Das Geschäft blüht

Feature | 25. Juli 2007 von admin 0

Buddy’s Plant Plus Corporation ist ein Unternehmen in Familienbesitz. Mit der Scotts Miracle-Gro Company, einem großen Anbieter von Konsumgütern für die Rasen- und Gartenpflege sowie Produkten für den professionellen Gartenbau, verbindet das Unternehmen eine ungewöhnliche Geschäftsbeziehung. Scotts erwirtschaftet mit wasserlöslichen Düngemitteln 71 Prozent seines Nettoumsatzes von 70 Milliarden US-Dollar. Buddy’s ist der einzige Lieferant dieses Düngers – und Scotts der einzige Kunde von Buddy’s. „Es ist wie in einer Ehe“, beschreibt Ed Studer, Firmenchef von Buddy’s das Verhältnis. „Beide Unternehmen erledigen ihren Teil. Scotts ist für alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten zuständig und wir für Fertigung, Verpackung und Versand.“

Buddy’s mit Firmensitz in Ballinger, Texas, beschäftigt rund 125 Mitarbeiter und sieht sich als mittelständisches Unternehmen. Im Werk werden präzise Differenzial-Dosierwaagen und modernste Mischer verwendet, um Materialschwund zu vermeiden und die Chargen als Qualitätsstandard mit einer Genauigkeit von 98.9 Prozent zu reproduzieren.

Geschäftsprozesse kultivieren…

Diese Bereitschaft, kontinuierlich in die Ausstattung zu investieren, war ausschlaggebend dafür, von Scotts’ als einziger Lieferant der wasserlöslichen Düngemittel akzeptiert zu werden. Buddy’s erwies sich als zuverlässiger und produktiver als die drei anderen Hersteller, mit denen Scotts vorher zusammengearbeitet hatte.

Studer und seine Führungsmannschaft sind ständig damit beschäftigt, an den Geschäfts- und Fertigungsprozessen zu feilen. Anfang 2006 nahmen sie die Frontend- und Backend-Abläufe unter die Lupe. Ihr Ziel war es, sie besser aufeinander abzustimmen und sie miteinander zu verbinden, um genauen Einblick in die Geschäftsabläufe zu erhalten. Zudem wollten sie eine direkte Kommunikation mit den Labors sowie der Einkaufs-, Produktions- und Versandabteilung ermöglichen. Von einer einheitlichen Sicht auf das gesamte Unternehmen versprachen sie sich auch operative Verbesserungen, beispielsweise bei Prognosen oder in den verschiedenen Fertigungsstadien.
Studer wünschte sich darüber hinaus Steuerungsmöglichkeiten bei seinem Budget und eine engere Anbindung der Lieferanten. Außerdem setzt Scotts bei seinen Unternehmensprozessen auf SAP R/3 – und schließlich zeichnet sich eine gute Ehe besonders durch eine gute Kommunikation aus.

Doch Anfang 2006 war Buddy’s größtenteils auf manuelle Prozesse angewiesen. Wichtige Daten wurden dezentral an mehreren Orten verwaltet, vieles lediglich in Papierform. Die meisten Geschäftsprozesse wickelte Buddy’s per Spreadsheets ab. „An den Prozessen waren viel zu viele Leute beteiligt, Fehler in der Datenhaltung daher ein großes Problem“, bemerkt Mike Riley, IT Manager bei Buddy’s. Für die Geschäftsleitung war das ein Dilemma: Wie sollte sie das Unternehmen steuern, ohne sich auf die Daten verlassen zu können?

