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Sauberes Wasser für Indien – die Digitalisierung macht‘s möglich

Feature | 6. Oktober 2017 von Ajitabh Das 4

Indiens enormes Wirtschaftswachstum mag zwar das Leben von Millionen von Menschen verbessert haben, eine große Zahl der Bevölkerung hat allerdings immer noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vectus will dies mit Hilfe von IT-Lösungen wie SAP S/4HANA ändern.

Nach einem Bericht von WaterAid, einer gemeinnützigen Organisation, die sich weltweit für die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen einsetzt, haben rund 63 Millionen Inder kein Zugang zu sauberem Wasser. Zu dieser Knappheit kommt noch hinzu, dass geschätzte 40 Prozent des bereitgestellten Wassers durch undichte Leitungen und Anschlüsse verloren geht. Diese Statistiken haben die indische Regierung auf den Plan gerufen, die dem Zugang zu Trinkwasser als universelles Gut eine hohe Priorität eingeräumt hat.

Digitalisierung in Indien schreitet voran

Um den enormen Bedarf zu decken und die Versorgung mit sauberem Wasser zu verbessern, haben indische Unternehmen wie Vectus, IT-Lösungen eingeführt, um ihre Abläufe effizienter zu gestalten. Vectus mit Hauptsitz in der nordindischen Stadt Noida ist ein führender Hersteller von Wassertanks und Leitungssystemen. Das Unternehmen verfügt landesweit über je 13 Produktionsstätten und Lagerhallen und verzeichnet eine jährliche Wachstumsrate von durchschnittlich 35 Prozent. Trotz des beachtlichen Wachstums sah sich Vectus mit der Herausforderung konfrontiert, die Leistung seiner IT-Systeme verbessern zu müssen.

Die Mitarbeiter mussten Kundenaufträge, Rechnungen und Auslieferungen manuell erfassen. Diese Arbeitsweise war langsam und oftmals ungenau. Laut Manish Sinha, IT-Leiter bei Vectus, gab es „massive Probleme mit Serverausfällen, die Zahlungen von zwölf Millionen indischen Rupien (rund 160.000 Euro) für Überstunden nach sich zogen, da die Mitarbeiter Daten manuell eingeben mussten.“

Dank Echtzeitdaten: Abläufe um 60% optimiert, bessere Produktionsplanung, kürzere Beschaffung

Um diese Probleme anzugehen, wandte sich Vectus an SAP. Innerhalb von nur viereinhalb Monaten implementierte Vectus SAP S/4HANA Enterprise Management an all seinen 24 Standorten und erzielte damit beeindruckende Ergebnisse. Nach dem Produktivstart „hatten wir keine Ausfallzeiten zu verzeichnen und mussten den Server während der Arbeitszeit kein einziges Mal neu starten,“ berichtet Sinha. „Insgesamt haben wir alle Abläufe im gesamten Unternehmen um rund 60 Prozent optimiert.“

Der Zugriff auf Echtzeitdaten ist nun 50 Prozent schneller und ermöglicht eine zeitnahe Überwachung der Unternehmensleistung sowie fundierte Budgetierungs- und Planungsentscheidungen. Die Mitarbeiter von Vectus sind nun in der Lage, Bestandsaktualisierungen in Echtzeit vorzunehmen, um herauszufinden, welche Produkte sich gut verkaufen. Dies hilft ihnen, die Produktion zu planen und festzustellen, welche Produkte mehr am Markt beworben werden sollten. Durch den Vergleich von Echtzeit-Verkaufsdaten mit den Beständen konnte die Abfallmenge reduziert und der gesamte Zyklus der Beschaffung von 21 auf 15 Tage verkürzt werden. Mit dem direkten Zugriff auf die Buchhaltung und Transparenz in allen Geschäftsbereichen, ist Vectus nun besser gerüstet, Compliance-Vorschriften einzuhalten, Revisionen durchzuführen und Finanzinformation zügig auszuwerten.

Die Digitalisierung wird nicht alle Probleme lösen können, die die anhaltende Wasserknappheit in Indien mit sich bringt. Allerdings bieten digitale Lösungen für Unternehmen wie Vectus die Möglichkeit, ihr Geschäft effizienter zu betreiben und ihre Kunden mit den so dringend benötigten Lösungen für die Lagerung und den Transport von sauberem Wasser zu versorgen.

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