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Hella: Schlank durch Lieferantenkanban

Feature | 1. Juni 2011 von SAP News 0

Zunehmender Kostendruck und wachsender Wettbewerb aus Fernost: In diesem Umfeld entscheidet eine effiziente Lieferkette über den Erfolg. Mit dem Lieferantenkanbanprozess auf Basis von SAP ERP hat Hella seine Lagerbestände und die Beschaffung optimiert.

„Im Rahmen standardisierter Versorgungsklassen wurde mit der Einführung des Lieferantenkanbanprozesses ein Best-Practice-Prozess entwickelt, um einen kontinuierlichen Materialfluss vom Lieferanten zu Hella sicherzustellen. Durch die verbrauchsgesteuerte Teilebereitstellung können Liefertermine zuverlässiger eingehalten werden und Lagerbestände drastisch reduziert werden. Damit kommen wir dem Ziel der Just-in-time-Belieferungen ein ganzes Stück näher“, Torsten Schütte, Projektmanager, Hella KGaA Hueck & Co.

Als Hersteller innovativer Licht- und Elektronikprodukte ist Hella einer der weltweit führenden Automobilzulieferer. Mit einem Umsatz von rund 3,6 Milliarden Euro beschäftigt der Konzern weltweit rund 23.000 Mitarbeiter an 70 Standorten in mehr als 30 Ländern.

Um seine Wettbewerbsposition dauerhaft zu festigen, etablierte der Zulieferer das Hella-Produktionssystem (HelPS). Neben einer fehlerfreien, effizienten Produktion soll HelPS vor allem den Materialfluss in der gesamten Lieferkette optimieren. Seit 2009 trägt dazu das automatisierte Lieferantenkanban auf Basis von SAP ERP bei. Es erweitert die Pull-Steuerung der Fertigung bei Hella auf den Beschaffungsprozess.

Lagerbestände massiv reduziert

Das Kanbanprinzip orientiert sich ausschließlich am aktuellen Verbrauch der herzustellenden Produkte. Im Klartext: Bei Hella sind immer nur die Materialien am Lager, die in der Fertigung innerhalb einer definierten Zeitspanne produziert werden können. Während früher im „alten“ Kanbanprozess ein Mitarbeiter die entsprechenden Bestellungen manuell koordinierte, stößt das SAP-System die Beschaffung heute vollautomatisch an. „Dadurch reduzieren wir Lagerbestände dieser Versorgungsklasse um bis zu 75 Prozent und verbessern gleichzeitig die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten“, sagt Hella-Projektleiter Torsten Schütte.

Das System erkennt von selbst, welche Mengen aus dem jeweiligen Lager entnommen werden, erzeugt automatisch entsprechende Mengenabrufe und bündelt diese zu einer Gesamtbestellung. Diese läuft dann beim entsprechenden Lieferanten per EDI-Nachricht, Hella WebEdi oder Fax automatisch auf. Manuelle Eingriffe durch die Einkaufsdisposition sind damit praktisch überflüssig. Die Kontrolle erfolgt über den standardisierten Kanbanmonitor im SAP-System.

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