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IDC veröffentlicht Marktprognose für 2015

5. Januar 2015 von Susan Galer 0

Das Marktforschungsinstitut IDC hat seine globale Marktprognose für 2015 veröffentlicht.

Chefanalyst Frank Gens stellte die Prognose, die in einem entsprechenden Bericht detailliert ausgeführt ist, in einer Webkonferenz vor. Dies sind die wichtigsten IT-Trends für 2015:

Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie

Die weltweiten Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) werden 2015 um 3,8 Prozent auf mehr als 2,9 Billionen Euro steigen. Der größte Teil der Investitionen wird dabei in die sogenannte „dritte Plattform“ fließen, also unter anderem in Cloud-Angebote, mobile Lösungen, soziale Netzwerke und Big-Data-Technologie.

Wireless Data

Wireless Data wird 2015 der größte (421 Milliarden Euro) und am schnellsten wachsende Sektor (13 Prozent) im Bereich Telekommunikationsdienste sein. Um nicht zu Infrastrukturanbietern marginalisiert zu werden, werden die Netzbetreiber Plattform- und API-basierte Dienste entwickeln, die Mehrwert bieten und die Netzwerke für Entwickler interessant machen.

Wearables

Bei den tragbaren Technologien, den sogenannten Wearables, ist 2015 ein wahres Innovationsfeuerwerk zu erwarten. Die Verkaufszahlen hingegen werden hinter den Erwartungen zurückbleiben. Außerdem wird die Anzahl der Downloads im Bereich mobile Apps zurückgehen, wohingegen sich die Menge mobiler Unternehmensanwendungen verdoppeln wird.

Cloud-Services

Auch 2015 stehen Cloud-Services im Zentrum des Interesses. So werden die Investitionen in das umfassende Cloud-Ökosystem nächstes Jahr 93 Milliarden Euro betragen. Die Nutzung cloudbasierter Infrastructure-as-a-Service (IaaS) wird sprunghaft ansteigen (36 Prozent), da Marktführer Amazon durch Wettbewerber, die sich an seinem Erfolgsprinzip orientieren, von allen Seiten unter Druck gerät.

Weltweite Ausgaben

Die weltweiten Ausgaben für Software, Hardware und Dienste im Zusammenhang mit Big Data werden auf 98 Milliarden Euro ansteigen. Die Analyse von Rich Media (Video-, Audio- und Bildinhalten) wird sich immer mehr zu einer wichtigen Triebfeder für Big-Data-Projekte entwickeln.

Internet der Dinge

Ein Drittel der Ausgaben für das Internet der Dinge (IoT) wird 2015 für intelligente eingebettete Geräte außerhalb der IT- und Telekommunikationsbranche getätigt. Unterstützt wird dies durch Partnerschaften zwischen führenden IT-Unternehmen, die den Markt für Branchenlösungen anregen wollen. Darüber hinaus wird sich vorausschauende Wartung zu einer wichtigen Lösungskategorie im Bereich IoT entwickeln.

Cloud first

Der Trend geht hin zu „Cloud first“-Innovationen im Bereich Hardware und einem höheren Maß an Konsolidierung bei Anbietern von Servern, Speichern, Software und Netzwerken. Bei den führenden IT-Anbietern rechnet IDC 2015 zudem mit zwei oder drei Fusionen, Akquisitionen oder Umstrukturierungen.

Brancheninnovationen

Verschiedene Brancheninnovationen werden 2015 für Aufsehen sorgen. Dazu gehören beispielsweise alternative Zahlungsnetzwerke in der Finanzdienstleistungsbranche, der Einsatz von IoT-Technologien für die städtische Sicherheit, das öffentliche Bauwesen und den Nahverkehr sowie der Ausbau von standortbasierten Diensten im Einzelhandel.

Sicherheitslösungen

Sicherheitslösungen, die für die dritte Plattform optimiert sind und die Cloud durch biometrische Sicherheitstechnik auf mobilen Geräten nach außen und durch standardmäßige Verschlüsselung von Cloud-Inhalten nach innen absichern. Die Erkennung von Internetbedrohungen (Threat Intelligence) wird sich im Bereich Data-as-a-Service zu einem wichtigen Geschäftsfeld entwickeln. So werden immer mehr Unternehmen maßgeschneiderte Daten zu potenziellen Sicherheitsbedrohungen beziehen. Darüber hinaus werden sich Hersteller konventioneller Druckgeräte verstärkt auf den 3D-Druck konzentrieren. Sie sichern sich so einen guten Ausgangspunkt für den harten Kampf um kommerzielle und industrielle Märkte, der sich für 2016 abzeichnet.

China

Der Einfluss Chinas auf dem weltweiten IKT-Markt wird sich 2015 immens verstärken. So werden chinesische Investitionen einen Anteil von 43 Prozent am gesamten Branchenwachstum haben. Außerdem wird ein Drittel aller Smartphone-Käufe und rund ein Drittel aller Online-Shopper aus China kommen.
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Bildquelle: Shutterstock

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