Das Ariba-Netzwerk

Feature | 19. April 2013 von Tony Harris 0

Photo: iStockphoto

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Das Ariba Network stellt eine Handelsplattform im Internet zur Verfügung, über die Unternehmen ein weltweites Netzwerk von Partnern für geschäftliche Transaktionen aufbauen können. Kunden und ihre Lieferanten haben die Möglichkeit, über diese Plattform beispielsweise Bestellungen, Rechnungen und andere Transaktionen auf elektronischem Weg auszutauschen und profitieren dadurch von einem deutlich geringeren Kosten- und Zeitaufwand als bei herkömmlichen Kommunikationskanälen wie Post, Fax, Telefon oder E-Mail.

Kunden können über die Handelsplattform außerdem einfacher nach neuen Lieferanten suchen. An das Ariba Network sind bereits mehr als eine Million Lieferanten angebunden. Die Kunden können mit diesen Lieferanten in Kontakt treten, Angebote von ihnen einholen und direkt Transaktionen mit ihnen ausführen. Erst kürzlich bezeichnete Forrester Research Ariba als führenden Anbieter von Lösungen für die sogenannte Bezugsquellenfindung (d.h. die Zuordnung von Bezugsquellen zu Bedarfen) und Lieferantenverwaltung.

„Die strategische Bezugsquellenfindung ist in den letzten zehn Jahren zu einem wichtigen Instrument für Unternehmen geworden, die ihre Beschaffungsentscheidungen optimieren und Waren und Dienstleistungen über eine weltweite Lieferkette beziehen möchten“, erläutert Tim Minahan, Marketingchef und Executive Vice President für den Bereich Network Strategy bei Ariba.

Eine Übersicht über die Vorteile des Ariba Network:

– Zügige und korrekte elektronische Bestellungen und Rechnungen sparen Zeit und Geld

Durch Funktionen für den elektronischen Datenaustausch werden große Geschäftspartner angesprochen, aber auch der Handel mit kleinen Partnern wird unterstützt

Mit integrierten Cloud-Lösungen können Firmen ihre Ausgaben verwalten und analysieren

Lieferanten können mit nur einem Profil Hunderte von Kunden erreichen

Manuelle Prozesse entfallen

Mit dem Ariba Network können die Kunden von SAP ihre Kosten wirksam senken. Bestellungen lassen sich direkt über das ECC-System (SAP ERP Central Component) des Kunden oder über Fremdsysteme ohne Medienbruch an die Lieferanten senden. Auch Lieferanten können ihre Rechnungen im elektronischen Format an ihre Kunden übermitteln. Diese Rechnungen kommen nur dann beim Empfänger an, wenn sie nach vorab definierten Regeln erstellt wurden. Manuelle Prozesse lassen sich dadurch weitestgehend vermeiden, was einen deutlich geringeren Zeit- und Kostenaufwand zur Folge hat. Ein Unternehmen, das mehrere Hunderttausend Rechnungen jährlich bearbeiten muss, benötigt folglich wesentlich weniger Zeit und Personal für rechnungsbezogene Lieferantenanfragen.

Die korrekten Rechnungen werden direkt an das System des Kunden übermittelt und können umgehend bezahlt werden. Für die Kunden hat dies den Vorteil, dass sie Skonti der Lieferanten in Anspruch nehmen können. Manche Unternehmen können allein dadurch mehrere Millionen Euro jährlich einsparen.

Ariba's Solutions (Photo: Ariba)

Aribas Lösungen (Foto: Ariba)

Erfolgreiche Handelsbeziehungen für Unternehmen aller Größen

Vor allem große Unternehmen übertragen Daten per elektronischem Datenaustausch (EDI, electronic data interchange). Meist werden EDI-Lösungen von Unternehmen genutzt, die umfangreiche Transaktionen mit ihren Geschäftspartnern abwickeln. Davon sind jedoch nur fünf bis zehn Prozent aller Lieferanten betroffen. Auch das Ariba Network bietet Funktionen für den elektronischen Datenaustausch und unterstützt darüber hinaus den Handel zwischen Geschäftspartnern mit kleinerem Transaktionsvolumen. Über das Ariba-Lieferantennetzwerk können Lieferanten Bestellungen und andere Transaktionen einsehen, ohne hierfür ihre ERP-Systeme anbinden zu müssen. Damit ist es über das Ariba Network schnell und einfach möglich, auch Anbieter von Nischenprodukten zu kontaktieren.

Das Ariba-Portfolio umfasst außerdem integrierte Cloud-Lösungen für das Ausgabenmanagement mit Funktionen für Ausgabenanalysen, Bezugsquellenfindung, Vertragsverwaltung, elektronische Beschaffung, Überwachung der Lieferantenleistung und Verwaltung des Umlaufvermögens. Natürlich können auch mit diesen Lösungen die Vorteile des Ariba Network genutzt werden.

Mexikanische Hotelkette optimiert Beschaffung

Ein Beispiel für optimierte Beschaffungsprozesse ist die mexikanische Hotelkette Grupo Posadas, die 140 Hotels mit insgesamt 17.865 Zimmern betreibt. Mit den Cloud-basierten Anwendungen von Ariba profitiert der Konzern von einer effizienteren Beschaffung von Waren und Dienstleistungen, die von Möbeln bis hin zu drahtlosen Systemen reichen.

„Wir möchten die Software nicht auf unseren Systemen installieren, sondern lediglich die damit verbundenen Möglichkeiten nutzen“, so Fausto Jimenez, der für die strategische Bezugsquellenfindung bei der Grupo Posadas verantwortlich ist. „Wir konnten nicht nur unsere Kosten um 18 Prozent senken, sondern auch den Anteil der Ausgaben im Rahmen von Einkaufsverträgen um 25 Prozent steigern“, führt Jimenez weiter aus.

Indem Kunden Rechnungen schneller bezahlen, können sie weitere Einsparungen realisieren. Auch die Lieferanten profitieren von effizienteren Prozessen und einer schnelleren Rechnungsbegleichung.

Beispielsweise benötigen Lieferanten im Ariba Network nur ein einziges Profil bzw. Konto, auch wenn sie mit 100 unterschiedlichen Kunden über das Netzwerk zusammenarbeiten. Dadurch können Lieferantenstammdaten wesentlich einfacher aktualisiert werden, wovon sowohl die Lieferanten selbst als auch ihre Kunden profitieren. Darüber hinaus haben sie über  das Ariba Network die Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen und so ihre Geschäfte erfolgreich auszuweiten.

Ein globales Netzwerk für mehr als nur Beschaffung

Laut Minahan wird sich das Ariba Network zum SAP-Geschäftsnetzwerk für eine Vielzahl von Lösungen und Transaktionen entwickeln und über die derzeitigen Szenarien für Beschaffung und Zahlungsabwicklung hinaus noch wesentlich umfassendere Möglichkeiten für Unternehmen aller Größen bieten.

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