Heute für die Märkte von morgen planen

Feature | 21. Dezember 2005 von admin 0

Nach einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hat die stark mittelständisch geprägte Konsumgüterindustrie in den letzten zehn Jahren viel in Individualsysteme investiert. Die aber lassen eine Vernetzung zum Hersteller oder zum Kunden gar nicht oder nur zu hohen Kosten zu. „Viele der bislang in der mittelständischen Konsumgüterindustrie eingesetzten Systeme können nur schwer und mit sehr hohem Aufwand an neue und zukünftige Anforderungen angepasst werden“, bestätigt Waliuollah Ali, Leiter Geschäftsfeld Prozess- und Konsumgüterindustrie beim SAP Business Partner itelligence.

Komplexe Herausforderungen meistern

Dabei werden die Herausforderungen für mittelständische Betriebe in der Konsumgüterindustrie immer komplexer. Zum einen sind es gesetzliche Bestimmungen und Normen zur Chargenrückverfolgung – vom Lieferanten bis zum Endkunden bzw. vom Rohstoff bis zum Endprodukt –, welche die Betriebe erfüllen müssen. Hinzu kommt der wachsende Preisdruck. „Wer da keine aktuellen und transparenten Zahlen über seine Herstellungs- bzw. Produktionskosten sowie die erzielten Margen verfügbar hat, wird auf Dauer nicht wettbewerbsfähig bleiben“, verdeutlicht Waliuollah Ali. Zudem kann die langfristige Bindung von Kunden und Geschäftspartnern an das eigene Unternehmen nur mit modernen und zukunftsfähigen Systemen sichergestellt werden. Der elektronische Datenaustausch mittels EDI (Electronic Data Interchange) oder die Bestandsführung beim Kunden mittels VMI (Vendor Managed Inventory) gehören hier zum Standard. Außerdem müssten neue Technologien wie SAP RFID für Wareneingang (z.B. Rohstoffe), Produktion sowie Kommissionierung, Versand und Verpackung in die Systeme integrierbar sein.
Mit it.consumer liefert itelligence den mittelständischen Unternehmen aus der Konsumgüterindustrie eine maßgeschneiderte Lösung, die alle relevanten Anforderungen und Prozesse abdeckt und durchgängig abbildet. „In die mySAP-All-in-One-Lösung sind zahlreiche Erfahrungen aus Kundenprojekten eingeflossen, denn die Konsumgüterindustrie gehört zu den Kernbranchen von itelligence“, erläutert Waliuollah Ali. Der Bielefelder SAP Business Partner adressiert mit der Branchenlösung vor allem Unternehmen mit einer Umsatzgröße zwischen 30 und 150 Millionen Euro beziehungsweise einer Mitarbeiterzahl zwischen 50 und 500. it.consumer basiert auf SAP Best Practices for Consumer Products und ist auf dem Release 4.7 (SAP R/3 Enterprise) qualifiziert. „Die Qualifizierung durch die SAP dokumentiert, dass in unsere Lösung fundiertes Branchen-Know-how eingeflossen ist und sie dadurch die hohen SAP-Standards in puncto technologischer Kompatibilität voll erfüllt“, verdeutlicht Waliuollah Ali.

Alle relevanten Prozesse abgedeckt

Sowohl technologisch als auch funktional ist it.consumer auf dem aktuellsten Stand. So sind alle relevanten EDI-Szenarien sowie auch der VMI-Prozess im System voreingestellt. Die Anbindung weiterer Lösungen wie mySAP CRM (mySAP Customer Relationship Management), mySAP SCM (mySAP Supply Chain Management) oder Technologie-Komponenten von SAP NetWeaver wie SAP BW (SAP Business Information Warehouse) und Portale sind bereits in vielen Projekten realisiert.
Mittelständler können ihre Geschäftsprozesse mit it.consumer entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchgängig in einem System abbilden. Zum Beispiel ist die Chargenrückverfolgung vom Rohstoffeinkauf beim Lieferanten über sämtliche Produktionsprozesse inklusive aller beteiligten Zwischenprodukte bis zur Auslieferung des Endprodukts an jeden einzelnen Kunden gewährleistet. Alle notwendigen Informationen und Auswertungen sind aktuell und auf Knopfdruck verfügbar.

Ein weiterer Vorteil für die Unternehmen liegt im einheitlichen Stammdatenmanagement. Kunden- und Artikelstammdaten werden zentral für alle Anwendungen gepflegt und sind im gesamten System verfügbar. Das vermeidet Redundanzen und optimiert die Prozesse. Der Auftragssachbearbeiter erhält alle relevanten Informationen zu einem Kunden oder einem Artikel aus den jeweiligen Stammdaten. Dank der direkten Kommunikation mit der Finanzbuchhaltung kann er sich auch Daten anzeigen lassen, die das Kreditmanagement eines Kunden betreffen. Zusätzlich ist die Verfügbarkeitsprüfung für einen Artikel direkt aus der Bestandsführung heraus möglich.

