Alumni in Walldorf

Feature | 13. April 2011 von Anna Gerhardt 0

Auf der Alumni-Veranstaltung traf sich Angelika Dammann mit Eliteabsolventen. (Foto: Anna Gerhardt)

Auf der Alumni-Veranstaltung traf sich Angelika Dammann mit Eliteabsolventen. (Foto: Anna Gerhardt)

An die 100 Entscheidungsträger aus Südwestdeutschland kamen Ende März nach Walldorf, um mehr über SAP zu erfahren. Alle waren Alumni weltbekannter Hochschulen wie INSEAD (Institut Européen d’Administration des Affaires), Harvard und Universität St. Gallen. Es ging um die Frage, inwieweit aufstrebende Märkte wie die BRIC-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China) ihr Wachstum eigener Innovation verdanken oder eher Innovationen, die andernorts entstanden. SAP etwa unterhält weltweit große Forschungs- und Entwicklungsstandorte sowie Vertriebs- und Supportcenter in aller Welt. SAP ist also kein passiver Beobachter der Entstehung neuer Märkte, sondern fördert aktiv die Entwicklung innovativer Produkte und will so von den Möglichkeiten profitieren, die diese Märkte bieten.

Personalvorstand Angelika Dammann eröffnete die Veranstaltung mit einer Ansprache über die wichtige Rolle, die fähige Mitarbeiter in der High-Tech-Branche bei der Entwicklung von Innovationen spielen. Sie betonte, dass Innovation immer von Menschen ausgehe, denn „ohne gute Mitarbeiter kann keine Firma innovativ oder erfolgreich sein“. Die Zukunft fordere noch stärker als bisher Menschen, die eine Vision hätten und diese zielstrebig verfolgten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SAP HANA

SAP HANA ist die größte Innovation der letzten zehn Jahre (Foto: Anna Gerhardt)

SAP HANA ist die größte Innovation der letzten zehn Jahre (Foto: Anna Gerhardt)

SAP HANA: Die größte Innovation der letzten zehn Jahre

Dammann hob neue Technologien hervor, die in den vergangenen Jahren die Welt grundlegend verändert haben. Wenn man an Facebook, Twitter, LinkedIn, Wikipedia oder Google denke, hätten einige wenige Menschen die Welt verändert. „Doch große Innovationen gibt es nicht jedes Jahr. “Für SAP ist HANA wohl die größte Innovation der letzten zehn Jahre“, schlug sie den Bogen von der weltweiten Entwicklung zur SAP – IT als Katalysator für Veränderungen im Geschäftsleben. Sie machte aber auch deutlich, dass die Innovationen der letzten Jahre nicht nur positive Auswirkungen hatten: Es sei schwieriger geworden, Risiken auf sich zu nehmen, „nichts bleibt mehr geheim, gute wie schlechte Ideen verbreiten sich in Sekundenschnelle über den Globus und können nicht mehr aufgehalten werden.“ Dammann beschrieb in ihrer Rede einen Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft, womit neue Erwartungen an Menschen sowie an Firmen und Märkte einhergingen.

Die Masse zählt

Clas Neumann ist INSEAD-Alumnus und steht dem globalen SAP-Labs-Netzwerk vor. Er ging auf die Innovationskraft der aufstrebenden Wachstumsmärkte ein. Es sei simple Mathematik, dass große Länder mit vielen Einwohnern letztlich erfolgreicher seien als kleinere Länder: „Am Ende ist es die schiere Masse, die zählt.“ Vor allem die schnellwachsenden BRIC-Länder sieht Neumann als Chance für die IT-Branche. Um erfolgreich zu sein, genüge es aber keineswegs, die besten Produkte zu haben, es seien die beste Strategie und das beste Geschäftsmodell, die über Erfolg oder Misserfolg entschieden. Dabei dürfe man kulturelle Unterschiede nicht außer Acht lassen, da sie neue Herausforderungen an global agierende Unternehmen stellten. Neumann forderte beispielsweise, dass Unternehmen nach und nach an ihren ausländischen Standorten Führungspositionen mit lokalen Mitarbeitern besetzen, um ein partnerschaftliches Arbeitsverhältnis anstelle eines Managementverhältnisses zu etablieren. Er sieht es als unabdingbar an, dass Firmen lokal innovativ sind: „Nur so können sie in neu aufkommenden Märkten erfolgreich sein und die größten Talente anziehen.“

Mehr als 100 ehemalige Studenten nahmen an der Alumni-Veranstaltung teil. (Foto: Anna Gerhardt)

Mehr als 100 ehemalige Studenten nahmen an der Alumni-Veranstaltung teil. (Foto: Anna Gerhardt)

Tags: , ,

Leave a Reply