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SAP erreicht das 25-Prozent-Ziel

Feature | 24. Juli 2017 von Sue Sutton 1

Es ist geschafft: Die SAP hat 25 Prozent Frauen in Führungspositionen. Jetzt hat der Vorstand erneut ein ehrgeiziges Ziel definiert.

Anka Wittenberg, Chief Diversity & Inclusion Officer der SAP

Um die Vielfalt und Inklusion im Unternehmen gezielt zu fördern, lancierte die SAP im März 2013 eine neue Strategie mit den vier Schwerpunktbereichen Gleichberechtigung, Kultur und Identität, generationenübergreifende Zusammenarbeit und Menschen mit Behinderungen. Laut Anka Wittenberg, Chief Diversity & Inclusion Officer der SAP, sind „Vielfalt, Inklusion und Unvoreingenommenheit Werte, die SAP zu einem besseren Unternehmen machen. Sie fördern Innovation, verbessern den Umgang mit Kunden und Mitarbeitern und helfen, in einer sich schnell verändernden digitalen Arbeitswelt erfolgreich zu sein.“

Zwei Jahre zuvor war Nicole McCabe zur Leiterin des Bereichs Gender Intelligence im Global Diversity & Inclusion Office ernannt worden. Ihre Aufgabe bestand darin, herauszufinden, wie die SAP ihr Ziel eines Frauenanteils von 25 Prozent in Führungspositionen bis Ende 2017 erreichen könnte. Dieser lag 2011 bei 19 Prozent und war jährlich um weniger als 1 Prozent gestiegen. Ende letzten Monats jedoch konnte SAP die 25-Prozent-Marke knacken – sechs Monate früher als geplant.

„Ich bin sehr froh, dass wir diesen Meilenstein erreicht haben, und dankbar für all die Unterstützung, die wir über die Jahre erhalten haben, um diesen wichtigen Ziel Priorität einzuräumen. Zu diesem Erfolg haben alle Regionen, Vorstandsbereiche, Funktionen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen – es haben wirklich alle an einem Strang gezogen. Dieser Erfolg gehört uns allen“, bekräftigt McCabe.

Frauen in Führungspositionen: 25-Prozent-Ziel

Nicole McCabe: „Ich bin sehr froh, dass wir diesen Meilenstein erreicht haben.”

Diese Mission sollte aber nie ein reines Zahlenspiel sein, sondern es ging stets darum, über eine große Vielfalt von Talenten zu verfügen, damit die SAP aus dem Potenzial vieler individueller Perspektiven schöpfen kann. Es ist längst nicht mehr Aufgabe eines einzigen Teams, sich den nächsten großen Trend auszudenken – es ist eine gemeinsame Anstrengung des gesamten Unternehmens, und Ideen kommen aus allen Bereichen. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist einer von vielen Faktoren, die die Sichtweise der SAP prägen und ihr Handeln leiten. Die verschiedenen Perspektiven der Geschlechter wirken sich auch direkt auf die Fähigkeit des Unternehmens aus, Geschäftsmöglichkeiten zu erkennen und wahrzunehmen. Sie zwingen uns, eingefahrene Abläufe in Frage zu stellen und neue Herangehensweisen zu finden. Kurz gesagt: Von einer Kultur der Gleichberechtigung profitieren Männer und Frauen gleichermaßen.

Was bringt uns das, und warum ist es wichtig?

Wie Wittenberg erklärt: „Indem wir gezeigt haben, dass wir unser Versprechen einhalten, sind wir nun ein attraktiver Arbeitgeber für Frauen in der Technologiebranche. Von diesem Erfolg profitieren nicht nur die Frauen, sondern er ebnet auch den Weg für viele andere Facetten der Vielfalt.“

Bei der SAP wird eine Kultur der Integration gelebt, die die Ideen und Blickwinkel vieler Frauen in Führungspositionen aufgreift. Hier ein paar Denkanstöße von einigen dieser Vorreiterinnen:

Frauen in Führungspositionen

Pam Chance: „Jeder Mensch hat einzigartige Fähigkeiten.”

Pam Chance, Head of North America Digital Business Services Delivery Operations: „Jeder Mensch hat einzigartige Fähigkeiten, aber mir ist es besonders wichtig, Veränderungen sinnvoll zu steuern und Zugang zu den Bedürfnissen der Einzelnen zu haben. Vor allem im Bereich Services, wo es darauf ankommt, Änderungen proaktiv zu steuern, sind offene Kommunikationswege und schneller Informationsaustausch entscheidend – und für mich wichtige Führungsinstrumente. Ich nehme mir Zeit und höre sehr aufmerksam hin, um andere auf der persönlichen Ebene kennenzulernen und sie bei ihren Karrierezielen zu unterstützen.“ Ihr Rat: „Erwarte nicht einfach, dass Dinge von selbst passieren oder die anderen erkennen, dass du für den Job die beste Wahl bist. Nimm es selbst in die Hand.“