… Nutzen ernten

Auf der Suche nach einer passenden Software-Lösung stieß Riley dann auf die FourthShift Edition Chemicals for SAP Business One von SoftBrands, einem zertifizierten ISV-Partner von SAP. „Alles schien sich plötzlich zusammenzufügen“, so Riley. Zum einen bot die Lösung die von Buddy’s benötigte Funktionalität. Zum anderen bestand von Beginn an ein guter Draht zu Thunderbird Consulting in Fredericksburg, Texas, zu denen Buddy’s dann im Weiteren eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung aufbaute. „Wir wussten, dass es sich bei der Investition in eine integrierte Lösung für unser Unternehmen um eine langfristige Angelegenheit handeln würde. Daher wollten wir mit Leuten zusammenarbeiten, mit denen wir zurechtkamen“, sagt Riley. Er und Studer bezogen mit Fertigung, Versand, Labors und Buchhaltung alle Abteilungen in den Entscheidungsprozess ein, der im April 2006 einhellig zu Gunsten der SAP-Partnerlösung ausfiel.

Zwei Wochen früher als geplant nahm Buddy’s im August 2006 den Produktivbetrieb auf. Studer ist mit dem neu gewonnen Überblick sehr zufrieden: „Wir fragen unsere Lieferantenliste, die Gewinnspanne oder sonst irgendetwas ab und haben sofort eine Antwort.“ Auch in der Produktion seien die Verbesserungen nicht zu übersehen. So „denke“ die SAP-Software beispielsweise mit First-in-First-Out-Prinzipien in der Materialwirtschaft mit.
„Die SAP-Business-One-Lösung zeigt beispielsweise an, welche Zutaten wir zuerst verwenden müssen. Einige der Grundstoffe werden hart, wenn sie zu lange lagern und sind dann viel schwieriger zu verarbeiten“, erklärt Studer. Ungern erinnert sich der Firmenchef an die frühere Papierflut, die beim Arbeitsprozess entstand und dann ungenutzt in den Regalen verstaubte. „Jetzt stehen uns per Tastendruck alle Informationen parat.“ „Die Fortschritte sind riesig“, bilanziert auch Riley, „wir warten nun auf grünes Licht für eine Integration mit den Geschäftsabläufen bei Scotts.“

Hege und Pflege der Arbeitsabläufe

FourthShift Edition for SAP Business One enthält ein intelligentes Barcoding- und Workflow-Werkzeug, das Datenerfassung, Arbeitsablaufe und die Gerätesteuerung koordiniert. Buddy’s bedient sich derzeit etwa zwölf mobiler Handhelds, mit denen die Mitarbeiter Barcodes erfassen um Materialbewegungen und den Verbrauch zu verfolgen.
Bei den Dosierwaagen beispielsweise, stellen die Lagerarbeiter das Rohmaterial laut Produktionsauftrag bereit und drucken Etiketten für das Endprodukt, das im Labor einer Qualitätsanalyse unterzogen wird. Anschließend landet die Ware im Packraum, wo es Gabelstaplerfahrer in Empfang nehmen und auf Paletten verladen, die sie mit neuen Etiketten versehen. Der Versand greift dort die Lieferdaten ab und kümmert sich um den Abtransport zu Scotts.

Dauerhaft hoher Ertrag

Die SAP-Partner-Lösung unterstützt Buddy’s im gesamten Fertigungsprozess dabei, Abweichungen aufzuspüren. „Treten beispielsweise wegen eines Maschinenschadens Verluste auf, sind diese in SAP Business One protokolliert. Ist ein Produktionslauf abgeschlossen, lassen sich diese Daten auswerten – die Analyse zeigt uns, was gut läuft und wo Schwachstellen sind“, sagt Studer.

„Wir wollen auf Verlustraten von unter einem Prozent kommen“, erläutert Studer. „Mit SAP können wir jedes Pfund Material nach verfolgen.“ Wenn sich Abfälle und Überschüsse vermindern lassen, spart Buddy’s Scotts eine Menge Geld – denn schließlich sind ein Prozent von über 1,1 Millionen Tonnen gelieferten Produkts kein Pappenstiel.
„Wir haben hier schon profitiert“, so Studer. „Die Nachvollziehbarkeit unserer Abläufe hat sich erhöht, unsere Abweichungen sind zurückgegangen. Ich bin aber sicher, dass wir mit FourthShift Edition for SAP Business One kontinuierlich noch besser werden.“

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