Immer mehr Banken bevorzugen Standardsoftware

Feature | 6. Dezember 2004 von admin 0

Als Erfolgsfaktoren für die Softwareeinführung nennen Manager von über 100 international führenden Banken die Unterstützung seitens des Top-Managements, die klare Definition von Zielen und Anforderungen sowie die frühe Einbindung der Endanwender. Grundlage der Studie bildete eine Umfrage bei Führungskräften in über 100 der weltweit größten Banken. Sie bietet einen Einblick in den zunehmenden Einsatz von ERP-Software im Bankwesen und kommt zu folgenden wesentlichen Ergebnissen:

  • Standardsoftware ersetzt Eigenentwicklungen: ERP hat sich im Bankwesen bewährt und wird zunehmend eingesetzt. Rund die Hälfte der befragten Banken nutzt bereits ERP-Lösungen, weitere 14 Prozent erwägen den Einsatz. Während vor fünf Jahren der Anteil an Standardsoftware in Banken nicht einmal 40 Prozent betrug, soll dieser Anteil in den kommenden Jahren auf mehr als 60 Prozent steigen.
  • Geschäftsprozessoptimierung forciert ERP-Verbreitung: Mehr Effizienz in Geschäftsprozessen gekoppelt mit der Notwendigkeit höherer Informationstransparenz und -qualität sind die wesentlichen Treiber für den Einsatz eines ERP-Systems, so die Befragten. Benutzerfreundlichkeit ist ein weiterer Aspekt, der die Kaufentscheidung beeinflusst. Neue ERP-Lösungen mit Portalfunktionen steigern die Akzeptanz bei Endanwendern.
  • Integrationsbedarf: Die Integrationsfähigkeit von ERP-Lösungen mit bestehenden Anwendungssystemen ist von entscheidender Bedeutung für Banken. Außerdem bevorzugt die Mehrheit der befragten Banken – knapp 60 Prozent – die Kombination von IT-Lösungen verschiedener Anbieter, anstatt sich auf Lösungen eines Herstellers zu konzentrieren. Integration spielt zudem eine wesentliche Rolle im Kontext von Fusionen und Übernahmen, die eine anschließende Datenintegration aus unterschiedlichen IT-Landschaften erfordern.
  • Erfolgsfaktoren für ERP: Die Unterstützung durch das Top-Management, präzise Vorgaben und eine frühe Einbeziehung der Endanwender wurden übereinstimmend als kritische Erfolgsfaktoren für eine ERP-Implementierung genannt. Dies unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung von ERP-Software, die alle Bereiche des Bankgeschäfts berührt.

SAP-Software – das Rückgrat einer IT-Infrastruktur

Traditionell haben Banken auf eigenentwickelte, unternehmensspezifische Softwarelösungen für Kerngeschäftsprozesse und branchentypische Anforderungen vertraut. Die Gründe für den Wechsel auf Standardsoftware liegen in einem härteren Wettbewerb, sinkenden Margen, neuen gesetzlichen Bestimmungen sowie Fusionen und Übernahmen. Dem entsprechend sind Banken gefordert, ihre IT-Systeme zu integrieren, um größtmöglichen Nutzen aus bestehenden Investitionen zu ziehen und gleichzeitig neue Lösungen einbinden zu können, beziehungsweise Fusionen und Übernahmen besser zu meistern. Die Entwicklung von IT-Umgebungen hin zu flexiblen und anpassungsfähigen Enterprise Service Architectures (ESA), welche die Integration weiter vereinfachen, macht ERP-Standardsoftware noch attraktiver für Banken.
„Unsere Studie stellt die derzeit umfassendste Analyse über den ERP-Einsatz im Bankgewerbe dar“, erklärt Professor Dr. Dirk Schiereck, Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Bank- und Finanzmanagement an der European Business School. „Angestrebtes Wachstum, die Fähigkeit, dabei Systeme zu integrieren und auszubauen sowie der Bedarf nach einer breiten Palette bedienerfreundlicher Funktionen sind die wesentlichen Entscheidungskriterien für ein ERP-System. Überraschend gering ist der Einfluss von Kostenerwägungen. Dies zeigt eindeutig das wachsende Verständnis bei Banken für den strategischen und langfristigen Mehrwert von ERP.“
„Entgegen landläufiger Meinung nutzen Banken auf der ganzen Welt bereits heute ERP-Lösungen. Ihr Ziel ist es, ihr Unternehmen in eine flexible Organisation mit modernen und bewährten Geschäftsprozessen umzuwandeln“, kommentiert Thomas Balgheim, Senior Vice President für Financial Services bei SAP. „Softwarelösungen, wie SAP sie anbietet, sind wichtig für Banken. Sie bilden das Rückgrat einer IT-Infrastruktur und helfen, die Standardisierung und Integration heterogener IT-Systeme voran zu treiben, um so die Komplexität und den Pflegeaufwand zu reduzieren.“ Die Studie „ERP in Banking“ wurde vom Stiftungslehrstuhl für Bank- und Finanzmanagement und dem Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik an der European Business School (ebs) im Auftrag der SAP AG durchgeführt. Sie steht zum Download im Internet bereit.

Quelle: SAP AG

Tags: ,

Leave a Reply