Durchgängiger Informationsfluss

Darüber hinaus stellt die Lösung alle Informationen zu bestehenden Angeboten und Rahmenverträgen sowie Übersichten zu bereits erfassten, ausgelieferten und fakturierten Aufträgen, aktuellen Umsatzzahlen und bestellten Artikeln bereit. Auch sämtliche Informationen zu den einzelnen Ansprechpartnern eines Kunden können in it.consumer erfasst werden. In der Disposition werden alle Bedarfe geprüft und bei nicht ausreichendem Bestand automatisch entsprechende Vorschläge generiert (z.B. Produktionsauftrag bei Artikeln aus der eigenen Fertigung, Bestellvorschläge bei Zukaufsteilen und Rohstoffen aus der Rezeptur bzw. Stückliste), so dass das Material rechtzeitig beschafft beziehungsweise produziert werden kann.
Bei der Auslieferung wird – nach einer automatischen Chargenfindung gemäß vorab definierten Regeln (z.B. FIFO-Verfahren (First In – First Out) oder Prüfung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD-Prüfung)) – auf die verfügbaren Bestände zugegriffen. Danach wird die Ware kommissioniert und sowohl mengenmäßig in der Bestandsführung als auch wertmäßig in der Finanzbuchhaltung ausgebucht. Die gesamte Lagerabwicklung und Kommissionierung kann dabei unter Nutzung der RF-Technologie (Radio Frequency) komplett mit Scannern oder Handhelds erfolgen. Über die SAP-Konsole lassen sich alle gängigen Scannertypen direkt an it.consumer anschließen.
Alle für die Fakturierung erforderlichen Belege werden danach im so genannten Fakturavorrat zusammengeführt und können dort wahlweise manuell oder automatisiert als Einzel- oder Sammelrechnungen erstellt und an die Kunden verschickt werden. Die Rechnungsdaten übergibt it.consumer automatisch als offene Posten an die Finanzbuchhaltung und zur Ermittlung der Ergebnisrechnung ans Controlling. Parallel dazu werden die relevanten Kennzahlen, wie Kunde, Artikel, Umsatz, Umsatzmenge, Deckungsbeitrag etc., in spezifischen Statistik-Strukturen fortgeschrieben. Somit stehen dem Management jederzeit aktuelle Daten zu allen wichtigen Unternehmenskennzahlen für Auswertungen und Analysen zur Verfügung. Das ermöglicht einerseits einen hervorragenden Überblick über die Umsatz- und Ergebnissituation eines Unternehmens in beliebigem Detaillierungsgrad, andererseits unterstützt es eine innovative Produkt- und Sortimentspolitik.
„Dank des bereichsübergreifenden Informationsflusses in it.consumer sind die einzelnen logistischen, technischen und betriebswirtschaftlichen Abläufe eng miteinander verzahnt“, berichtet Waliuollah Ali. Damit fördert die Lösung die integrierte und optimierte Zusammenarbeit aller Partner entlang der Supply Chain, denn Bedarfe, Materialfluss, Produktion und Lieferung werden exakt gesteuert und aufeinander abgestimmt. „Das verkürzt die Durchlaufzeiten und setzt gebundenes Kapital frei.“

Schnell und kostengünstig eingeführt

Trotz des umfassenden Funktionsumfangs können selbst kleinere Mittelständler die SAP-basierte Branchenlösung schnell und kostengünstig innerhalb von drei bis sechs Monaten einführen. Neben der Implementierung zum Festpreis bietet itelligence in Zusammenarbeit mit der BFL Leasing GmbH auch attraktive Leasingmodelle an. So ist die Branchenlösung inklusive Installation, Schulung der Key-User, Implementierungs- und Einführungsberatung sowie SAP-Server bereits ab 129 Euro pro Monat und User erhältlich.
Die Hardwarevoraussetzungen hängen von der Anzahl der Benutzer ab. Generell jedoch läuft it.consumer auf allen gängigen Servertypen, Betriebssystemen und Datenbanken. Als Clients genügen herkömmliche Arbeitsplatz-PCs. Eine Mindestuserzahl gibt es nicht. Bei den bestehenden Installationen sind es in der Regel 15 und mehr Anwender, die bisher kleinste Installation der mySAP-All-in-One-Lösung wird von fünf Usern genutzt. „Das beweist“, so Waliuollah Ali, „dass it.consumer auch in kleineren Betrieben erfolgreich und zu akzeptablen Kosten einsetzbar ist.“

Weitere Informationen:

www.itelligence.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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