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Einkaufen leicht gemacht mit dem Service Marktplatz

14. März 2017 von Federica De Monte Faginto 0

Lieferladen führt die digitale Transformation im deutschen Lebensmittelmarkt an: Während Lebensmittelhändler von einem unkomplizierten Online-Ressourcenmanagement profitieren, genießen Verbraucher ein vereinfachtes Shopping-Erlebnis

Wir leben in einer Welt, in der alles nur einen Klick weit entfernt ist: ob Bücher, Kleider oder Elektronik – was auch immer wir uns wünschen, können wir ganz einfach haben, und das sogar ohne uns vom Schreibtisch oder der Couch wegzubewegen. Was wir heute mit „Jetzt kaufen“ bestellen, halten wir morgen schon in Händen. Bald wird dies sogar noch schneller geschehen – innerhalb von 30 Minuten oder weniger. Geliefert wird dann nicht mehr mit LKWs, sondern mit Drohnen, die überall herumschwirren werden.

Was ist die große Herausforderung im Lebensmittemarkt?

Während große Marken fieberhaft daran arbeiten, diese Vision in die Tat umzusetzen, hat der Schweizer Software-Anbieter SAAS Software as a Service AG diese Lücke im Lebensmittelmarkt erfolgreich geschlossen und sich dem Heimliefertrend angepasst: der gesamte Wocheneinkauf kann nun online abgewickelt werden.

„Was ist daran schon besonders?“, werden sich viele fragen. Die beste Antwort ist wohl eine Gegenfrage: „Wo kaufen Sie normalerweise frische Lebensmittel wie Trauben, Milch und Eier ein?“ Höchstwahrscheinlich gehen Sie hierfür in den nächst gelegenen Supermarkt, rennen durch die verschiedenen Gänge und legen alles in Ihren Einkaufswagen. Und warum ist das so? Weil die meisten Supermärkte frische Lebensmittel ausschließlich in ihren Läden verkaufen.

Das gleiche gilt für den deutschen Lebensmittelmarkt. Supermärkte und Lebensmittelläden verfügen über Webseiten und Apps, aber hierüber lässt sich meist nicht der gesamte Einkauf erledigen. Die Benutzererfahrung gleicht eher einem Schaufensterbummel – man kann sich zwar alles anschauen, aber nicht unbedingt alles kaufen. Oder es steht im besten Falle eine begrenzte Auswahl der gesamten Produktpalette zum Kauf zur Verfügung, welche jedoch keine frischen Lebensmittel enthält. Also, was tun?

Die Lücke schließen mit SAP Hybris

Die SAAS AG hat schnell begriffen, dass sie traditionellen Lebensmittelhändlern ganz einfach dabei helfen kann, dieses Kundenbedürfnis zu stillen, indem sie ihr existierendes Geschäft mit der richtigen Shopping-Plattform verbinden. Die Frage jedoch war, wie sich die Produkte am besten darstellen und vermarkten lassen, damit sich über diesen Kanal Umsatz generieren lässt.

Um das gewünschte Benutzererlebnis anbieten zu können, hat SAAS AG eine Kombination aus verschiedenen Services verwendet, die sie auf dem SAP Hybris as a Service Marktplatz abonniert haben. Sie haben die SAAS Food Commerce Suite entwickelt, welche auf Hybris-as-a-Service (YaaS) läuft und Commerce-as-a-Service benutzt – ein API-First-Ansatz, um Apps zu bauen, die auf allen Kanälen und Geräten laufen. Sie haben die systemeigene automatische Auftragssplittung, die Auswahllistenerstellung und das Auftragsmanagement verbessert, indem sie Mix-Ins und Mash-Ups verschiedener Services benutzt haben. „Wir konnten die existierende Storefront-Vorlage nehmen und diese anpassen, indem wir das Single-Page-Application-Konzept verwendet haben. Auf diese Weise müssen wir nur einen Code pflegen für alle Kundensysteme“, sagt Eberhardt Weber, Geschäftsführer der SAAS AG und Gründer von Lieferladen.de.

Die Vorteile für Lebensmittelhändler und Verbraucher

Doch was genau ist Lieferladen.de? Es handelt sich dabei um ein Partnersystem, das regionale Online-Supermärkte und örtliche Lebensmittelhändler zusammenbringt. Die Shopping-Funktionalitäten sind dabei auf die Anforderungen der Kunden zugeschnitten. Dank des umsatzbasierten Partnerschaftsmodels können Lebensmittelhändler jetzt einen zusätzlichen Verkaufskanal nutzen, ohne größere Investitionen zu tätigen. Während Lebensmittelhändler von einem unkomplizierten Online-Ressourcenmanagement (für Produkte, Kunden, Bestellungen und Marketing-Content) profitieren, genießen Verbraucher ein vereinfachtes Shopping-Erlebnis, das durch intelligente Funktionen und Responsive Design verbessert wurde und keine zusätzliche App erfordert.

Zurzeit gibt es Lieferladen.de in Stuttgart und Ulm, aber der Plan ist, es bundesweit in weiteren Städten anzubieten. „Wir wollten uns nicht um die Skalierung und Performance sorgen müssen. Wir wollten außerdem in der Lage sein, weitere Funktionalitäten hinzuzufügen und voreingebaute Funktionen wirksam einzusetzen“, sagt Weber. Weitere Beweggründe waren das einfache User-Management und die Bereitstellung von Kundensystemen. „Das gibt uns die Möglichkeit, massenweise neue Lebensmittelhändler mit ihrem Webauftritt auf unsere Plattform zu bringen.“ Das Self-Service-Konzept war ebenfalls sehr wichtig, damit in Zukunft jeder Lebensmittelhändler selbst seinen neuen Store einrichten kann.

Doch auch außerhalb des Partnersystems können Lebensmittelhändler nun ihre Ware online verkaufen, wie das Beispiel des Bio-Supermarkts Naturgut zeigt. Sie verwenden die gleiche Technologie wie Lieferladen.de und sind als Software-as-a-Service-Kunde der SAAS AG mit ihrer eigenen Marke live gegangen.

YaaS beste Wahl: neue Einnahmequellen über den Service Marktplatz generieren

Weber hatte verschieden Alternativen unter die Lupe genommen, aber dann schnell festgestellt, dass es keine bessere Wahl für ihn gab: „YaaS hat uns auf ganzer Linie überzeugt.  Wir glauben fest daran, dass dies die Zukunft der Software-Industrie sein wird“, sagt er. Was außerdem noch attraktiv war: neue Einnahmequellen aus den getätigten Investitionen über den SAP Hybris as a Service Marktplatz zu generieren. Schließlich fasst Weber zusammen: „Wir glauben an den komponentenbasierten Ansatz und vertrauen in die bewährte Expertise und in das Know-How von SAP Hybris.“

Es wird also Zeit umzudenken – egal, ob Sie es leid sind, die schweren Einkaufstüten nach Hause zu tragen oder ob sie nur gespannt sind, mit Lieferladen.de einen neuen digitalen Verkaufskanal zu erkunden. Und auch wenn Ihr Obst und Gemüse aktuell noch nicht mit Hilfe von Drohnen geliefert werden wird, kommen Sie dennoch in den Genuss, ihren Einkauf gleich am nächsten Tag an der Haustür in Empfang zu nehmen. Das hört sich ja schon mal nicht so schlecht an, oder?

Foto via Shutterstock

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