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Immer wieder raus aus der Komfortzone

Feature | 4. März 2016 von Torsten Falk 0

Andre Wenz hat letztes Jahr beim Wettbewerb „CEO of the Future“ den dritten Platz absolviert. Nun arbeitet er beim SAP Innovation Center Potsdam.

Andre Wenz hat in Atom- und Quantenphysik promoviert. Was ihn antreibt und was seine Arbeit von ihm fordert.

CEO of the Future 2015, Platz 3: Andre Wenz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Physikalischen Institut der Uni Heidelberg, Promotion in Physik (summa cum laude), Heidelberg/Berkley

Andre Wenz arbeitete beim Wettbewerb CEO of the Future an einem Konzept, wie sich die Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld der Zukunft auswirkt und wie man in Deutschland ein Innovationszentrum ähnlich dem Silicon Valley aufbauen könnte.

Andre Wenz: Mich hat schon immer interessiert, wie Dinge um uns herum funktionieren und welchen Regeln sie folgen. Deshalb habe ich bereits in meiner Jugend viele meiner elektronischen Geräte auseinandergenommen. Interesse an Mathematik und ein sehr guter Physiklehrer haben ihr Übriges getan. Nach dem Zivildienst habe ich in Deutschland und Brasilien Physik studiert. Und in den USA und in Deutschland promoviert. Als Student in Heidelberg kannte ich die SAP bereits. Aber erst ein Workshop am Innovation Center in Potsdam hat mir gezeigt, mit welcher Offenheit hier gearbeitet wird. Alles wird ausprobiert. Und das mit spannenden Leuten aus den verschiedensten Fachrichtungen.

Was war Ihre Motivation, an dem Wettbewerb „CEO of the Future“ teilzunehmen, und worum ging es im Konzept?

Ein Freund hat mich auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. Und da ich ohnehin vorhatte, aus der Forschung in die Industrie zu wechseln, kam das wie gerufen. Unser Team bestand aus fünf Personen. Im Wesentlichen ging es darum, wie sich die Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld der Zukunft auswirkt und wie man in Deutschland ein Innovationszentrum ähnlich dem Silicon Valley aufbauen könnte. In unserer Hauptaufgabe, die am Ende der Jury präsentiert wurde, sollten wir eine neue Verkaufsstrategie für Porsche entwickeln und uns dabei besonders auf die Generation Y konzentrieren. Alles Themen, mit denen ich mich als Physiker vorher noch nicht befasst hatte. Das war spannend.

Was ist das besondere am SAP Innovation Center Potsdam?

Das Innovation Center ist für mich ein Ort, an dem mit modernsten Mitteln gearbeitet wird. Wir setzen agile Methoden und disruptive Technologien ein, um neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte für SAP zu erschließen. Darauf ist das gesamte Umfeld ausgerichtet. Das Team ist sehr international, jung und dynamisch. Der große Unterschied zum akademischen Umfeld ist, dass unter Einbeziehung von Kunden sehr konkret an Produkten gearbeitet wird, welche dann auch auf den Markt gebracht werden. Ein gutes Beispiel ist Medical Research Insights, eine Analysesoftware maßgeschneidert für Ärzte, die im klinischen Umfeld der Krebsforschung und Behandlung tätig sind.

Ich arbeite als Projektberater im Strategy & Operations Team. Das gibt mir einen sehr breiten Überblick über die Dinge, die im Innovation Center Network und auch in der SAP passieren. Besonderer Fokus liegt bei mir im Moment auf SAP als innovatives Unternehmen und wie wir die externe Wahrnehmung verbessern können. Außerdem analysiert mein Team auch, wie das Umfeld und die Strukturen verbessert werden können, um Innovationen noch schneller zu ermöglichen.

„CEO of the Future“ – Europas größter Wettbewerb für den Führungsnachwuchs

Der Wettbewerb „CEO of the Future“ ist eine Initiative von der Unternehmensberatung McKinsey & Company und wurde letztes Jahr mitgesponsort von Bertelsmann, E.ON, Porsche und SAP, den Medienpartnern manager magazin, n-tv und SPIEGEL ONLINE sowie dem Karrierenetzwerk e-fellows.net. 2.200 Studenten und Berufseinsteiger hatten sich beworben. 20 Finalisten schafften es ins Finale und präsentierten den Vorständen der Partnerunternehmen ihre Konzepte. Die drei Sieger erhielten ein persönliches Coaching durch einen der CEOs sowie Preisgelder, die sie für ihre berufliche Entwicklung einsetzen können.

 

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