Immer gut verbunden mit DDS smart cable solution

Feature | 21. Januar 2004 von admin 0

„Der Strom kommt aus der Steckdose“ lautet ein geflügeltes Wort. In die Steckdose und die jeweiligen Endgeräte, vom Bügeleisen bis zur Waschmaschine, kommt er auch heute noch vorwiegend über Strom- und Steuerleitungen aus Kupfer. Kupferkabel sind demnach ein zentraler Baustein unserer gesamten Energieversorgung. Zudem werden sie in den verschiedensten Bereichen bei der Übermittlung digitaler Informationen vor allem in Firmennetzwerken (LANs) eingesetzt. „Eine der wesentlichsten Herausforderungen für den mittelständischen Kabelhandel ist demnach, den jeweils tagesaktuellen Kupferpreis zu kennen“, erklärt Dr. Gunther Reinhard, Geschäftsführer der DDS Dentaurum Data Service GmbH. Denn beim Verkauf von Kabeln und Leitungen wird in Abhängigkeit vom Kupfertagespreis ein Zuschlag berechnet. Diesem Zuschlag liegt eine bestimmte mathematische Formel zugrunde. „Allerdings“, so fügt Reinhard hinzu, „kann diese Berechnung in der Standardausführung von SAP Business One nicht durchgeführt werden. Deshalb haben wir mit DDS smart cable solution eine Zusatzlösung zu SAP Business One für den mittelständischen Kabelhandel entwickelt, welche diesen Zuschlag auf den Kupferpreis problemlos berechnen kann.“

Gut gerechnet ist halb gewonnen

Laut der Kupferformel bemisst sich der Kupferzuschlag in Euro pro Kilometer aus der Kupferzahl, multipliziert mit der DEL-Notiz (= Deutsche Elektrolyt-Kupfer-Notiz für Leitmaterial) inklusive einem Prozent Beschaffungskosten. Von der DEL-Notiz und den Bezugskosten wird die Kupferbasis abgezogen und das Ganze durch den Faktor 100 geteilt. „Das Ganze stellt sich komplexer dar, als es in Wirklichkeit ist“, beruhigt Reinhard. Das Kupfergewicht eines Kabels beziehungsweise einer Leitung wird für jede Abmessung als Kupferzahl in Kilogramm pro Kilometer angegeben. „Die DEL-Notiz“, erklärt der DDS-Geschäftsführer, „ist dabei ein börsenabhängiger Betrag und wird in Euro pro 100 kg für Kupfer (Cu) angegeben.“ Bei Kabeln und Leitungen müssten zur Tagesnotierung noch ein Prozent Beschaffungskosten hinzugerechnet werden. In Preislisten für Kabel wird in der Regel bereits ein Anteil des Kupferpreises auf der Grundlage der Kupferzahl ausgewiesen. Dieser Metallpreis wird in Euro pro 100 kg angegeben und als Kupferbasis bezeichnet.
„Mit Hilfe der von uns entwickelten Lösung können diese Berechnungen jetzt auch in SAP Business One durchgeführt werden“, erläutert Reinhard weiter. Kern der DDS-Dentaurum-Lösung ist, dass der Artikelstamm im Business-Management-System der SAP um die Felder „Kupferzahl“ und „Kupferbasis“ erweitert, sowie der Kupferzuschlag pro Kabelposition automatisch erzeugt wird. Mittels einer speziellen Tabelle werden dabei die Kupferkurse verwaltet. Zudem wird in die Tabelle täglich die aktuelle Kupfernotierung eingepflegt. Durch die
freie Wahl des DEL-Basisdatums können Kabelhandelsunternehmen individuell bestimmen, ob die DEL-Notiz vom Tag des Angebots, des Auftrages oder der Rechnung gewählt werden soll. „So kann der Kabelhandel seine Prozesse mittels DDS smart cable solution optimal abbilden“, verdeutlicht Reinhard. „Und um den Unternehmen die tägliche Arbeit mit der Lösung zu erleichtern, haben wir verschiedene Prozesse automatisiert.“ Dazu gehören unter anderem die tägliche Erinnerung, die aktuelle Kupfernotierung einzupflegen. Ebenso werden Zuschläge beim Einfügen einer Position in Angebote, Aufträge, Rechnungen oder ähnlichem automatisch berechnet.

Es muss nicht immer Kupfer sein

Der in Ispringen ansässige SAP Business Partner adressiert mit dem Add-On allerdings nicht allein den Kabelhandel. Motivation bei der Entwicklung der Lösung war, diese überall dort einsetzen zu können, wo Edelmetallzuschläge beziehungsweise positionsbezogene Zuschläge im Allgemeinen benötigt werden. Hierfür müssen in der Lösung nur geringfügige Anpassungen vorgenommen werden. „Aus Gründen einer besseren System-Performance haben wir uns dafür entschieden, die Erweiterung aus dem SAP-Business-One-Standard heraus zu entwickeln“, offenbart Geschäftsführer Reinhard. Die Herausforderung für DDS habe demnach darin bestanden, die Anforderungen an die Zusatzlösung ohne Einsatz des SAP Business One Software Development Kits (SDK) abzubilden.
Die Systemvoraussetzungen sind identisch mit jenen von SAP Business One, ebenso die Mindestzahl von zwei Usern. Da die Lösung für den mittelständischen Kabelhändler konzipiert ist, veranschlagt das Softwareunternehmen als Einführungszeit durchschnittlich etwa vier Wochen, Datenübernahme und Schulung mit eingerechnet. Preise für die Lösung teilt DDS Dentaurum Data Service auf Anfrage mit. Da jedes Unternehmen unterschiedlich strukturiert ist und unterschiedliche Anforderungen hat, „können wir genaue Preise nicht proaktiv kalkulieren und kommunizieren“, so Reinhard. Sicher sei aber, dass Kabelhändler mit DDS smart cable solution gut verbunden sind.

Weitere Informationen:

www.ddsdata.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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