begeistern, wenn wir sie bereits in einem frühen Alter ansprechen. Ich habe eine achtjährige Nichte, die ich ermuntere, einfache Apps zu bauen. Einige Länder der Region APJ hinken hinterher – mit einer auffällig schwachen Präsenz von Frauen in der IT. Adaire Fox-Martin, President von SAP APJ, hat diese Herausforderung erkannt und das Programm Back2Work ins Leben gerufen. Ziel des Angebots ist es, Frauen zu unterstützen, die nach einer Unterbrechung wieder in den Beruf einsteigen möchten.

Mein Traum ist es, in New York City zu arbeiten. Ich war Anfang der 1990er Jahre dort und habe mich sofort wie zuhause gefühlt.

Ich unterstütze Frauen dabei, Ihre Träume zu verwirklichen, indem ich unsere zukünftigen Führungskräfte als Mentorin unterstütze. Und ich bin Mitglied des Frauennetzwerks SAP Business Womens’ Network. Ich bin immer auf der Suche nach Frauen, die daran interessiert sind, in den Vertrieb zu gehen.

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Marion Ryan (ganz rechts) mit Freunden auf einer Wanderung zum Taktshang-Kloster (Tigernest), einer der heiligsten Orte Bhutans.

Die eine App, ohne die ich nicht leben kann, ist What’s App. Es ist die einfachste Art und Weise mit Freunden und Familie rund um den Globus in Kontakt zu bleiben.

Es gibt für Frauen keinen besseren Zeitpunkt eine Laufbahn in der Hightech-Branche einzuschlagen, denn der digitale Wandel wird langfristige und flexible Karrierepfade ermöglichen.

Der Geschäftstrend, der mich am meisten fasziniert, ist Cloud ERP, da wir in Asien einen sehr großen Mittelstandsmarkt haben, der diese Innovationen benötigt, um die Zusammenarbeit mit Kunden zu vereinfachen und die Bereitstellung neuer Kooperationsmodelle zu beschleunigen.

Wenn ich nicht arbeite, finde ich Entspannung beim Wandern in den Naturschutzgebieten Singapurs, beim Schnorcheln vor den Küsten Thailands, Indonesiens oder der Philippinen, und auch beim Ziplining und Indoor Skydiving. Aber man sollte auch nie unterschätzen, wie gut es tut, bei einem guten Glas Rotwein einen ruhigen Moment im Herzen der Stadt zu genießen.

Folgen Sie Susan Galer auf Twitter unter @smgaler.

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