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SAP und Google optimieren Datenschutz in der Public Cloud

Feature | 14. September 2017 von Christoph Böhm 2

Die SAP und Google bieten eine innovative Lösung für Kunden an, die um den Schutz ihrer sensiblen Daten auf einer Public-Cloud-Plattform besorgt sind.

Wie im März 2017 bereits angekündigt, sind die SAP und Google eine Partnerschaft eingegangen, um Unternehmen, die die Public Cloud nutzen, mehr Innovationen, Flexibilität und globale Präsenz bieten zu können. Um in der digitalen Wirtschaft erfolgreich zu sein, bedarf es gemeinschaftlicher Entwicklungen und integrierter Lösungen über die ganze digitale Wertschöpfungskette durch wirkungsvolle Partnerschaften.

Damit Unternehmen die Vorteile des Cloud Computing optimal nutzen können, müssen sie ihre sensiblen Daten auf Public-Cloud-Plattformen hinterlegen und verarbeiten. Dabei müssen sie die erforderlichen Vorschriften beachten und die Risiken mindern, die sich aus unberechtigten Zugriffen ergeben. Unternehmen müssen diesen Anforderungen im Rahmen einer breiteren Lösung für Governance, Risikomanagement und Compliance für eine Public-Cloud-Umgebung gerecht werden.

Die Google Cloud Platform (GCP) bietet vielfältige Sicherheitsfunktionen, die vor externen Angriffen und internen Bedrohungen schützen. Außerdem erfüllt Google umfassende Sicherheits- und Datenschutzstandards für die Public Cloud. Google und die SAP gehen aber in ihrer Kooperation über die bestehenden Sicherheitsfunktionen der GCP hinaus. Gemeinsam möchten beide Unternehmen mehr Transparenz und Kontrollmöglichkeiten für den Zugriff auf Daten gewährleisten, die auf der GCP gespeichert sind. Im Rahmen dieses Modells können Kunden auf die Technologie und das Know-how der SAP setzen, die als vertrauenswürdiger Anbieter von Unternehmenslösungen die Rolle eines Datentreuhänders einnimmt.

Überblick über das Datentreuhändermodell

Mit dem Datentreuhändermodell werden Unternehmen in der Lage sein, Kontrollmechanismen festzulegen, die steuern, wie mit ihren Daten auf der GCP umgegangen wird. Als Datentreuhänder könnte die SAP die definierten Kontrollen kontinuierlich überwachen und bei Bedarf Ausnahmen verwalten. Anfangs wird der Schwerpunkt auf der Transparenz des Datenzugriffes für GCP-Services liegen, die Kundendaten speichern und verarbeiten. Mit Genehmigung der Kunden wird Google der SAP kontinuierlich Zugriffsprotokolldaten bereitstellen. Kunden können dann auf die Technologie und das Wissen der SAP vertrauen, um mehr über die Gründe für diese Zugriffe zu erfahren. Die SAP und Google werden gemeinsam eine integrierte Lösung definieren, mit der die Kontrollmöglichkeiten des Treuhänders für den Umgang mit Kundendaten auf der GCP weiter verbessert werden.

Die Vorteile des Datentreuhändermodells

Kunden können in vielfältiger Weise vom Datentreuhändermodell profitieren. Sie können das umfassende Wissen der SAP über den Sicherheitsstatus, Kontrollmechanismen und Workflows der GCP für sich nutzen. Kunden müssen dadurch kein eigenes Know-how in diesem Bereich aufbauen und könnten mit der SAP als Datentreuhänder sicherstellen, dass beim Abruf und bei der Speicherung ihrer Daten die von ihnen definierten Richtlinien für Datenhoheit und Datenschutz eingehalten werden.

Darüber hinaus erweitern und integrieren die SAP und Google mit dieser Partnerschaft ihre ergänzenden Produktportfolios, um Kunden einen noch größeren Mehrwert bieten zu können.  So werden die wichtigsten Produkte der SAP auf die GCP gebracht. SAP-Anwendungen werden nicht nur von der größeren Reichweite und Geschwindigkeit des Netzwerks profitieren, sondern auch in die G Suite von Google integriert. Die SAP und Google werden weiter gemeinsam an „Infrastructure as a Service“-Lösungen wie dem Datentreuhändermodell arbeiten, damit Unternehmen digitale Services der nächsten Generation entwickeln und einsetzen können.

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