Frauen in Führungspositionen

Robin Manherz, COO von SAP SuccessFactors

Robin Manherz, COO von SAP SuccessFactors, erklärt: „Meine individuellen Fähigkeiten haben viel mit meinem sehr ungewöhnlichen Familienleben zu tun. Mein Mann und ich haben sechs Kinder – vier davon haben wir im späteren Kindesalter in Haiti adoptiert, und sie haben mit schwierigen Herausforderungen zu kämpfen. Mein Alltagsleben ist sehr erfüllt, und das gibt mir eine gewisse Erdung und die Fähigkeit, Situationen ganzheitlich zu betrachten. Ich bringe ein gewisses Maß an Empathie und Mitgefühl mit, und daher weiß ich, dass nichts, womit ich zurechtkommen muss, auch nur in die Nähe von dem kommt, was Menschen im täglichen Kampf ums Überleben erfahren müssen. Unsere Probleme sind damit nicht vergleichbar.“ Ihr Rat: „Sei bereit, Risiken einzugehen und bleibe flexibel – und sei offen für Möglichkeiten, an die du im ersten Augenblick nicht gedacht hättest.”

Frauen in Führungspositionen

Vivien Luechau-de la Roche: „Frauen ist es wichtig, Menschen zu fördern, damit sie innerhalb ihrer Rollen wachsen können.”

„Frauen ist es wichtig, Menschen zu fördern, damit sie innerhalb ihrer Rollen wachsen können. Das mag für ältere Mitarbeiter etwas Anderes sein als für jemanden, der gerade in einer neuen Aufgabe anfängt, aber im Allgemeinen haben Frauen ein gutes Gespür für die Bedürfnisse und Erwartungen der anderen. Oft verändern sich, wenn eine Frau zum Team hinzukommt, der Umgang und die Dynamik in der Gruppe, und der Fokus rückt mehr auf die Dinge, die unmittelbar zu tun sind“, beobachtet Vivien Luechau-de la Roche, SVP, Digital Business Services Latin America and Caribbean. Ihr Tipp: „Hör zu und versuche, die Situation genau zu verstehen, bevor Du eine Entscheidung triffst. Vertraue auf Dein Bauchgefühl, gewinne die anderen für Deinen Plan, und setze dann Deine Entscheidung konsequent um. Denke immer daran, dass wir alle gemeinsam auf dieser Reise sind.“

Wie geht es weiter mit der Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen? Ziel von 30 anvisiert

Der SAP-Vorstand hat sich erneut zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen um 1 Prozent pro Jahr bekannt. Er visiert nun ein neues Ziel von 30 Prozent bis zum Jahresende 2022 an.

Zudem geht das Engagement der SAP für Gleichberechtigung und Vielfalt jetzt auch über die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinaus. Im Rahmen der Initiative „Business Beyond Bias“ kombiniert SAP ihr Wissen über Geschäftsprozesse mit Spracherkennung auf Basis von maschinellem Lernen, um unbewusste Voreingenommenheit im Arbeitsumfeld zu erkennen und zu verhindern. Mit dieser Maßnahme hat das Unternehmen eine wichtige Wegmarke auf seinem Kurs zur Beseitigung von unbewussten Vorurteilen und zur Schaffung einer integrativen Kultur erreicht.

Bisherige Erfolge bei Diversity

Nach sechs Jahren harter Arbeit und dank der Unterstützung unzähliger Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Führungskräften rund um den Globus hat die SAP ihr Ziel erreicht. Im vergangenen Jahr hat die SAP weitere Erfolge erzielt:

  • Im September 2016 erhielt die SAP als erstes internationales Technologieunternehmen die EDGE-Zertifizierung (Economic Dividends for Gender Equality). Diese ist der Leitstandard und die wichtigste Methode zur Bewertung des unternehmerischen Engagements bei der Gleichstellung der Geschlechter. Zudem war der SAP im Januar 2016 auf dem Weltwirtschaftsforum als erstem Technologieunternehmen in den USA die EDGE-Zertifizierung verliehen worden.
  • Beteiligung am „White House Tech Inclusion Pledge“: Die SAP unterstützt Innovation und Wirtschaftswachstum in Amerika durch Förderung der Vielfalt unter den Arbeitskräften in der US-Technologiebranche. SAP ist außerdem Mitunterzeichner des „Paradigm for Parity Pledge“ zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen.
  • Vielfalt im Vorstand: Im zweiten Quartal 2017 hat die SAP zwei weibliche Führungskräfte in den Vorstand berufen: Jennifer Morgan, President Americas and Asia Pacific Japan (APJ), und Adaire Fox-Martin, President (EMEA and Greater China), Global Customer Operations. Bei der SAP erfolgt die Einstellung und Beförderung von Frauen nicht aufgrund ihres Geschlechts, sondern weil sie die besten Kandidaten für eine Stelle sind.

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